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| Dirt Metal, SPV, 2010 |
| Rick Altzi |
Vocals |
| Titus Hjelm |
Bass |
| Jukka Karinen |
Keyboards |
| Nino Laurenne |
Guitars |
| Mirka Rantanen |
Drums |
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Länge: 48 Min 00 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Rebirth | 7. Counting Hours |
| 2. I Almighty | 8. Dodge The Bullet |
| 3. Dirt Metal | 9. Deadlights |
| 4. Blood That I Bleed | 10. At The Feet Of Fools |
| 5. Star | 11. Suffering Song |
| 6. Ghosts Of Youth | |
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Dirt Metal? Wat is datten? Ich kenne Power Metal, Death Metal, Prog Metal, Poser Metal und noch weitere Spielarten des Metal. Aber Dirt Metal? Das habe ich noch nie gehört. Gut, das ist etwas gelogen, denn "Dirt Metal" ist das neue Album der Finnen THUNDERSTONE und läuft seit einiger Zeit auf meinem MP3-Player. Und was einem da um die Ohren gehauen wird ist nicht von schlechten Eltern.
"Dirt Metal" ist nach drei Jahren Pause der neuste Dreher der Nordmannen. Erwartet hatte ich - da ich die Combo bisher nicht kannte - finnisch-traurigen Metal, aber weit gefehlt. Was das Quintett hier durch die Boxen jagt ist sehr gut produzierter und druckvoller Metal, der sich mit catchy Refrains in die Gehirngänge fräst. Neben den nachhaltigen Melodiebögen ist daran nicht minder der neue Sänger Schuld, den ich glatt als kleinen Bruder von JORN LANDE durchgehen lassen würde. Leicht angerautes, aber doch druckvolles und melodisches Organ. Damit haben sie sicherlich keine schlechte Wahl getroffen.
Geboten wird auf dem aktuellen Dreher eine Melange aus SYMPHONY X ("I Almighty"), METALLICA ("Ghosts Of Youth"), KAMELOT ("Dodge The Bullet") und noch einigen anderen. Mit Counting Hours hat man fast so was wie eine Ballade ins Runde gebrannt, dem gegenüber die krasseste Nummer Star steht, die irgendwie nicht so richtig auf die Scheibe passen will. Das Riffing und Geshoute wirkt irgendwie deplaziert, wenn man sich den ganzen anderen Rest anhört. Blood That I Bleed - was sich vom Titel her schwer nach Death-Metal anhört, entpuppt sich als astreiner Zakk Wylde-Klon, zu dem im Hintergrund die AC/DC-Glocke erschallt. Beim Titelsong werden live die Haare fliegen und die Fäuste gen Himmel gereckt. Somit kann man als metalgeneigter Musikfreund nicht viel verkehrt machen.
Nicht viel? Was kann man denn falsch machen? Nun, es wäre fatal, diese Scheibe nach dem ersten Hördurchgang in die Ecke zu stellen, denn die Songs brauchen Zeit, damit sie sich entwickeln können und es wäre weiterhin ein großer Fehler, die CD vor dem letzten Song aus dem Player zu nehmen. Denn mit Suffering Song macht sich zum Ende hin ein wahres Songmonster auf den Weg durch die Boxen. Leise und bedrohlich steigert sich der Leidenssong zum Besten, was die 48 Minuten finnischer Metalkost zu bieten haben. Genial aufgebaut, schleppt sich der Song dahin und zieht den Hörer in seinen Bann, bevor es zur finalen Explosion mit unerwarteter Wendung kommt.
"Dirt Metal" ist bei weitem nicht so dreckig, wie der Name suggerieren mag, hat aber noch genügend Ecken und Kanten.
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