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Tales Of A Holy Quest

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Tales Of A Holy Quest
Tales Of A Holy Quest, Black Lodge Records, 2003
L-G Persson Vocals
Fredrik GrothGuitar
Jacob WennerqvistGuitar
Janne BjörkBass
Martin HjerpeDrums
Produziert von: Frederik Nordström Länge: 45 Min 06 Sek Medium: CD
1. Voices from The Past (0:46)7. The Mass (5:02)
2. Seed Of Lies (4:27)8. Blinded Eyes (4:17)
3. Conviction (5:44)9. When All Hope Has Faded (3:28)
4. A Holy Quest (3:52)10. Trails Of Blood (8:03)
5. Words Out Of Greed (3:52)11. ... And Still They Speak (0:52)
6. Chamber Of Torture (4:38)

L.G. Person (Gesang) und Frederik Groth (Gitarre) gründeten 1995 die schwedische Powermetalband THE STORYTELLER, welche auf dem neuen und sehr vielversprechenden Label Black Lodge Records beheimatet sind.
Das hohe Lied des "Bäumchen-Wechsle-Dich"-Spielchens können sie auf alle Fälle zur Genüge singen, denn es gab ständig Lineupwechsel, zuletzt verlies sie nun der Bassspieler.

Bis heute veröffentlichte die Band zwei Alben und mit "Tales Of A Holy Quest" liegt mir nun ihr neuestes Werk vor, welches mit Janne Björk als Aushilfs-Bassisten aufgenommen wurde.
Powermetal, da fallen mir auf Anhieb BLIND GUARDIAN oder HELLOWEEN ein und ich kann mich beim Hören der Scheibe des Eindrucks nicht erwehren, dass in diese Richtung auch geliebäugelt wird. Aber das soll nicht unbedingt ein Kritikpunkt sein, so lange nicht unverschämt abgekupfert wird, denn welche Powermetal-Band springt nicht all zu gern auf diesen erfolgreichen Zug auf.
Zur Ehrenrettung der Band muss also gesagt werden: THE STORYTELLER warten mit genügend eigenen Ideen auf. Klar, es ist schwer, gerade in der Powermetal-Sparte etwas Neues zu schaffen, etwas, was noch nicht da war.

"Tales Of A Holy Quest" bietet melodisch treibenden Power Metal, nicht mehr und nicht weniger, gewürzt mit einzelnen Einflüssen aus dem Viking-Metal-Bereich. Damit schaffen sie es, eine gewisse Eigenständigkeit herzustellen. Auf dem Silberling wurden anständige und anspruchsvolle Power Metal Granaten zusammengezimmert, die schon nach wenigen Durchläufen zünden, versehen mit Refrains, welche live garantiert zum Mitgrölen animieren und den Songs einen hohen Wiedererkennungswert verschaffen.
Oft singt man auch mehrstimmig, wie z.B. bei Chamber Of Torture oder Blinded Eyes.
Bereits mit Seed Of Lies zeigen die "Geschichtenerzähler", wo der Hammer hängt: Keine Minute geht man vom Gas, ein brachialer, nach vorn treibender Sound lädt kräftig zum Mitbangen ein und das ändert sich, bis auf die Akustik-Ballade When All Hope Was Faded sowie The Mass auf dem gesamten Rundling kaum.

Sehr gelungen finde ich gerade letzteres Stück: Akustisch mit wunderschönen Gesangslinien beginnend, haut man anschließend ordentlich in die Saiten und Fredrik Groth und Jacob Wennerqvist liefern sich ein grandioses Gitarrenduell. Bereits erwähnter Chor gibt auch hier wieder allem die entsprechende Würze. Ein tolles Stück, das sofort ins Ohr geht. Ein weiterer Pluspunkt für die Band.
Anfang und Abschluss des Albums bilden jeweils zwei knapp einminütige Instrumental-Intros.
Power Metal Fans werden mit Sicherheit ihre Freude an "Tales Of A Holy Quest" haben.

Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 29.02.2004

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