| Aural delight, XII Bis Records/Playground Recordings, 2002 |
| Wayne Hussey | Lead vocals, Guitars |
| Craig Adams | Bass |
| Mark Thwaite | Guitars |
| Scott Garret | Drums |
| Produziert von: Dave Allen und Steve Power |
Länge: 56 Min 12 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Amelia | 7. Never again |
| 2. Even you may shine | 8. Melt |
| 3. Spider and the fly (in the ointment) | 9. Mesmerised (reprise) |
| 4. Sorry... | 10. Swoon |
| 5. Anyone but you | 11. Dragonfly (Demo) |
| 6. Never let me down | 12.Can't help falling in love with you |
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Es gibt ein paar Dinge die sollte man einfach nicht tun: Sekt und Whiskey durcheinander trinken, zu meinem Hund sagen
'Der Buggi kommt' oder Aural delight im Anschluss an
Fallen von FIELDS OF THE NEPHILIM
auflegen. Im direkten Vergleich klingt das jüngste Machwerk von MISSION einfach nur matt, banal und furchtbar
langweilig.
Dabei verbietet sich der Vergleich der beiden Bands eigentlich von vorneherein. Auch wenn Wayne Hussey und Craig Adams
bis 1986 bei den SISTERS OF MERCY herumdokterten, stand die Band doch immer schon in weitaus engerer Verwandschaft zu
frühen CULT und U2, ALARM oder BIG COUNTRY, letztere natürlich um den charakteristischen Bagpipe-Guitar-Sound reduziert.
Also heißt es erst einmal die Erwartungshaltung zu korrigieren und neu zu eichen, bevor es Aural delight erneut an den
Kragen geht.
Und siehe da, wenn man sich anstatt auf ein herbes Gothik-Rock-Album auf eine gitarrenorientierte Scheibe, die zwischen
Rock und Wave hin- und herpendelt einstellt, dann kommt Aural delight sofort um einiges besser.
Zumindest in der ersten Hälfte. An Songs wie dem Opener Amelia oder dem dezent orientalisch angehaucheten Even
you may shine gibt es beim besten Willen nichts auszusetzen. Leider bleibt es nicht so. Immer mehr bestimmen ruhige
Nummern die Szenerie bis MISSION irgendwann so tief im Balladensumpf festsitzen, dass es kein Entrinnen mehr gibt.
Für sich genommen ist auch jede dieser Nummern irgendwo ansprechend, aber so massiv wird es einfach irgendwann nur noch
langweilig und zehrt an der Substanz. Man muss schon verdammt hartgesotten sein, um sich fünf MISSION-Balladen am Stück
reinziehen zu können und dann als krönenden Abschluss auch noch das unsägliche Can't help falling in love with
you (Eine alte Elvis-Schmonzette, oder?) zu ertragen.
Schon eine andere Titelabfolge hätte diesem Album einen gehörigen Kick nach vorne geben können. So bleibt ein fader
Nachgeschmack. Andererseits haben MISSION mit dieser Scheibe definitiv das beste U2-Album seit The joshua tree
abgeliefert. Auch wenn dazu nicht furchtbar viel gehört, sollte Aural delight unter diesem Gesichtspunkt durchaus
seine Liebhaber finden.
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