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| Double Live, Eigenvertrieb, 2005 |
| David Verno Jr. |
Lead Vocals, Lead Guitar |
| Buster Cherry |
Bass, Backing Vocals |
| Brian West |
Keyboards |
| Jeff Davis |
Drums |
| Gast: |
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| Ricky Kellogg |
Vocals (Stormy Monday) |
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Länge: 85 Min 01 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: | |
| 1. Dark Eyed Cajun Woman [Tom Johnston] | 5. What's Your Name [Gary Rossington, Ronnie Van Zant] |
| 2. Cocaine [J.J. Cale] | 6. Tush [Billy F. Gibbons, Frank Beard, Joe Hill] |
| 3. Mustang Sally [Bonnie Rice] | 7. It's All Over Now [Bobby & Shirley Womack] |
| 4. Sweet Home Alabama [Ed King, Gary Rossington, Ronnie Van Zant] | 8. Rocky Mountain Way [Joe Walsh, Joe Vitale, Ken Passarelli, Rocke Grace] |
| CD 2: | |
| 1. Dreams I'll Never See [Gregg Allman] | 5. Takin' Care Of Business [Randy Bachman] |
| 2. Simple Man [Gary Rossington, Ronnie Van Zant] | 6. Stormy Monday [T-Bone Walker] |
| 3. Gimme The Wheel [David Verno Jr., Jeffrey Joe Simmons] | 7. Sweet Home Chicago [Robert Johnson] |
| 4. Rock Me Baby [Muddy Waters] | |
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Der allzeit freundliche Kollege Frankie Ipach kündigte diese CD mit den Worten "sehr mediokrer Aufnahmesound... fleischgewordenes Klischee... erdreisten sich sogar Sweet Home Alabama zu covern..." und ein paar unzitierbaren Sprüchen an. Der Ipach ist normalerweise wirklich ein freundliches Kerlchen. Und hier sogar übertrieben nett.
Was sollte denn nach der lauwarmen ersten Platte des Hinterwäldler-Vierers noch kommen (gut, dass die vom heiligen Redaktions-Domrath und nicht vom agnostischen Bandfresser F.S. besprochen wurde). Man erwartet ja wohl eine deutliche Verbesserung, vor allem songwriterisch. Und in der Tat, das hat wunderbar geklappt. Von vorne bis hinten vorzügliche Nummern finden sich auf "Double Live". Mit das beste Songmaterial der Southern Rock Geschichte. Sensationell.
Aber was ist das? Klappert mein Grammophon? Tränt mein Ohr? Bin ich beim Straßenfest und es poltert die Freizeitkapelle meines alten Chemielehrers? Nein, es ist die JACKSON STONE BAND, live aus dem Konocti Showroom, wo immer der auch sein mag.
Was soll man zu so einer Doppel-CD sagen? Nichts etwa? Den unschuldigen Käufer ins offene Stimmgerät laufen lassen? Nein, nein, nein, nicht mit uns, wir legen Wert auf unsaubere Berichterstattung und dies ist der Moment, wo mir die politisch korrekten Worte fehlen und endlich losgeschimpft werden darf.
Mediocris ist lateinisch und heißt mittelmäßig. "Double Live" klingt saumäßig. Jedenfalls für eine Profiband mit jahrzehntelanger Erfahrung und dem Anspruch zu "Southern Rocks Finest" (gem. Website) zu gehören. Könner wie der Wallbreaker liefern reihenweise bessere Publikumsaufnahmen ab.
15 Songs, ein einziger aus eigener Feder (Gimme The Wheel ist sogar richtig anständig), der Rest von einer "living Jukebox" in einem kleinen Club hingeschustert und auch noch bis zum Anschlag einfallslos ausgewählt. Mustang Sally, Sweet Home Alabama oder Tush werden nach all den Jahren inzwischen von jeder Hochzeitsband als Zugabe gespielt, vorzugsweise wenn die Bürger im Saal so richtig besoffen sind. Und von der Kapelle meines alten Chemielehrers beim multikulturellen "Eine Welt-Straßenfest". Die JACKSON STONE BAND geriert sich schlichtweg als Coverband, das sollten sich die Hobby-Rednecks in unseren Breiten verinnerlichen. Am besten bevor sie laut "Plagiat" brüllend europäische (oder gar japanische) Bands ignorieren.
Am erschreckendsten an "Double Live" ist allerdings die Form der Darbietung. Bandleader David Verno Jr. kann die fehlende zweite Gitarre in keinem Moment ersetzen, hangelt sich bemüht, jedoch konsequent im immer gleichen Sound durch die Setlist und grölt dazu kernig, aber treffsicher daneben, die alten Texte und Sängerklischees ("a lot of pretty girls out there..."). Die Band liefert dazu Heuboden-kompatiblen Humpta-Southern Rock ohne jeden markanten Akzent und erfreut sich sichtlich an den begeistert wiehernden Partygästen. Nüchtern betrachtet/gehört sind diese 85 Minuten auf zwei CDs eine Ohrfeige für jede ernsthafte Band.
Im Grunde ist es schade, dass die JACKSON STONE BAND sich so verschleudert, man wäre ja um jede halbwegs vernünftige Band dieses Genres froh. Zwangsläufig wird auch diese CD ihre Käufer finden, aber es sollte hinterher keiner jammern und wehklagen. Auf "Double Live" ist keinerlei Inspiration, Groove, Soul (und damit meine ich Seele), Feuer und Hingabe zu entdecken. Wer sich damit zufrieden gibt, bitteschön.
Für alle anderen hier der Stellplatz im Kellerregal: Genau zwischen den GHOST RIDERS und den SOUTHERN ROCK ALLSTARS. Auf dass der Staub sie bald bedecken möge.
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