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| Whatever Gets You There, Eigenvertrieb, 2005 |
| The Reverend |
Lead & Rhythm Guitar, Lead & Background Vocals |
| Ron Rifkin |
Piano, organ, Lead & Background Vocals |
| Curtis "Miles" Long |
Bass |
| Mark Rudzinski |
Drums |
| The Whatever Gets You There Quahr: |
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| Johnny Neel, Dennis Gulley, Christine Thompson |
Backing Vocals |
| Johnny Neel |
Keyboards (Fifteen Seconds Of Johnny) |
| Produziert von: Johnny Neel |
Länge: 77 Min 48 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Can't Understand | 7. Writing History |
| 2. Don't Ask Why | 8. Train |
| 3. Head Case | 9. Circle Of Light |
| 4. A Midsummer Night's... | 10. Anyway |
| 5. Whatever Gets You There | 11. Style |
| 6. Jackals | 12. Fifteen Seconds Of Johnny |
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Es sägen die Gitarren, es hämmert das Klavier... geradeaus und honky-tonk... und, oh ja, der Sänger ist ein Großer!
Das Ende dieses Jahres ist gepflastert mit grandiosen Scheiben.
SOL DOG geistern bereits ein paar Jahre durch die Szene, haben wohl schon zwei CDs veröffentlicht, waren mir bisher nur über einschlägige MP3-Downloadplattformen bekannt und haben sich für ihr neues Album Johnny Neel als Produzenten geleistet. Um so überraschender ist der Einstieg in die CD, denn für (relativ!) simplen Boogie ist Mr. Neel nicht unbedingt bekannt. Can't Understand ist ein ganz heißer Kandidat für den Song des Jahres! Die Armbehaarung steht senkrecht und wippt im Takt. Was für eine Melodiebombe. Mitsingen, schnell.
Aber das war nur der Anfang. "Whatever Gets You There" entpuppt sich als Wundertüte, mit Leckereien zwischen der ATLANTA RHYTHM SECTION, den BLACK CROWES, den jungen, wilden ALLMAN BROTHERS und ZZ TOP im LITTLE FEAT-Groove. Dazu noch ein wenig Konfitüre, wie wir sie uns von WIDESPREAD PANIC und, bluesiger, W.I.N.D. aufs Brötchen tröpfeln lassen - fertig ist eine überragende Southern-Jam-Rock'n'Roll CD.
Noch ein Wort zu Johnny Neel. Der hat einen traumhaften Sound gezaubert und ist ganz offensichtlich ein großer Inspirator für die Band gewesen. Fürs Songwriting ist die Band allerdings ganz alleine zuständig und da haben sie sich mächtig ins Zeug gelegt. So viele 1A-Songs bekommt man selten auf einem Plättchen geliefert. Gespielt haben sie natürlich auch selbst, und damit sind wir beim nächsten Highlight. Das sind ja Götter! An der Gitarre ist ein gewisser Reverend und lässt ein Mördersolo nach dem nächsten herausfliegen, dürfte bei Jams wie A Midsummer Night's manchen Dickey Betts-Nachfahren gehörig schockieren und lässt die Töne mit absoluter Treffsicherheit genau im Rockerherzchen explodieren. Genau wie Ron Rifkin, der Mann am Klavier, der zwanglos zwischen erwähntem Honky-Tonk Piano und flächendeckenden Orgelkaskaden wechselt und dabei nicht nur begleitet, sondern der gesamten Band ihre Identität verleiht. Die Drum & Bass Groovemaschine dahinter, gibt dem Hörer den Rest. Der Gesang ist ohnehin outstanding.
Sechs, acht oder zehn Minuten pro Song sind für SOL DOG kein Problem. Für den Hörer auch nicht, denn er gerät nie in Gefahr sich zu langweilen, im Gegenteil, bei so vielen Einfällen und/oder musikalischen Schmankerln hofft man nachgerade auf eine Verlängerung. Also wenn die ihre Songs live auch so reproduzieren, steht uns DIE Sensation überhaupt bevor. Man mag sich die Southern-Gitarre des Reverend kaum im Konzert vorstellen. Weinende Männer überall dürfte das Ergebnis sein.
Große Kunst, locker, unverbraucht, keinesfalls verkopft, rockend und rollend, mitreißend.
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