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One Bullet Left

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One Bullet Left
One Bullet Left, AFM Records, 2011
Mat Sinner Bass, Vocals
Alex Beyrodt, Christof Leim, Alex Scholpp Guitars
Andre Hilgers Drums
Produziert von: Mat Sinner Länge: 50 Min 33 Sek Medium: CD
1. The One You Left Behind 7. Atomic Playboys
2. Back On Trail8. Suicide Mission
3. Give & Take 9. Wake Me When I´m Sober
4. One Bullet Left 10. Mind Over Matter
5. 10 2 Death11. Mend To Be Broken
6. Haunted12. Rolling Away

Mat Sinner und seine Boys are back in town - und das Zitat des alten LIZZY Titels ist nicht von ungefähr - mit drei Gitarristen kommen sie an die guten alten Boys bei Back On Trail so nahe ran, dass Phil im Himmel beifällig nickt. Ansonsten ist nicht alles pures 80er Power Pop Gerocke was hier glänzt - natürlich sind da die großen Chorusse, die typischen Riffs und der stampfende Rhythmus, ballerndes Getrommel und dreh-dich-dich-selbst Solos, die eigentlich nirgendwo hinführen.

Aber trotzdem ist das unterhaltsam, und abgesehen von dem famosen LIZZY Cover und der allgemeinen LIZZY Nähe wünscht sich gar mancher eine Riff wie das Intro und Basisriff von Give And Take. One Bullet Left, Suicide Mission und 10 2 Death sind gute 80er Ware - aber wie machen sie sich beim Klassiker von Steve Stevens - Atomic Playboys, der wohl eigentlich als Lückenbüßer auf die CD kam? Natürlich nicht ganz so eckig und 70er-fest wie Stevens Version, und die Spannung so, wie Stevens sie im Mittelteil aufbaut, wird auch nicht ganz gehalten - aber ein Schelm, wer bei dieser Art Solo wirklich ein Unterschied erkennen kann.
, Mind Over Matter und Wake Me When I'm Sober sind gefällig, weil sie eher düster und gemäßigt daherkommen und Abwechslung vom Vollgas Einerlei bieten, und der Abschlusstrack Rolling Away bietet ein hohes Maß an Melodischem, und der vielstimmige Chorus ist so gemacht, dass er im Ohr hängenbleibt.

Man fragt sich dennoch, wie die Jungs bei solchen Werken vor sich gehen - wird da wirklich noch Gehirnschmalz in die Komposition gesetzt, oder hat man die Riffs und Vocals irgendwo von anderen Sessions im Hinterkopf und holt die nach Belieben hervor, plus Nudelsolos? Vergleicht man das mit den kürzlich besprochenen SOLSTICE COIL … dann kann man das nicht vergleichen. Oder nur insofern, wie Du ein Fünf-Sterne- Menü mit einem Besuch beim Burger Inn vergleichen kannst. Alles zu seiner Zeit, aber an das Fünf-Sterne-Menü denkt man halt länger zurück.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 04.09.2011

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