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| Heartbreak, Earforce, 2006 (1985) |
| Paul Sabu |
Lead & Background Vocals, Guitar |
| Dan Ellis |
Keyboards & Background Vocals |
| Charles J. Esposito |
Drums & Background Vocals |
| Rick Bozzo |
Bass & Background Vocals |
| Produziert von: Paul Sabu |
Länge: 48 Min 32 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Angeline | 8. Still Alive |
| 2. Call Of The Wild | 9. Breakin' Out |
| 3. Shake, Rattle, Roll | 10. New Girl In Town |
| 4. Just For The Moment | Bonus Tracks: |
| 5. Hot Flash | 11. Cassie |
| 6. Heartbreak | 12. Shake It Out |
| 7. Tuff Stuff | 12. Street Angel |
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Paul Sabu war immer einer, der schamlos nach dem Hit für Millionen gesucht hat. Das hat ihn vor 20 und mehr Jahren für den Hardcorerocker zur persona non grata gemacht und für die voyeuristische Discothekenkundschaft zu einem sicheren Tipp: Sabu auf dem Plattenteller bedeutete immer Miniröcke auf der Tanzfläche. Dass in den Miniröcken meistens toupierte, aufgeblondete Wurstfachverkäuferinnen steckten, musste uns damals nicht stören. A bisserl was ging immer.
Seine Karriere als Bandleader und Solokünstler hat Sabu inzwischen längst hintenangestellt, Produzentenjobs für u.a. Shania Twain und Kompositionen für unwichtige Filme und Unterschichten-Fernsehserien bringen offensichtlich mehr ein. Muss unsereins auch nicht weiter stören, der Mann kann schließlich machen was er will. Um so mehr verblüfft auf den ersten Blick die Wiederveröffentlichung der 85er-LP "Heartbreak", die damals unter dem Bandnamen SABU lief.
Der zweite Blick macht die Sache schon verständlicher. Mainstream-Melodic-Rock hat seit Jahren wieder ein ansehnliches Nischendasein, viele aktuelle Bands klingen exakt wie die Kopie solcher halb vergessener Acts und, das darf man nicht vergessen, im Rückblick sind Platten wie "Heartbreak" durchaus anhörbar, andere AOR-Helden waren ungleich unerträglicher und schleimiger.
Der dritte Blick und erste Hördurchgang bringt dann Gewissheit: Paul Sabu hatte durchaus Qualität zu bieten, spielte ordentlich Gitarre und traf mit seinen Songs und Produktion genau Zeitgeist und Massengeschmack. Er war letztendlich kaum schlechter als beispielsweise Sammy Hagar mit seinen Platten für Geffen Records, also "Standing Hampton", "Through The Fire" oder "VOA". Der Vergleich mit Hagar passt auch deshalb, weil Sabu genau so singt wie der Red Rocker.
Eines darf man dem guten Paul nicht nachsagen: Schlechte Songs geschrieben zu haben nämlich. Auf "Heartbreak" ist eine üppige handvoll wirklich astreiner Melodiegranaten vertreten, die dennoch eine grade noch vertretbare Menge Rock beinhalten. Totalausfälle in Form von ätzender Schmierlappenmusik sind kaum zu vermelden, im Gegenteil, Fetzer wie Shake, Rattle, Roll gehen einfach gut ab.
Wenn man die typische Keyboard- und Schlagzeugproduktion dieser Tage nachsieht, schwimmt "Heartbreak" problemlos im Fahrwasser anderer Beinahe-Rocker wie JOURNEY und FOREIGNER mit und läuft als Hintergrundmusik ohne jeden Störfaktor. Das kann man nicht von allen Erzeugnissen dieses Genres sagen.
Jeder weiß, dass Sammy Hagar bis heute ein ernsthafter Rocker geblieben ist. Warum man von Sabu nichts mehr vergleichbares gehört hat, darf sich jeder anhand der Glaubwürdigkeitsskala selbst ausrechnen. Erhellend mögen da eventuell die drei Bonus Tracks sein, die dieser Wiederveröffentlichung angehängt wurden. Grässliche Computerdrums zu grässlichen Songs (ok, Street Angel geht noch halbwegs durch), die vermutlich sogar die Heulsuse Shania Twain stante pede zum Fenster rauswerfen würde.
Für den Rest gilt: Lieber dieses Original im Schrank, als die 395. Kopie.
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