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| Wild, DixieFrog Records, 2005 |
| Popa Chubby |
Guitar & Vocals |
| Steve Holley |
Drums |
| Nicholas D'Amato |
Bass |
| Mike Lattrell |
Keyboards |
| Galea |
Bass & Vocals (Come On In My Kitchen, Can't Let Go, She's Mean And Evil & Queen Shit) |
| Tipitina & Theodora |
Vocals (Keep On The Sunny Side Of Life) |
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Länge: ca. 116 Min (Konzert) & ca. 30 Min (Extras) |
Medium: DVD |
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| 1. Intro | 10. Can't Let Go |
| 2. Un-American Blues | 11. She's Mean And Evil |
| 3. I Can't See The Light Of Day | 12. Queen Shit |
| 4. Top Ten Reasons Why I Can't Sleep At Night | 13. Backdoor Man |
| 5. Young Men | 14. Somebody Let The Devil Out |
| 6. Life Is A Beatdown | 15. Keep On The Sunny Side Of Life |
| 7. Dirty Lie | 16. Hey Joe |
| 8. If The Diesel Don't Get You Then The Jet Fuel Will | 17. Hallelujah |
| 9. Come On In My Kitchen | 18. Keep On The Sunny Side Of Life |
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Diese DVD erscheint am 9. Mai 2005. In den wenigen verbliebenen Plattenläden Münchens steht sie allerdings seit März und für einen horrenden Preis im Regal. Der New Yorker Popa Chubby macht seine Platten für ein französisches Label und es stellt sich die Frage, welcher Schlaumeier auf die Idee kam, vor dem offiziellen Deutschland-Release noch schnell ein wenig über den Importweg abzukassieren. Himmel hilf, im Jahr 2005 werden DVDs zwischen Frankreich und Deutschland hin und her, re- oder sonstwie importiert. Zustände wie zu Zeiten von de Gaulle und Adenauer und bestimmt als vertrauensbildende Maßnahme zwischen Industrie und Konsument gedacht...
Ted Horowitz, besser bekannt als Popa Chubby, ist nicht der nette Bussibär des zeitgenössischen Blues und er legt auch keinen Wert auf eine möglichst authentische - und dadurch überkommene und verstaubte - Präsentation seiner Musik im Sinne von "Blues war vor mir da, Blues ist in mir und Blues wird immer da sein". Popas Blues ist der der Bronx und der eines zwischen Aggression und politischem Sendungsbewußtsein getriebenen Spitzenmusikers. Damit verstört er natürlich die Zwölftakt-Fetischisten und Götzenverehrer längst vergreister oder toter Urväter des Blues.
Wer seine CDs der letzten Jahre verfolgt hat, kennt den Set dieses Konzerts vom März 2004, kennt aber noch nicht die Präsenz dieses Mannes auf der Bühne und die sollte man in der Tat nicht versäumen.
Naturgemäß verblaßt die Begleitband eines solchen Menschen zum bloßen Beiwerk. In den zwei Konzertstunden steht nur Popa Chubby im Mittelpunkt des Geschehens (gleichwohl er sich nie als alles zukleisternder Gitarrengott gibt), die vorzügliche Band liefert ausschließlich den Soundtrack zum Film "Ein Mann und seine Botschaft". Diese Botschaft predigt er mit Worten und seiner Gitarre, spricht viel von Respekt, Krieg, Frieden und inneren Zerrissenheiten und ist am Ende doch ein positiver Sendbote und kein apokalyptischer Verkünder des Untergangs. Genau das ist die Kunst: Blues und Rock & Roll so zu verpacken, dass man nicht in einem Anflug depressiver Nostalgie aus dem Fenster springt.
Popa Chubby ist ein Melodie-Fanatiker. Deswegen swingen bei ihm auch uralte Gassenhauer wie Come On In My Kitchen von Robert Johnson und erstarren nicht, wie bei vielen anderen Bluesern, zu reinen Museumsstücken oder akrobatischen Technikvorführungen. Seine eigenen Songs sind sowieso vollgefüllt mit Blues-fremden Versatzstücken von Funk bis Reggae oder Hardrock, teilweise auch so "lauschgiftig", dass mühelos eine Aufnahme ins Pop-Radio möglich wäre. Er ist also weit entfernt von der "reinen Lehre" und praktiziert klassischen Crossover. Nur im Mittelteil des Konzerts, während seine Frau Galea den Bass übernimmt, verweilt der große Mann ein wenig in traditionellen Tönen, gibt dem Blues aber jederzeit so viel Rock mit auf den Weg, dass keine Langeweile aufkommt.
Fast zwei Stunden dauert das Konzert, viele Songs sind weit jenseits von 5 Minuten Länge, Popa liefert Hunderte Soli, rifft und shuffelt ohne Ermüdungserscheinungen durchs Programm, gibt den (von jedem unnötigen Firlefanz befreiten) Hendrix des dritten Jahrtausend, macht ein wenig Werbung für die Soloplatte seiner Frau ("Diary Of A Bad Housewife") und spielt den Boogie, als ob er grade neu erfunden wurde.
Wahrscheinlich sind Leute wie Popa Chubby die letzte Möglichkeit, Musik dieser Art vor der endgültigen Einmottung zu bewahren und wenigstens ein paar junge Fans zu gewinnen. Nennen wir diese "neue" Musik also "Melodic Blues'n'Boogie" und tanzen vor dem heimischen Fernsehgerät zum subtilen und manchmal auch weniger subtilen Popa Chubby-Rock & Roll und singen Keep on the sunny side of life!
Bild: 4:3 (ohne Fehl und Tadel)
Ton: Stereo (ok) & 5.1 Surround (hervorragend)
Kein Ländercode
Extras: Interview, Backstage, Videoclips (insgesamt ca. 30 Minuten)
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