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| The Dark Side Of The Moon, Wish You Were Here & The Wall (Discovery Editions), EMI Records, 2011 (1973, 1975 & 1979) |
| Richard Wright |
Keyboards, Piano, Vocals |
| Roger Waters |
Bass, Vocals |
| Nick Mason |
Drums |
| David Gilmour |
Guitars, Vocals |
| Gäste: |
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| Dick Parry |
Saxophone ("The Dark Side Of The Moon" & "Wish You Were Here") |
| Clare Torry |
Vocals ("The Dark Side Of The Moon") |
| Doris Troy, Lesley Duncan, Liza Strike, Barry St. John |
Backing Vocals ("The Dark Side Of The Moon") |
| Roy Harper |
Vocals ("Wish You Were Here") |
| Venetta Fields & Carlena Williams |
Backing Vocals ("Wish You Were Here") |
| Remastered von: James Guthrie & Joel Plante |
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Medium: CD |
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| "The Dark Side Of The Moon": | |
| 1. Speak To Me | 6. Money |
| 2. Breathe (In The Air) | 7. Us And Them |
| 3. On The Run | 8. Any Colour You Like |
| 4. Time | 9. Brain Damage |
| 5. The Great Gig In The Sky | 10. Eclipse |
| "Wish You Were Here": | |
| 1. Shine On You Crazy Diamond (Parts 1-5) | 4. Wish You Were Here |
| 2. Welcome To The Machine | 5. Shine On You Crazy Diamond (Parts 6-9) |
| 3. Have A Cigar | |
| "The Wall" CD 1: | "The Wall" CD 2: |
| 1. In The Flesh? | 1. Hey You |
| 2. The Thin Ice | 2. Is There Anybody Out There? |
| 3. Another Brick In The Wall, Part I | 3. Nobody Home |
| 4. The Happiest Days Of Our Lives | 4. Vera |
| 5. Another Brick In The Wall, Part II | 5. Bring The Boys Back Home |
| 6. Mother | 6. Comfortably Numb |
| 7. Goodbye Blue Sky | 7. The Show Must Go On |
| 8. Empty Spaces | 8. In The Flesh |
| 9. Young Lust | 9. Run Like Hell |
| 10. One Of My Turns | 10. Waiting For The Worms |
| 11. Don't Leave Me Now | 11. Stop |
| 12. Another Brick In The Wall, Part III | 12. The Trial |
| 13. Goodbye Cruel World | 13. Outside The Wall |
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Wer wie PINK FLOYD zu den Big Four der Rock-Monstrositäten gehört, wird bis ans Ende aller Töne damit leben müssen, dass sein Katalog in immer neuen Versionen immer und immer wieder aufgelegt wird - nebenher hat das natürlich den erfreulichen Effekt, das sämtliche Enkel, Urenkel und Ururenkel auf alle Zeiten in schönen Villen leben können.
In den nächsten sechs Monaten wird es zu einer Flutung des Marktes mit dem gesamten Backkatalog von PINK FLOYD plus massenhaft unveröffentlichtem Material in allen denkbaren Formaten kommen. CD, Doppel-CD, Boxset, Vinyl, SACD, DVD, Blu-ray, digitale Downloads, der zahlungskräftige Kunde bekommt alles was sein Herz begehrt. Die EMI führt eine bisher nicht gesehene Materialschlacht - und wird damit erfolgreich sein, denn erstens ist der Floydianer tatsächlich im zahlungskräftigen Alter und zweitens wird große Qualität geboten.
Bis Februar 2012 werden alle Studioalben in den Kategorien "Discovery"-Edition (remastertes Originalalbum) "Experience"-Edition (remastertes Originalalbum plus Bonus-CD mit Liveaufnahmen, alternativen Aufnahmen etc.) und "Immersion"-Edition (remastertes Originalalbum plus zig Bonus-Discs plus Gimmicks) erscheinen. Den Anfang machen nun die 14 so genannten "Discovery"-CDs einzeln und als Boxset und die "Experience"- bzw. "Immersion"-Ausgabe von "The Dark Side Of The Moon". Das klingt verwirrend? Es ist auch verwirrend.
Aber der getreue Fan wird sich mit dem Musik-Tsunami beschäftigen und für sich die richtige Entscheidung treffen - auch wenn es sehr, sehr teuer werden könnte.
Uns liegen die drei Jahrtausendwerke "The Dark Side Of The Moon" aus dem Jahr 1973, "Wish You Were Here" (1975) und der endgültige Aufstieg in den Pophimmel "The Wall" von 1979 in der "Experience"-Fassung vor, also ohne zusätzliche Schmankerl wie dem 74er "The Dark Side Of The Moon"-Konzert in Wembley. Macht aber nichts, die (Schmankerl) kommen schon bald in den Schrank, man braucht das einfach. Vielleicht sogar als Vinyl, wegen der Größe der Cover.
Genau, die Cover. Wer erinnert sich nicht an die Kunstwerke der famosen Designer von Hipgnosis, die die Siebziger optisch so prägten wie die von ihnen umhüllte Musik es auch tat. Für die jetzt erscheinenden CDs/LPs etc. wurden die Cover leicht modifiziert/ergänzt, im Falle von "The Dark Side Of The Moon" und "Wish You Were Here" von Storm Thorgerson, dem Mitbegründer und Grafikgenie von Hipgnosis. Die hinzugefügten Teile passen punktgenau und sind so wunderschön wie die Musik von PINK FLOYD.
Über die drei Alben muss man wirklich nichts mehr sagen, diese Musik ist inoffizielles Weltkulturerbe, jeder kennt sie, jeder weiß, dass die Maschine P.F. von Anbeginn an den zu der Zeit besten Sound geliefert hat. Ist der verbesserbar oder verbessernswert? In den Neunzigern wurde es ohne nennenswerten Erfolg versucht, die SACD-Version von "The Dark Side…" hatte 2003 ihren Reiz, aber im Grunde war man sich einig, dass PINK FLOYD klanglich nicht mehr optimierbar ist. Dieses Denken war falsch. James Guthrie, der seit 1978 ("The Wall") für FLOYD tätige Soundtechniker und Produzent, hat aus den alten Hightech-Bändern nicht nur alles herausgeholt, er hat 32, 36 und 38 Jahre alte Musik fit für das dritte Jahrtausend gemacht. Und das auch noch so, dass man es (als alter Sack) kaum bemerkt, denn an der Musik wurde nichts verändert. Nur die Präsenz - nicht die Lautstärke - des Klangs wurde erhöht.
Die drei anderen der oben genannten Big Four wurden schon längst digital bearbeitet. Bei LED ZEPPELIN war das vermutlich Bestmögliche bereits 1993 mit der grandiosen Box "The Complete Studio Recordings" erreicht, die BEATLES haben 2009 digitalen Schaden erlitten und bei den STONES kann man sich mit Fug und Recht über die Notwendigkeit einer Klangaufbereitung streiten. Keith Richards ist und bleibt der beste schlechteste Gitarrengott aller Zeiten und zusammen mit Jagger hat er den Rock & Roll und die Welt vor 45 Jahren verändert. Und damit ist auch gut. Aber PINK FLOYD, ja, diese Band war immer etwas Besonderes. Wenn man deren Platten auflegte, fuhr man immer ganz besonders sorgfältig mit dem Pinsel über die Rillen, damit ja kein Staubfitzelchen den Hörgenuss stören konnte. Und laut musste es sein, damit man keinen Ton des Wahnsinns verpasste.
Heute muss es nicht mehr ganz so laut sein, James Guthries Remasters bringen bei entsprechendem Equipment jedes Detail auch bei sozialverträglicher Lautstärke zutage.
Es gibt wenige Remasterings, die so eindrucksvoll gelungen sind wie die von PINK FLOYD, einige von THE WHO erreichen diesen Standard, bei QUEEN ist eindeutig nicht geklärt, ob wirklich alles neu abgemischt werden musste, aber da sind wir von den besagten Big Four schon wieder zu den Plätzen 5 bis 10 "abgestiegen". Für PINK FLOYD ist diese Monumentalwerkschau ein weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg in die Unsterblichkeit (der Musik).
Die Gicht oder irgendein anderes Zipperlein mögen aber bitte verhindern, dass Gilmour und Waters sich tatsächlich für ein weiteres Album oder gar eine Tour noch mal zusammenraufen, wie vielerorts kolportiert wird. Rick Wright kann nicht mehr dabei sein und die Granden haben sich ihre gegenseitige Abneigung über Jahrzehnte so deutlich mitgeteilt, dass ein dauerhaftes Miteinander bloße Heuchelei wäre. Wechselseitige Gastauftritte, wie im Mai 2011 bei Waters' "The Wall"-Konzert in London, sind ok, die anwesenden Fans bekommen Einzigartiges für ihre teuren Tickets, und die alten Herren hatten auch ihren Spaß. Alles andere wäre pure Geldschneiderei. Die "neuen" alten CDs sind es nicht.
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