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Blood

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Blood
Blood, InsideOut Music, 2009
Jim Matheos Guitar, Keyboards, Programming
Kevin Moore Vocals, Keyboards, Programming
Gäste:
Gavin Harrison Drums
Mikael Akerfeldt Vocals (Stockholm)
Produziert von: Kevin Moore & Jim Matheos Länge: 47 Min 41 Sek Medium: CD
1. The Escape Artist6. Be The Hero
2. Terminal7. Microburst Alert
3. False Start8. Stockholm
4. We Come Undone9. Blood
5. Radiologue
Special Edition Bonus CD:
1. No Celebrations3. Terminal (endless)
2. Christian Brothers

"Über diese CD hast Du schnell etwas geschrieben." Mit diesen Worten ist mir das neue Werk "Blood" von OSI zugesandt worden. Da sich die beiden Vorgängeralben "Office Of Strategic Influence" und "Free" bereits in meinem Besitz befinden und ich die Mischung aus Prog Metal und elektronisch angehauchtem Art Rock mag, war ich zunächst geneigt meinem Kollegen zuzustimmen. Jedoch weit gefehlt, denn irgendwie wollte dieses Werk bei mir nicht auf Anhieb zünden und benötigte durch seinen komplexen Aufbau mehrere Durchläufe, obwohl die Musik darauf wahrlich nicht schlecht ist.

Wie auch bei den anderen beiden Outputs bewegt man sich zwischen progressivem Metal à la FATES WARNING und modernem Electronica, wie von CHROMA KEY praktiziert. Eine Neuerung gibt es im Line-Up zu verzeichnen, Mike Portnoy (DREAM THEATER) ist nicht mehr dabei und wurde durch Gavin Harrison (PORCUPINE TREE) an den dicken Fellen ersetzt. Dieser trommelt natürlich gut, jedoch anders als ein Mr. Portnoy und erscheint im Line-Up nur als Gast. Des Weiteren hat man auf einen Bassisten verzichtet, was sich leider auch ein wenig am Sound bemerkbar macht, es fehlt ein wenig an der druckvollen Frische z. B. des ersten Albums. Außerdem hat man mit der Erwähnung eines weiteren bekannten Gastes, der als Sänger fungiert und für diesen Song den Text dazu verfasst hat, ein Schmankerl, darüber erzähle ich an anderer Stelle gleich ein wenig mehr.

Was bekommt man nun auf "Blood" zu hören? Hm, eigentlich nichts Neues, denn die Songs bewegen sich, wie zuvor bereits erwähnt, zwischen FATES WARNING und CHROMA KEY. Da wären z. B. The Escape Artist und False Start, die von druckvollen Gitarrenwänden geprägt sind und sich elektronische Spielereien der Tasten (Minimoog-Effekte und Unisono-Linien) drüber legen, was ein wenig an das Album "Disconnected" von FATES WARNING erinnert. Allerdings ist der Gesangspart von Kevin Moore nicht mit dem Ray Alders zu vergleichen, seine Gesangslinien sind wesentlich monotoner, was die melancholische Stimmung trotz der gewissen Härte unterstützt. Terminal und We Come Undone klingen wesentlich ruhiger, vergleichbar mit der Musik die man von CHROMA KEY kennt. Sehr interessant ist Radiologue, setzt man sich doch mit diesem Song sozusagen zwischen zwei Stühle - zum einen sind die elektronischen Töne sehr stark präsent, zum anderen gibt es Metallisches auf die Ohren. Science Fiction-artige Sounds bekommt man auf Microburst Alert geboten.

Nun zu dem bereits erwähnten Gastsänger, der den meisten von der Band OPETH bekannt sein dürfte und auf den Namen Mikael Akerfeldt hört. Für diejenigen, die OPETH nicht kennen sei erwähnt, dass es sich bei dieser Formation um eine (progressive) Death Metal Band handelt, bei denen es auch heftige Growls auf die Ohren gibt. Dieser Mikael hat den Gesangspart zu Stockholm übernommen und auch den Text dazu geschrieben. Nun sollte man allerdings nicht annehmen, dass auf Stockholm hart metallisch zu Werke gegangen wird, schließlich hat Mikael auf dem Album "Damnation" durchaus bewiesen, dass er auch ein Faible für ruhige Klänge à la PORCUPINE TREE hat. So ist dieses Stück, bei dem breite Gitarrensounds erst gegen Ende des Songs einsetzten und diesen ein wenig aufpeppen, total ruhig und melancholisch, mit cleanem Gesang.

OSI preisen "Blood" als ihr bestes Album an. Ich sehe das allerdings nicht so, denn für mein Dafürhalten bleibt "Office Of Strategic Influence" unerreicht. Da die Musik von OSI alles andere ist als leichte Kost, gebe ich auch keine uneingeschränkte Kaufempfehlung, sondern rate dazu, sich erst einmal einen Höreindruck zu verschaffen. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass mir die Mucke nicht zusagt, denn sie ist hypnotisierend genug, um mich den Silberling immer wieder in den Player legen zu lassen, die Play-Taste zu betätigen und den gebotenen Klängen zu lauschen.

Fast hätte ich es vergessen. Die Special Edition mit noch 3 weiteren Songs auf einer separaten CD liegt mir nicht vor.

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 27.05.2009

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