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| BBC/Peel Sessions, Sweet Nothing, 2008 |
| Eddie Glass |
Guitar, Vocals |
| Ian Ross |
Guitar (2001) |
| Mark Abshire |
Bass (2001) |
| Dennis Wilson |
Bass (2003) |
| M. Mitchell |
Bass (2004) |
| Ruben Romano |
Drums, Vocals, Keyboards |
| Produziert von: George Thomas (2001) & Simon Askew (2004) |
Länge: 50 Min 41 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Radio I / Clearlight | 7. Sonic Titan |
| 2. Instant Gravitation | 8. Freedom |
| 3. Carpe Diem | 9. All The Way |
| 4. So It Goes | 10. Strange Human |
| 5. Way To Venus | 11. Fin |
| 6. This One | |
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Wenn man NEBULA soeben im Vorprogramm von MONSTER MAGNET live gesehen hat, wird man zwei Dinge mitgenommen haben: 1. Dave Wyndorf ist dem Tod zwar im letzten Jahr mit Ach und Krach entkommen, aber was sich da jetzt als MONSTER MAGNET und angeblich drogenfrei über die Bühne schleppt, ist leider nur ein aufgedunsenes Monsterchen. 2. Eddie Glass von NEBULA ist nicht wesentlich jünger als Wyndorf, aber er setzt mit noch viel älterer Musik ein deutliches Zeichen, dass es immer weitergeht in der Welt der Stromgitarren, auch wenn bei der Erfindermesse kein Preis damit zu gewinnen ist. NEBULA waren einfach die deutlich agilere Band und sollten Wyndorf ins Grübeln gebracht haben. Da passt es ganz prima, dass NEBULA dieser Tage eine CD mit einigen Highlights ihrer Live-im-Studio-Auftritte bei der BBC veröffentlichen, denn auch wenn man die Studio-CDs mag, live ist diese Band eine Macht, die weit mehr als den oft zitierten Stoner Rock in ihren Soundlawinen auf die Zuhörerschaft abwirft.
Klar ist, NEBULA ist das Baby von Gitarrist/Songwriter/Sänger Eddie Glass, die Mitmusiker werden gerne durchgewechselt, von den Besetzungen der Jahre 2001 bis 2004, in denen die Aufnahmen für "BBC/Peel Session" entstanden, ist heute längst niemand mehr dabei. Wenn man unbedingt an dieser CD herummeckern will, dann ist die nicht chronologische Playlist der Aufhänger. 2x 2003, 3x 2004, 4x 2001, 1x 2004 ist die etwas willkürlich zusammengewürfelte Abfolge, andererseits ist die Dramaturgie der 50 Minuten dadurch perfekt, und NEBULA zeichnen sich ohnehin weniger durch Progress denn durch Konstanz aus.
Los geht es mit der doomigen Version der Radio I Erkennungsmelodie und dem derben Instant Gravitation vom 2001er "Charged", mit grandiosem Schlagzeugspiel von Ruben Romano. Carpe Diem von "Atomic Ritual" erscheint noch ein wenig gehetzt, aber der Albumkollege So It Goes lässt erstmals die Riffwände bis ganz oben wachsen. Klar, der Einfluss von BLACK SABBATH ist unverkennbar, aber als die erstmals einen richtigen Sänger hatten, war Tony Iommi längst nicht mehr so drauf wie Eddie Glass es 30 Jahre später ist.
This One, ebenfalls von "Charged", ist dann der erste Griff in die Melodienkiste. Glass hatte damals den Vorteil eines zweiten Gitarristen (Ian Ross), und den nutzte er auch. Klassischer Psychedelic Rock mit Spät-Sixties-Flair und zwei schweren Gitarren auf Erkundungstrip. Schön heftig.
Ebenfalls von 2001 und mit Ian Ross an der zweiten Gitarre groovt Sonic Titan und begibt sich bei Halbzeit in einen BLUE CHEER-Rausch, der mit Freedom vom ersten Album "To The Center" (1999) in einem manisch-psychedelischen Donnerwetter endet.
Im letzten Track aus dem Jahr 2001, All The Way, kommt die NEBULA-Maschine endgültig ins rollen - und überrollt alles.
Wer danach noch kann, wird mit über 9 Minuten Strange Human endgültig platt gewalzt. Das hört und fühlt sich so unglaublich böse an, dass man den Männern gerne ein Wellnesswochenende spendieren möchte, doch völlig unvermittelt wechselt das Trio nach fünf Minuten in ein hochspannendes Good Morning Little Schoolgirl, das man so intensiv zuletzt von TEN YEARS AFTER 1973 auf "Recorded Live" gehört hat.
Den Abschluss macht wie zu erwarten Fin. An solchen Stellen hat ein Rhodes Piano wirklich Sinn.
Die BBC-Sessions sind seit vielen Jahren das authentischste Live-Zeugnis für bekannte und unbekannte Bands, manche Hypes haben sich dabei schon grässlich blamiert, NEBULA tun das nicht. Grandioser Psychedelic-Stoner-Doom-Rock, dem man auch eine Doppel-CD hätte spendieren können.
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