| Memorial, Steamhammer/SPV, 2006 |
| Fernando Ribeiro | Vocals |
| Mike Gaspar | Drums |
| Pedro Paixao | Guitar, Keyboards |
| Ricardo Amorim | Guitar, Keyboards |
| Produziert von: Waldemar Sorychta |
Länge: 59 Min 30 Sek |
Medium: CD |
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| 1. In memoriam | 8. Sanguine |
| 2. Finisterra | 9. Proliferation |
| 3. Memento mori | 10. Once it was ours! |
| 4. Sons of earth | 11. Mare nostrum |
| 5. Blood tells! | 12. Luna |
| 6. Upon the blood of men | 13. Best forgotten |
| 7. At the image of pain | |
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MOONSPELL, Portugals führende Rockband, waren schon immer für eine Überraschung gut. Kreativer Stillstand war und ist ein
Fremdwort für Fernando Ribeiro und seine Mitstreiter, was für stetige Spannungsmomente in ihrem Schaffen sorgte.
Künstlerische Selbstverwirklichung war zudem stets wichtiger als starres Festhalten am Erreichten.
Mit ihrer mittlerweile neunten Veröffentlichung "Memorial" scheint sich jedoch der Kreis nun zu schließen. MOONSPELL
kehren zu ihren Wurzeln zurück und bescheren uns ein Werk, das stilistisch wesentlich mehr Berührungspunkte zu ihren
Frühwerken wie "Wolfheart" und ihrem Erfolgsalbum "Irreligious" aufweist, wie zu den eher experimentell ausgerichteten
Nachfolgern.
Für den Hörer heißt das im Klartext, dass die Black- und Gothic Metal-Einflüsse, mit Betonung auf Metal, wieder deutlich
an Bedeutung gewonnen haben. Und doch wird dem Hörer sehr schnell klar, dass "Memorial" in der vorliegenden Form ohne die
zwischenzeitliche Entwicklung der Band unmöglich gewesen wäre.
"Memorial" ist die Rückbesinnung auf traditionelle MOONSPELL-Markenzeichen unter Zuhilfenahme des liebevoll angesammelten
Erfahrungsschatzes aus zwölf Jahren künstlerischen Schaffens. Es ist die Verschmelzung schwarzmetallischer Tonkunst mit
eleganten Melodien zu einem atmosphärischen Werk, das trotz aller harschen und grimmigen Ansätze in Melancholie und
Düsterromantik schwelgt.
Ein Meisterwerk? Zumindest in Ansätzen, aber ein kleiner Makel bleibt. Seit nunmehr zehn Jahren warten wir nun auf einen
ähnlich mitreißenden und herausragenden Song wie Opium. Den hat auch "Memorial" nicht zu bieten, überzeugt aber
dafür durch seine in sich stimmige Geschlossenheit.
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