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| Thicket, Eigenvertrieb, 2004 |
| Greg Montplaisir |
Drums, Percussion, Moog |
| Kris Stuart |
Guitar, Mandolin, Vocals |
| Will Johnson |
Bass, Vocals |
| Rev. Troy "YD" Henning |
Guitar, Banjo, Vocals |
| Gäste: |
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| Lewi Longmire |
Organ |
| Paul Brainard |
Pedal Steel Guitar, Lap Steel Guitar |
| Marilee Horde |
Fiddle |
| David Lipkind |
Harmonica |
| Produziert von: Moonshine Hangover |
Länge: 51 Min 51 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Spinning | 8. Lucy's Lament |
| 2. Down Home | 9. 20 Blue Line |
| 3. Song For Early | 10. Georgia Moon |
| 4. Isaac Parker | 11. Cold Water Breakdown |
| 5. Sunday Best | 12. Won't Look Back |
| 6. WWJDD | 13. Shallow Grave |
| 7. Down Home (Reprise) | |
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Vier ziemlich gestandene Männer aus Oregon mit 13 Songs auf ihrer zweiten CD und Special Thanks an u.a. Harley Davidson und Jack Daniels. Was werden die wohl für Musik machen?
Es könnte stocklangweiliger Mainstream-Country sein oder drittklassiger Southern-Cover-Rock, wie wir ihn in den letzten Jahren - dem Internet sei Dank - leider immer öfter vorgesetzt bekamen und die kleine und um so gierigere Fanschar kaufte alles, was nur halbwegs nach Redneck klang.
Dieser Kelch (aka Whiskeyglas) ging diesmal an uns vorbei. MOONSHINE HANGOVER sind weder drittklassig noch langweilig. Und sie überlassen ihrem Publikum die Entscheidung, in welche Stil-Schublade sie gesteckt werden: "Call it Alt. Country, Southern Rock or Outlaw Country..." steht in ihrer Bio. Man kann es kurz machen, im Prinzip gehören sie gleichzeitig in alle drei Töpfe und aus allen dreien stecken sie ihre Köpfe heraus und überragen dabei die große Mehrheit der handelsüblichen Massenware bei weitem.
Im Vorfeld einer CD-Besprechung dreht so ein Teil schon mal 20, 25 Runden im heimischen Player und oft verwischt sich ein erster guter Eindruck schnell wieder oder man ist einfach genervt von x möglichen Faktoren. Sei es das Songmaterial, das einem Langzeittest nicht standhält, mangelnde Produktion oder einfach handwerkliche Defizite. Gerade im traditionellen Rockbereich, also grundsätzlich einem innovationsfernen Genre, entpuppen sich viele anfängliche Kracher schnell als Rohrkrepierer. Auch an dieser Front kann man bei MOONSHINE HANGOVER Entwarnung geben.
Nicht ungeschickt beginnt die CD mit dem flotten Rocker Spinning und zieht den Hörer direkt auf seine Seite. Eine tadellose Slide hangelt sich dezent durch den Song, noch dezenter liegt eine Orgel darunter, der Bass treibt und man hat sofort dieses wunderbare "Hurry Sundown" Gefühl und Lust auf Chicken Wings und ein Bier.
Vor lauter Freude darüber könnte man leicht einen ganz wichtigen Aspekt dieser Band übersehen, den ganz außergewöhnlichen Gesang nämlich. Drei Stimmen, die allesamt very southern tönen, ergehen sich miteinander, nacheinander, nebeneinander in Wohlklang und Perfektion. Es ist völlig egal, ob ein Song nach Country oder Rock, Outlaw oder Westcoast klingt, die Gitarren-Bass Abteilung von MSH beherrscht ihre Stimmbänder wie kaum eine andere derzeit aktive Kapelle. Das ist nicht besonders spektakulär, aber todsicher arrangiert und auf den Punkt gesetzt.
Überhaupt, spektakulär ist natürlich an "Thicket" wenig. Die Band bewegt sich auf abgegrastem Terrain und kann ihre Akzente aus leicht nachvollziehbaren Gründen natürlich nur in Punkto Qualität setzen. Das Pech der späten Geburt... Um so erfreulicher, daß MSH ihre Songs selbst schreiben und sich nicht einfach Versatzstücke ihrer Lieblings-LPs zusammensuchen und sie durch den Klischee-Mixer jagen um anschließend ihre tiefe innere Verbundenheit zu den Altvorderen zu bekunden. Nein, MOONSHINE HANGOVER sind eine absolut eigenständige Band mit tief verwurzelten Roots und einer Menge Talent. Insofern verbieten sich Vergleiche mit alten Helden von alleine. "Thicket" wird bei jedem Hörer eigene Assoziationen hervorrufen (bei Shallow Grave sicher welche an With A Little Help From My Friends).
Favoriten sind auf einem so geschlossenen Werk schwer auszumachen, von mir gibt es ein Extralob für die (geistige) Flexibilität der Country-Songs, die den Nicht-Cowboy in keinster Weise mit gefühlsduseligen cryin' in my beer Tiraden belästigen, dafür einfach schön und flüssig dahin rollen. Und wenn's rockt, dann erfrischend und gut gelaunt. MOONSHINE HANGOVER verheddern sich nie im Thicket (Dickicht).
Tolle CD!
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