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| Peddlin' Dreams, Cooking Vinyl, 2005 |
| Maria McKee |
Vocals, Acoustic Guitar, Electric Guitar, Piano |
| Jim Akin |
Acoustic Guitars, Bass, Keyboards, Lap Steel |
| Jerry Andrews |
Acoustic &Electric Guitar, Background Vocals |
| Tom Dunne |
Drums, Percussion |
| Produziert von : Jim Akin |
Länge: 45 Min 36 Sek |
Medium: CD |
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| | 1. Season Of The Fair | 7. The Horse Life |
| 2. Sullen Soul | 8. Drowned And Died |
| 3. Turn Away | 9. Appalachian Boy |
| 4. Peddlin´ Dreams | 10. Everyone´s Got A Story |
| 5. My One true Love | 11. Barstool Blues |
| 6. People In The Way | 12. How Glad I Am |
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Maria McKee als grosse alte Dame des Americana zu bezeichnen scheint reichlich frech. Stieg sie doch als süsse sommersprossige 19-jährige 1983 ins Musikgeschäft ein, schrieb ein kleines Stück Musikgeschichte mit ihrer Band LONE JUSTICE als quasi Vorreiter der Alternative Country-Bewegung und verfasste bis zum heutigen Tage immerhin 5 Soloalben. Ihr sechstes Solowerk, "Peddlin' Dreams", zeigt sie heute als gereifte 41-jährige Dame mit einer Stimme, die immer besser zu werden scheint.
Ganz im Gegensatz zu ihrer letzten Veröffentlichung (vom zwischenzeitlichen Live-Album abgesehen), "High Dive" , die in vielen Momenten etwas überbordend und gewaltig daherkam und einen guten, aber letztendlich doch zwiespältigen Eindruck hinterliess, zeigt sich Maria McKee gemeinsam mit ihrem Produzenten und Ehemann Jim Akin nun geläutert. Sie entschuldigt sich sozusagen für die unendlich langen Zeiträume zwischen ihren früheren Alben, ihre bisweilen penetrante Perfektionswut und das Fehlen jeglicher Spontanietät.
Diesmal muss alles anders werden. Natürlich und organisch, spontan und so wenig als möglich geplant soll "Peddlin´Dreams" eine erfrischend neue Seite in McKees musikalischem Schaffen beleuchten. Es gelingt den beteiligten Musikern zum grössten Teil, diese Vorgabe umzusetzen. Die zwölf Tracks basieren weitestgehend auf akustischen Grundlagen, Gitarren und Piano dominieren und ja, diese Stimme, die den Hörer umgarnt und schwer beeindruckt. Doch das soll nicht bedeuten, dass Frau McKee aufgrund der sparsamen Arrangements gleich alles richtig macht. Die vorliegenden fünfundvierzig Minuten beinhalten auch einige Durchhänger. Da sind die Songs in ihrer Nacktheit nicht immer dazu angetan, dem Hörer einen Schauer über den Rücken zu jagen.
Nach dem eindringlichen Opener Seasons of the fair, welcher seit Ewigkeiten in Marias Schublade schmorte und auf eine Zusammenarbeit mit Robbie Robertson zurückgeht und dem roots-rockigen, im saftigen Bandkontext vorgetragenenSullen Soul, begegnet uns als erster Höhepunkt, mit geschmackvoller countryesker E-Gitarre, schimmernder Lap-Steel und wärmenden Background-Vocals, das formidable Turn away.
Der Walzertakt im nachfolgenden Titellied kommt leider einem herzhaftem Gähnen gleich und die zärtlichen Gesten auf My one true love ähneln einer zwar ernst gemeinten, aber dennoch recht schlappen Umarmung. Die karge und sehnsüchtige Ode an den Appalachian Boy bringt dann allerdings in ihrer felsenfesten Eindringlichkeit wieder ganze Gebirgsmassive zum Schmelzen.
Die einzige Up-Tempo-Nummer, Everyone´s got a story, rumpelt und poltert ziemlich ungestüm und gibt der Protagonistin Maria mal die Gelegenheit, ihre Spontanietät in einem wackeligen Gitarrensolo auszuleben.
Gegen Ende des Albums überrascht Maria noch mit einer total entschlackten Version des Neil Young-Klassikers Barstool Blues vom 75er CRAZY HORSE-Album "Zuma". Knallhart angeschlagenes Klavier und McKees scharfkantige Stimme entwickeln diesen einstigen Gitarren-Rocker zu einer ebenbürtigen Cover-Version. Freudiges Wiederhören.
Zum Finale brilliert Maria mit einem etwas aus dem Rahmen fallenden Sechziger-Jahre-Schlager von Nancy Wilson, How glad I am und zeigt auf, dass ihr Horizont bei weitem noch nicht bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet wurde. Da geht noch was . . .
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