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The Strange And Certain Kind

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The Strange And Certain Kind
The Strange And Certain Kind, Rookie Records/Cargo Records, 2005
Nils A. Crauser Vocals, Guitars
Peter "King" Mußler Guitars, Vocals
Wolfgang Hammes Organ, Casio
Mike Lehecka Bass
Fred Scholl Drums
Produziert von: Marcel Sude & Loony Länge: 44 Min 51 Sek Medium: CD
1. High On Nicotine7. Sheep
2. Velocity8. People
3. Be A Mover9. Glue
4. It's My Time10. Space
5. DNA11. Going Nowhere
6. Satellite12. Elevator

Da bewahrheitet sich mal wieder der alte Spruch "Gut Ding will Weile haben"! Das - wie heißt es doch so "schön" - für jede Band ach so "schwierige" zweite Album, in diesem Fall für das saarlandische Quintett, ist endlich draußen. Die Aufnahmen für "The Strange And Certain Kind" hatten bereits 2002 begonnen, und zwar noch mit dem "alten" Drummer Fred Scholl (ihn hat inzwischen die "saarländische Schlagzeugerlegende" Thomas Trittelvitz adäquat ersetzt). Dann überwarf man sich mit dem bis dato avisierten Label, es passierte nix, und man musste nach einer neuen Firma Ausschau halten.
Aber die Loonys sind ja schon einiges gewohnt, wurden in punkto Geduld des öfteren auf die Probe gestellt. Seit über zehn Jahren gibt's die Truppe schon; Lehrgeld hat man seinerzeit - Mitte der 1990er Jahre in London und im Norden Englands - ausgiebig gezahlt. Aber sie lassen sich nicht unterkriegen und legen endlich das langerwartete zweite Album vor.

Und was kriegen wir auf die Ohren? Klaro: Es ist Brit-Rock, es ist Power-Pop; nicht von ungefähr nennen sie u. a. THE JAM, THE CHARLATANS oder auch (die frühen) BLUR als ihre Vorbilder.
Alle zwölf Songs stammen aus der Feder von Frontmann Nils Crauser; durchweg stramme Losgeh-Nummern wie z. B. der Opener Be A Mover oder Velocity. Stramme Gitarren- und satte Orgelklänge geben die Richtung vor, unterlegt von einer kongenialen Rhythmsection. Das kommt rau und schnörkellos; quasi "aus dem Rhythmus" fallen z. B. der Midtempo-Song It's My Time oder die Akustik-Ballade Satellite.

Vielleicht klingt das alles nicht mehr so ganz taufrisch; sei's drum. Die Platte macht Spaß und sollte nicht nur die eingeschworenen Fans im Südwesten animieren, mal die Loonys auch live zu erleben.

Roland Schmitt, (Artikelliste), 12.01.2006

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