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| Live At Montreux 2004, Eagle Vision, 2008 |
| Jonathan Davis |
Vocals |
| Brian Welch |
Guitars |
| James Shaffer |
Guitars |
| Reginald Arvizu |
Bass |
| David Silveria |
Drums |
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Länge: ca. 75 Min |
Medium: DVD |
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| 1. Right Now | 9. Freak On A Leash |
| 2. Break Some Off | 10. A.D.I.D.A.S. |
| 3. Got The Life | 11. Dead Bodies Everywhere |
| 4. Here To Stay | 12. Did My Time |
| 5. Falling Away From Me | 13. Another Brick In The Wall / Goodbye Cruel World |
| 6. Blind | 14. Faget |
| 7. Shoots And Ladders | 15. Somebody Someone |
| 8. One | 16. Y'All Want A Single |
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Das waren noch Zeiten, als man am Ufer des Genfer Sees zu gepflegten, launchigen Jazz-Kompositionen lässig mit den Fußspitzen wippen konnte, dabei an einem wohltemperierten Glas Rotwein nippte und sich von den Fähigkeiten der Künstler auf der Bühne in ein chilliges Wochenende begleiten ließ. 3 Tage Musik vom Feinsten und Besten aus dem Angebot der Jazzmusik. So oder ähnlich muss es wohl gewesen sein, als 1967 zum ersten Mal dieses Festival auf der Landkarte der Musik auftauchte. Im Laufe der Zeit wurde das Montreux-Festival nicht nur immer länger, sondern es wurde auch musikalisch abwechslungsreicher. Immer häufiger tauchten Namen aus anderen Genres der Musik auf. So bauten ihre Verstärker und Instrumente solch illustren Gäste wie LED ZEPPELIN, Marianne Faithfull, Mike Oldfield, DEEP PURPLE, JETHRO TULL, AUDIOSLAVE und andere Damen und Herren der rockenden und popmusizierenden Zunft am Genfer See auf. Auch Frank Zappa schaute kurz vorbei, fand am Ort solch einen Gefallen, dass er kurzerhand entschied, diesen zu einem späteren Zeitpunkt zu musikalischen Ehren werden zu lassen und - ganz uneigensinnig - einer anderen Band dadurch zu weltweitem Ruhm und Anerkennung zu verhelfen.
Zum 38. Festival hallte aus tausenden Kehlen zum Ende eines Konzertes der Schlachtruf "Fuck that shit!" und glückselig gingen danach viele nach Hause. Was war geschehen? DIE Nu-Metalband aus den Staaten von Amerika war geladen, kam, sah und legte alles sprichwörtlich in Schutt und Asche. KORN standen in der Schweiz auf den Bühnenbrettern und passten mit ihrer Musik eigentlich so gar nicht wirklich zu dem Festival. Aber die Organisatoren hatten schon immer ein Händchen für Ausgewogenheit und dafür, dass das Festival nicht aussterben soll. Also mussten auch Bands auf die Bühne, mit denen vielleicht ältere, Rotwein genießende Zuhörer nicht allzu viel anfangen konnten und können.
Mit KORN hatte man eine Band geladen, die sich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens befand. Alle waren noch an Bord dieser Formation, die zum Vorreiter eines ganzen Genres wurde. Man befand sich in der laufenden "Take A Look In The Mirror"-Tour und war damit noch in Originalbesetzung mit Brian Welch an der siebensaitigen Gitarre und David Silveria an den Drums. Die KORN-Welt war in Ordnung und mit entsprechend breiter Brust trat man vor die Massen.
Die Setlist weist schon daraufhin, dass in den 75 Minuten des Gigs kein Auge trocken und kein Fuß ruhig blieb und zum Rotwein trinken die Zeit und Ruhe fehlte. Das Herz hüpfte wie die Masse vor der Bühne bei Songs wie Falling Away From Me, Blind, A.D.I.D.A.S. oder dem bereits erwähnten Y'All Want A Single. Zusätzlich gab es noch eine "kornsche" Version von PINK FLOYDs Another Brick In The Wall, bei dem die Steine von ganz alleine aus der Mauer flogen. Auch die Showeinlage mit dem Dudelsack bei Shoots And Ladders durfte nicht fehlen, ebenso wenig die Covereinlage von METALLICAs One. Dass die Jungs auch ruhiger können, bewiesen Brian Welch an der Gitarre und Reginald Arvizu am Bass beim Intro zu A.D.I.D.A.S.. Man möchte den beiden noch das entsprechende Lagerfeuer zur Atmosphäre spenden, aber so schnell wie der Moment vorbei ist, hätte man nicht mal die Scheite angefeuert.
Alles in allem eine Anschaffung die sich lohnt und die in keiner DVD-Sammlung für anspruchsvollen Metal fehlen darf. Grade auch deswegen, weil man den ganzen Bombast einer KORN-Show über Bord geworfen hat und sich somit voll und ganz auf die Musik konzentrieren kann.
Warum die DVD allerdings erst jetzt auf den Markt gestellt wird ist mir etwas schleierhaft.
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