|
Kleinkrieg:Säure |
![]() |
|
|
|
Stefan Kleinkrieg? Etwa der EXTRABREIT-Kleinkrieg? Ja, genau der! Sicher wenden die ersten Leser jetzt schon angewidert das Gesicht ab. Selber schuld, denn EXTRABREIT waren mehr als nur Hurra, hurra die Schule brennt, Flieger grüß mir die Sonne und Für mich soll's Rote Rosen regnen. Doch EXTRABREIT lösten sich 1998 auf, offiziell weil der Zeitpunkt einfach günstig war. KLEINKRIEGs "Säure" ist glücklicherweise kein lauer Aufguss der unbekümmerten, fast schon naiven Lockerheit, die EXTRABREIT besonders in ihren Anfangstagen kultivierten, sondern ein modernes hartes Rockalbum, natürlich mit deutschen Texten, geworden. 'Neue deutsche Härte'? Irgendwo schon. Elektronische Sounds, fette tiefergestimmte Gitarren, plakative Texte... so groß ist die Distanz zu RAMMSTEIN, OOMPH oder auch den frühen SCHWEISSER nicht. Das Beeindruckende an der Scheibe ist jedoch vor allem ihre finstere, bedrohliche, fast schon eisige Atmosphäre. Viele der Songs hätten sich von der Stimmung her hervorragend als akustische Untermalung für einen Film wie "The crow" geeignet. Lediglich die etwas ruhigeren Ein guter Mensch und Über die Grenzen fallen aus dem Rahmen, verhindern damit aber auch gleichzeitig, dass "Säure" zu eindimensional gerät. Dieses Album ist eine faustdicke positive Überraschung. Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste) 30.10.2001 |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|