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| Keith Urban In The Ranch, Capitol Records Nashville, 2004 |
| Keith Urban |
Lead & Background Vocals, Guitars, Banjo, Keyboards |
| Peter Clarke |
Drums |
| Jerry Flowers |
Bass |
| Tony Harrell |
Keyboards |
| Tony Harrell |
Piano |
| Johnny Neel |
Hammond B-3 |
| Eric Silver, Joe Spivey |
Fiddle |
| Buck Reid |
Steel Guitar |
| Peter Clarke |
Percussion |
| Jim Horn, Gary Gazzaway |
Horns |
| Charlie McMahon |
Didgeridoo |
| Jerry Flowers, Richard Nord, Vernon Rust |
Background Vocals |
| Produziert von: Keith Urban, Miles Copeland, Monty Powell & The Ranch |
Länge: 46 Min 54 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Walkin' The Country (4:11) | 8. Hank Don't Fail Me Now (3:18) |
| 2. Homespun Love (3:50) | 9. Tangled Up In Love (3:59) |
| 3. Just Some Love (3:45) | 10. Clutterbilly (3:23) |
| 4. Some Days You Gotta Dance (4:11) | 11. Man Of The House (4:06) |
| 5. My Last Name (3:48) | 12. Ghost In The Guitar (3:47) |
| 6. Desiree (4:15) | 13. Stuck In The Middle (4:11) |
| 7. Freedom's Finally Mine (4:15) | 14. Billy (4:11) |
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Nie machte eine Wiederveröffentlichung mehr Sinn als im Fall Keith Urban in The Ranch.
Was für ein grandioses Album, bei dem man sich als Kenner der Szene spontan fragt,
warum KU erst eine Solokarriere starten musste, um letztendlich Anklang bei der Masse der
New-Country-Hörerschaft zu finden. Denn er und seine beiden Kumpels Jerry Flowers und Peter Clarke erledigen ihren Job par excellence.
Gut, im Prinzip regiert der Sonnyboy auch dieses Werk an allen Ecken und Enden, und nur
in Nuancen kann man Unterschiede zu seinen bisherigen Soloscheiben feststellen.
Diese Platte ist ohne Zweifel etwas rootsiger und erdiger, ja sogar etwas rockiger
ausgefallen als zum Beispiel "Golden Road", klingt aber trotzdem ungemein modern und
frisch, so dass sie sicherlich auch für Liebhaber von Stilarten in der näheren Umgebung
des New-Country interessant sein könnte.
Ergänzt wurde das Original von 1997 um zwei unveröffentlichte Songs: Billy, ein bluesiger Countryrocker und eine Coverversion von Stuck In The Middle With You. Gerade beim letztgenannten Stück der Herren Egan und Rafferty (STEALERS WHEEL), das ich
eigentlich nie leiden mochte, gelingt es dem Trio in genialer Weise der alten Staubklamotte
ein Komplettlifting zu verpassen. Fast so, als wenn man aus Angela Merkel eine Giselle Bündchen zaubern würde! Absolute Klasse!
(Lächerlich! Das wäre ja, als ob man aus RWE den wunderbaren FCB machen würde. Der Kaiser)
Dazu kommen zwei Videoclips von Walkin' The Country (herrlich flockig rhythmischer
Song mit starker Banjo- und E-Gitarrenarbeit) und dem abwechslungsreichen Instrumentalstück Clutterbilly, wo KU einmal mehr beweist, welch großartiger Gitarrist in ihm steckt.
Den Rest in möchte ich kurzen Stichworten schildern.
Flottere Nummern:
Homespun Love - Semiakustischer Rhythm'N'Blues
Some Days You Gotta Dance - wie der Titel es bereits andeutet, tanzbares
Gute-Laune-Rock'N'Roll-Stück
Freedom's Finally Mine - Country-Rocker mit Southern-Flair
Hank Don't Fail Me Now - NASCAR-Sampler-tauglicher Boogie mit schönem E-Solo
Balladen/Midtempo:
Just Some Love - tolle Melodie, kurze E-Gitarren- und Fiddleeinsätze
My Last Name - erinnert ein wenig an The Thunder Rolls von Garth Brooks, sehr
atmosphärisch
Desiree - starker Text, Tempowechsel beim Refrain, Einsatz von zweiter Gesangstimme,
die sich nach Drew Womack von SONS OF THE DESERT anhört, ist allerdings im
Booklet nicht erwähnt, mit überraschendem Mini-Southern-Gitarrenfinish!
Tangled Up In Love - locker, entspannend mit wunderschöner spanischer Akustikgitarre
und nettem Harmoniegesang
Man Of The House, Ghost In The Guitar - beide ein wenig westcoastgetränkt, könnten aus dem EAGLESrepertoire stammen, letztgenanntes mit dezentem Hotel-California-Touch
So kann man guten Gewissens feststellen, dass Keith Urban mit diesem Album nachhaltig
unterstrichen hat, dass er ohne Wenn und Aber zu den ganz Großen der New-Country-Szene gezählt werden muss.
Das gute Teil ist natürlich bei Bärchen Records erhältlich, wie auch eine relativ günstige DVD mit sechs Videoclips von Stücken seiner jeweils letzten zwei Studiowerke, die recht nett anzuschauen sind, allerdings aber schon zum Teil schon in Country-Roads gezeigt wurden.
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