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| In Disguise, Firebird, 2005 |
| Fizzy |
Vocals |
| Pete Ceha |
Guitar, Backing Vocals |
| Chris "Jödi" Johnson |
Guitar |
| Michael Schafroth |
Keyboards |
| Fabian "Fäbe" Wyrsch |
Drums |
| "Benny" Eugster |
Bass, Backing Vocals |
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Länge: 31 Min 07 Sek |
Medium: CD |
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| 1. My Realms | 5. Killer |
| 2. Lonely In The Night | 6. Behind The Mask |
| 3. Wonderland | 7. Chess |
| 4. Rainy Day | 8. Once Again |
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Aha, Schweizer. Also mal wieder ein Melodic Rock Schönfärber-Act der Kategorie SHAKRA und Konsorten. Aber, Überraschung, die junge Kapelle mit dem nicht besonders originellen Namen HARLEKIN hat ganz anderes Tongut im Ärmel. Ziemlich fetzigen Street Rock nämlich. Das ist doch mal eine erfreuliche Abwechslung zum sonstigen Einheitssound aus Helvetia.
Die Biographie der Band ist schnell erzählt, schließlich ist der älteste Musiker grade mal 21 Jährchen alt und die musikalische Laufbahn der Züricher ist dementsprechend kurz. HARLEKIN gibt es ein gutes Jahr und der Sänger war vorher mit einer Horde Punker unterwegs. Fertig. Ach ja, der Keyboarder heißt Michael Schafroth und ist nicht mit Michaela Schafrath, aka Gina Wild, verwandt.
"In Disguise" ist natürlich die erste CD der Jungs und in Anbetracht des Alters und der Unerfahrenheit dann doch ziemlich gut geworden.
Wie es sich für eine Horde jugendlicher Musiker gehört, haben HARLEKIN das eine oder andere Stilproblem. So ganz konsequent auf einer Linie sind die Songs (noch) nicht. So sind beispielsweise die Punk-Roots nicht wirklich punkig und mancher Ton aus dem Keyboard klingt eher klassisch nach Erwachsenenrock als nach "dreckigem Rock mit Punk-Einflüssen", der im Info bemüht wird. Einigen Nummern hängt auch (noch) ein gewisser Übungsraum-Touch an, da wird gerne mal ein wenig gejammt und probiert und gelegentlich sogar in progressiven Gefilden gewildert (Behind The Mask). Überhaupt nicht schlimm, nur so kann sich Großes entwickeln.
Völlig überzeugend sind hingegen die Gitarren. Der (inzwischen ausgestiegene) Rhythmusgitarrist legt einen soliden Unterbau und Solist Pete schraubt handfesten Rock & Roll darauf fest und liefert locker das eine oder andere hochkarätige Solo.
Ein wenig komplizierter ist der Gesang zu sehen. Hinter den durchaus ambitionierten Texten verbirgt sich mit Fizzy ein junger Mann, der dem Anspruch in Momenten (noch mal noch) nicht ganz genügen kann. Da fehlt zwangsläufig die eine oder andere Flasche Hochprozentiges und/oder diverse Rauchwaren.
"In Disguise" ist ein hübsches Debut geworden, lässt für die Zukunft genügend Spielraum nach oben und könnte in 10, 15 Jahren eine gesuchte Rarität werden - wenn die Band durchhält und ihren Weg konsequent weitergeht. Respekt.
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