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Goethes Erben:Nichts bleibt wie es war |
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GOETHES ERBEN verstehen sich als Musiktheater. Dementsprechend gehen die Texte mit der Musik eine gewichtige Allianz ein. Eins funktioniert nicht ohne das andere. Gebt euch auch nicht der Illusion hin, "Nichts bleibt wie es war" zwei, drei Mal nebenher zu hören und dann dieses Werk in seiner Komplexität und Größe erfasst zu haben. Allein zu zweit, allein verlassen! (aus Der Eissturm). Zunächst sind es die harten, schnellen Stücke, die sich ins Bewusstsein einbrennen, wie eben der Eissturm, Himmelgrau oder Mensch sein, das in starken drei Minuten jegliche menschliche Existenz auf ihre Essenz reduziert beschreibt und mit einem schockierenden Schluss! das Album abrupt beendet. Von ganz allein entsteht die Sehnsucht nach Beschaulicherem. Erst ist es der Glasgarten, der durch den Gastauftritt von Peter Heppner Assoziationen an Joachim Witts "Bayreuth"-Album weckt, an dem der WOLFSHEIM-Sänger ebenfalls beteiligt war. Dann Paradoxe Stille.... "Nichts bleibt wie es war" ist ein musikalisches Meisterwerk, das, von melancholisch bis treibend hart, die gesamte Bandbreite düsterer Musik abdeckt und bei dem vor allem die häufig eingesetzte Violine Akzente setzt. "Nichts bleibt wie es war" - der Name des Albums ist Programm, doch Was war bleibt. Oft werde ich gefragt, was ein Album auszeichnen muss, damit es für mich zu etwas Besonderem wird. Ich pflege dann zu antworten: 'Es muss mich bewegen!'. Nichts bleibt wie es war tut dies definitiv. Es bewegt mich höchstens zum Abschalten des Geräts oder nach einem Burger mit Fleisch zu gieren... Das ist keine Musik, die ich hören möchte. Der Satz wäre auch schon gut, wenn's nur hieße: Das ist keine Musik. Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 15.02.2002 |
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