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Lovehounds (From Hell!!!)

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Lovehounds (From Hell!!!)
Lovehounds (From Hell!!!), Eigenvertrieb, 2005
Eddy Clifford Guitar, Vocals
Diva Don Marco Guitar, Vocals
Mississippi Murdoc Bass, Vocals
Evil Pete Drums, Vocals
Länge: 27 Min 16 Sek Medium: CD
1. Binch Drinkin'4. BJ Betsy
2. She's Got Wheelz5. Gamblin' Ville
3. She Says...6. Lovehounds (From Hell!!!)

Es macht schon Spaß, wenn man als außenstehender Berichterstatter die Entwicklung einer Band verfolgen kann. Vor zwei Jahren hatten GAMBLIN' CREW ihr zweites Demo "Masters Of Love" vorgestellt und jetzt liegt die erste korrekte Studioproduktion vor.
Völlig unbeirrt von irgendwelchem Zeitgeist haben die vier Frauenhelden die letzten zwei Jahre im Frisiersalon verbracht und weiter an der Perfektionierung der High-Heels School of Rock gearbeitet und herausgekommen ist der gänzlich klischeefreie (hüstel) Sixtracker "Lovehounds (From Hell!!!)". Ein wenig kurz, meine Herren, schließlich ist der Anspruch doch, den guten alten Stadionrock zurück ins Geschehen zu bringen. Aber egal, der Unterschied zwischen Männlein und Weiblein beträgt schließlich auch nur 8 Zentimeter (plus die ins Höschen geschobene Klopapierrolle), widmen wir uns also der tiefschürfenden Analyse dieses möglicherweise Cock'n'Rock-Geschichte schreibenden Werkes.

An "Masters Of Love" gab es letztlich nur einen grundlegenden Kritikpunkt: Den Gesang. Und genau daran haben die Herrschaften mit den seltsamen Namen gearbeitet. Anno 2005 klingt das wesentlich besser und befreit von schiefen Tönen. Gesungen wird immer noch abwechselnd oder gemeinsam, doch der Stimmbruch ist überwunden und das werden ihnen "all the beautiful ladies we shared bed with" sicher danken (also ehrlich, als Band aus der norddeutschen Provinz sowas auf ein CD-Cover zu schreiben ist schon dreist).
Insgesamt klingt "Lovehounds..." recht ordentlich produziert. Offensichtlich hat ein Mensch mit funktionierenden Ohren an den Reglern geschraubt.

Auch beim Songwriting hat sich die Crew weiterentwickelt. Man ist jetzt eine amtliche Fortführung so weltbewegender Schminktöpfe wie POISON, MÖTLEY CRÜE oder KISS (das Intro zu She Says... ist notengetreu geklaut), und weil das grundsätzlich nichts ehrenrühriges ist, sollte dem Einzug in die Make-Up-Hall-of-Fame nichts mehr entgegenstehen.
Die Gitarren braten gut, der Groove passt, die Poserrock-üblichen Vorgaben werden voll erfüllt und die Melodien gehen gut ins Zentrum.
Weitermachen, Jungs, und nie den Humor verlieren!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 10.07.2005

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