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25: All Access Tonight

Live In Concert
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25: All Access Tonight - Live In Concert
25: All Access Tonight - Live In Concert , Eagle Vision, 2004
Lou Gramm Lead Vocals
Mick Jones Lead Guitar, Keyboards, Lead Vocals
Bruce Turgon Bass
Ton Gimbel Guitar, Sax
Jeff Jacobs Keyboards
Denny Carmassi Drums
Länge: ca. 85 Min Medium: DVD
1. Introduction7. Dirty White Boy
2. Double Vision8. Feels Like The First Time
3. Cold As Ice9. Urgent
4. Head Games10. Juke Box Hero
5. Fool For You Anyway11. Hot Blooded
6. That Was Yesterday12. Bonus feature: I Want To Know What Love Is

Was erwartet man als oberflächlicher FOREIGNER-Kenner von einer Live-DVD zum 25-jährigen Bestehen der ehemaligen US-Vorzeige-Rocker, die in den Achtziger Jahren für viel Furore gesorgt hatten?
Natürlich volle Stadien und Hallen, die großen Hits, eine routinierte Band, Glamour, einen Bilderrausch mit nostalgischen Rückblenden, kreischende Fans, das eine oder andere Statement der beteiligten Musiker oder anderer Größen, vor allem aber eine bombastische Show des genialen Songschreibers und Gitarristen Mick Jones und des charismatischen Frontmannes Lou Gramm.
Doch weit gefehlt, allerdings auch aus nachvollziehbaren Gründen, wie die Recherche ergab.
Lou Gramm leidet sichtlich noch immer nach der operativen Entfernung eines Gehirntumors an den Folgen des Eingriffs. Die Rückkehr auf die Bühne hilft nach eigener Aussage trotz aller Risiken bei der Verarbeitung des Ganzen.
Und mit diesem Hintergrund bringt man dann auch Verständnis für dieses recht bedrückend erscheinende Dokument auf, und man freut sich letztendlich darüber, dass Lou das nötige Selbstbewusstsein aufzubringen scheint, sich den Belastungen einer solchen Tour gestellt zu haben. Natürlich muss man auch vor Mick Jones den Hut ziehen, der seinen einstigen Mitstreiter, mit dem das Tischtuch ja sehr lange zerschnitten war, mit aller Kraft zu unterstützen versucht.

Kommen wir zum Inhalt. Gefilmt wurde 2002 in den Staaten, Mexiko und Kanada mit nur einer einzigen Kamera von Justin Bourgerie, dessen Eindrücke im begleitenden Booklet abgedruckt sind. Das Ganze hat dann auch so was wie einen Privatfilm-Charakter. Von den Ursprungsmitgliedern der Band sind nur noch die beiden Hauptakteure dabei.
Das A und O ihrer Hits wird natürlich gespielt, dazwischen gibt es kurze Einblendungen vom Tourleben: Check-In in einem Hotel, Pressekonferenz, Soundcheck und Touren im Bus. Alles recht unspektakulär, leise und schon fast einsam wirkend.

Mick Jones ist immer noch ein Ausnahme-Gitarrist, die immer höher werdende Stirn zeigt, dass auch an ihm der Zahn der Zeit genagt hat und verrät, was mir angesichts meiner nicht wegzuleugnenden Geheimratsecken wohl bevorstehen wird...
Bei Songs wie Head Games, Feels Like The First Time oder Urgent zaubert er regelrecht auf seiner Gibson Les Paul. Beim absolut überragenden Rocker Hot Blooded, der 'very british' rüberkommt, beackert er eine Gibson Explorer in filigranster Weise.
Stark natürlich auch das berühmt berüchtigte Sax-Solo bei Urgent, das Tom Gimbel sichtlich aus der Puste brachte. Lou Gramm kämpft sich im Rahmen seiner Möglichkeiten durch die Songs. Er ist äußerlich aufgequollen und öfter unsicher in seinen Bewegungen. Probleme gibt es, wenn der einstige Poser und Irrwisch in die hohen Tonlagen muss, er manöveriert sich aber meistens dann doch mit seiner ganzen Routine aus der Bedrängnis. Man spürt, dass er mit Spaß bei der Sache ist und so fordert er auch zwischendurch mal das Publikum zum Schlagabtausch heraus.
Ein wenig Glamour gibt es dann aber doch beim Bonus Feature von I Want To Know What Love Is, aufgenommen bei der Night Of The Proms in Antwerpen, Belgien. Ein volles Rund, Mick und Lou begleitet von einem monströsen Orchester. Da überkommt einen dann doch noch das berühmte Gänsehaut-Feeling.

Letztendlich bleibt einem aber doch die Erkenntnis, die für den einfachen Mann wie auch für den Superstar gleichermaßen zu gelten scheint: Es geht doch nichts über die Gesundheit im Leben...

Daniel Daus, (Artikelliste), 11.06.2004

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