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The Reckoning

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SPV
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All Music Guide (englisch)

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The Reckoning
The Reckoning, Silverwolf Productions/SPV, 2009
David Ellefson Bass
Dale Steele Vocals
John Davis Guitars
Steve Conley Guitars
Jimmy Degrasso Drums
Länge: 41 Min 07 Sek Medium: CD
1. No Excuse7. Wake Up
2. I Am The Taker8. Cause For Concern
3. The Reckoning9. My End
4. Rank And File10. Control
5. Love Is Dead11. Final Hour
6. Through Hell

F5 kommen aus Amerika. F5 spielen Metal. F5 spielen amerikanischen Metal, wie man ihn schon von Bands wie NICKELBACK oder auch DISTURBED kennt. Also weiß man auf was man sich einzustellen hat, wenn man den Rundling mit der Abrechnung ("The Reckoning") in den Player stopft. Und ich werde nicht enttäuscht. Es rockt, es groovt und es geht ab. Die Nackenmuskulatur bekommt ihr Fett weg und kann sich hingebungsvoll zu den Riffmonstern aus den Händen der beiden Gitarristen Davis und Conley die Kante geben. Im Tiefenbereich sorgt Mastermind David Ellefson für das richtige Gerüst und den entsprechenden Drive.
Richtig gelesen: David Ellefson, der Mann, der sich 2002 so mit Mr. Mustaine von MEGADETH in dessen rote Locken kriegte, dass er den Dienst an den dicken Saiten dort quittierte. Drei lange Jahre musste die Menschheit warten, bis er sich mit seiner Band F5 das erste Mal Gehör verschaffte. Das Debüt "A Drug For All Seasons" liegt mir leider nicht vor, soll aber ganz gut angekommen sein.

Wie auch immer, bereits 2007 erfreute sich Amerika der zweiten Veröffentlichung, die in Europa nun endlich auch erhältlich ist. Die eingangs erwähnten NICKELBACK spielen hier nur eine leichte Orientierungshilfe, genau wie DISTURBED. Würden die erstgenannten etwas mehr Dampf auf ihre Verstärker packen, könnten sie durchaus mit F5 mithalten (mit "Dark Horse" gehen sie schon gut in die richtige Richtung) und mit den letztgenannten darf sich Dale Steele als Sänger vergleichen lassen, obwohl er schon seine eigene Facette im Gesang hat. Weiter zu erwähnen ist noch, dass sich hinter der Schiessbude inzwischen ein Wechsel ergeben hat. Mr. Ellefson holte sich für die Rhythmusarbeit seinen alten MEGADETH-Weggefährten Jimmy Degrasso. Wer jetzt aber meint, hier wären Mustaine-Klone am Werk täuscht sich, auch wenn nicht ganz von der Hand zu weisen ist, bei wem die beiden Mannen eine Zeit in Lohn und Brot standen. So manches Riff hätte auch gut aus den sechs Saiten des streitbaren Rotschopfs hoppeln können.

Was mich an der druckvoll produzierten Scheibe etwas stört, ist, dass sie keine wirklichen Höhepunkte aufweisen kann - dafür aber mit jedem Song echte "Filler" aufweist. Hier wird nicht belanglos Riff an Riff gefrickelt, wie es andere Bands gerne tun, nein, in hörertauglichen durchschnittlichen 4 Minuten je Song wird alles gesagt, was zu sagen ist. So muss Metal sein.
Amüsant finde ich, dass der Song mit dem Titel Love Is Dead beinahe zum Schunkeln einlädt, so einen Ohrwurmcharakter hat der Refrain. Alles in allem eine mehr als ordentliche Scheibe, die genauso überraschend endet, wie sie beginnt: Nämlich einfach weg - zack, bumm, aus, Ende. Kein Ausklingenlassen der Instrumente, einfach Finito, Game Over, nach 41 Minuten ist der Spuk vorbei, der Drops gelutscht und der Finger wandert fast von alleine zur Repeat-Taste um sich das Ganze noch mal zu geben. [Und das, obwohl die Scheibe keinerlei Höhepunkte aufweist. So ist halt unser Friedemann. Red.]

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 07.02.2009

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