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| Shout It Out, BMG, 2004 |
| Elli |
Vocals |
| Philipp Grüll |
Guitar |
| Andreas Dombert |
Guitar |
| Andreas Schellinger |
Bass |
| Manfred Mildenberger |
Drums |
| Dirk Riegner |
Keyboards, Programming |
| Produziert von: Frank Bornemann |
Länge: 45 Min 39 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Ready steady go | 7. All things |
| 2. Not my type | 8. Leavin' |
| 3. I surrender | 9. Close to me |
| 4. This is my life | 10. Slippin' away |
| 5. Shout it out | 11. Shine |
| 6. In my dream | 12. Strong enough |
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Irgendwie musste man ja fast damit rechnen. Aber insgeheim spekulierte ich schon mit einem glimpflicheren Ausgang dieser Besprechung, weil der ambitionierte "Superstar" Elli mit dieser recht ausdrucksstarken Stimme sicherlich zu mehr fähig gewesen wäre.
Allein der Schritt, sich vom DSDS Haus- und Hofproduzenten Dieter Bohlen zu trennen, lässt auf ein starkes Ego schliessen. Ihre Absicht, fortan als richtige Rock-Sängerin zu reüssieren erwies sich als logische Konsequenz ihrer langjährigen musikalischen Ausrichtung.
Elli (Jahrgang 1979), die bereits im zarten Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspielen begann und als Teenager mit der Combo PANTA REI ihre rockmusikalischen Band-Erfahrungen startete, weiss demnach auf ihrem Debut "Shout it out" durch voluminöse und halbwegs variable Stimmkraft zu überzeugen und erfüllt ihre eigenen Rock-Ansprüche sicherlich ganz gut.
Die Entscheidung, Frank Bornemann als Produzenten zu wählen, der immerhin schon gestandene Rock-Acts wie GUANO APES, HELLOWEEN, RUNNING WILD, VICTORY und PINK CREAM 69 bediente und höchstselbst bei ELOY als deutsches Rock-Urgestein Karriere machte, schien somit recht sinnig.
Der stromlinienförmige, chartstaugliche Allerweltssound für den ich-hör-Musik-nur-so-nebenbei-Käufer geht für eben diese Klientel dann sicher auch in Ordnung. Der Rezensent kann jenem gleichförmigen Einerlei aus sämigen Keyboardgeschwurbel und zu weit nach hinten gemischten zahnlosen Gitarren allerdings keine erregenden Momente abgewinnen.
Zu allem Überdruss gesellt sich zu diesem Mega-Mainstream-Sound noch eine relativ triste Auswahl von Songs, die immerhin von so namhaften Kollegen wie Rea Garvey (REAMONN) oder auch Robbie Williams' ex-Songwriter Guy Chambers zur Verfügung gestellt wurden. Doch es sind auch mit viel Wohlwollen keine echten Highlights auszumachen. Alles fliesst unauffällig vorüber... regt nicht an, regt nicht auf, törnt aber auch nicht ab. Ganz nett irgendwie.
Dass Elli absolut in der Lage ist, passable Songs für sich selbst zu schreiben, beweist sie mit dem lebensbejahenden All things. Klingt wie eine leider nicht ganz ausformulierte Hommage an den "Joshua tree"-Ära-U2-Sound, der statt zupackender Edge-Gitarren auf wasserfarbene Keyboards setzt. Dieser Song in einem dynamischeren Umfeld, ja Elli, das wär's doch gewesen. Auch das von ihr als Co-Autorin mitgestaltete Close to me zeugt von vorhandenem Talent.
Doch wie gesagt, der Gesamteindruck von "Shout it out" wird so nicht über die Durchschnittsgrenze gehoben. Schade eigentlich... denn nette Mainstream-Alben von austauschbaren Sing-Marionetten gibt's doch schon zuhauf. Wenn sich aber einige zehntausend (oder mehr) Einheiten verkaufen lassen, wird sich das Produktionsteam bestätigt sehen, Elli freut sich ebenfalls und diese Rezension verpufft im riesigen Meer bedeutungsschwangerer Besserwisserei.
Note 4-
Es hätte schlimmer kommen können.
Ich verfolge ja DSDS und Konsorten grundsätzlich nicht, aber mit der ex-PANTA REI Rock-Röhre wurde bei der zweiten Staffel dieser lächerlichen Farce vermutlich eine der Besseren aufs Treppchen gehoben. Immerhin hat Elli ein wenig Vita vorzuweisen und wenn durch die Produktion nicht alle Ecken und Kanten gnadenlos glattgebügelt und auf Radiotauglichkeit getrimmt worden
wäre, hätte "Shout It Out" durchaus ein passables Debut ergeben können.
So aber gehen die Songs in ein Ohr rein und durchs andere wieder raus ohne das was hängen bleibt. Immerhin tut die CD nicht weh und im Autoradio würde ich Elli auch nicht zwanghaft wegzappen, also fällt meine Wertung irgendwo zwischen Neutral und Banal, ob 3 Minus oder 4 Plus mag ich aber nicht entscheiden
Für die 10-14jährige Bravo-Kundschaft auf anrüchig getrimmte "Bohlen sucht den Superstar" Gewinnerin mit ihrem ersten Album. Sicherlich eine der besseren Bohlenschen Fehlleistungen (grade weil er seine Finger produktionstechnisch nicht im Spiel hatte), aber nicht wirklich gut. Popmusik mit Ohrwurmcharakter für die Charts, Klingelton-Download-kompatibel. Nebenbei, Melissa Etheridge gibt es schon, davon braucht's keine Kopie. Nicht dass dieses Album songwritingmäßig auch nur annähernd an die echte Melissa ran käme, die Ähnlichkeit der Stimme ist jedoch verblüffend.
Note: 5-
Eine CD die keinem weh tut. Harmlose Popsongs reihen sich aneinander. Dabei ist die Produktion eher durchschnittlich. Etwas mehr Pepp hätte der ganzen Sache sicherlich nicht geschadet, zumal Elli auf dem Cover verwegen mit Gitarre posiert. Doch ihre guten Saiten kommen leider kaum zur Geltung.
Note: 4
Der Pumuckel aus 'Deutschland sucht den Superstar' steht auf Melissa Etheridge, nicht nur, aber auch musikalisch. Leider ist davon auf "Shout it out" relativ wenig zu hören.
Das liegt weniger am Songmaterial. Stücke wie Ready steady go oder In my dream hätten durchaus richtig gute, knackige Rocknummern abgeben können. Dann darf man allerdings dem Album keine so aalglatte Produktion verpassen, die einen unweigerlich und permanent an Celine Dion oder eine Showbühne eines Casinos in Las Vegas erinnert. Ein paar Balladen weniger hätten
sicher auch nicht geschadet.
Im Vergleich zu den akustischen Absonderungen der üblichen Superstar-Klone ist "Shout it out" trotzdem überraschend angenehm ausgefallen. Elli hat auf jeden Fall das Potential dazu, sich über den DSDS-Hype im Musikgeschäft zu etablieren, und wer weiß, vielleicht verleugnet sie ja beim nächsten Album ihre versteckte Rockerseele nicht zugunsten des Kommerzgedankens.
Note: 4
Mmh, ehrlich gesagt missfallen mir Werbebanner, jeglicher Art, auf Frontcovern von CDs. Solange es sich um musikrelevante Firmen, sagen wir Gibson, Fender, Jack Daniels handelt, komm ich damit noch klar, aber wenn da ZDF, Radio Charivari oder, wie in diesem Fall, RTL prangt, läuten bei mir die Alarmglocken.
Womit schon klar ist: Ich bin ein Anhänger von werbefreien Sendungen und Elli sagt mir zunächst mal nix. Dem üblichen RTL-Glotzer bestimmt schon eher. Wahrscheinlich stammt die Dame sowieso aus einer Vorabendserie (Marienhof? Mehr fällt mir net ein...) oder aus einem Container. Aber, hören wir mal.
Zunächst klingt das gar nicht so extrem schrecklich, immerhin sind anscheinend richtige Musiker und Instrumente am werkeln. Die Stimme der Göre, äääh... Entschuldigung, Dame, klingt auch erträglich. Erinnert mich an so 80er Jahre Geschichten wie Laura Branigan, Jennifer Rush und ähnliche. Also mit einem gewissen Anteil an Rock, der dem Pop-Fan noch gefällt. Irgendwie passt die Stimme auch nicht zum Bild auf dem Cover, aber sollte die aus dem Bohlen-Umfeld kommen, will das ja eh nix heißen.
3 Songs lang ist das eigentlich ganz erträglich, aber bei This Is My Life verzieht man schon etwas das Gesicht. Genauso hören sich die Titelsongs der angesprochenen Vorabendserien an und für mich immer das Zeichen das Programm zu wechseln. Der Titelsong schlägt in eine ähnliche Kerbe und nervt mit seinen Musikschulen-Gesangs-Akrobatik. All Things ist auch wieder so ein schleppender, nerviger Song aus der Ecke "Girlgroup singt Feuerzeug-Ballade". Brrrrr...
Ach, so geht's auch weiter. Wie in Leavin', finden sich immer Mal ein paar schöne Gitarren-Riffs und -Sounds, aber irgendwie reicht's dann doch nicht ganz. Es wird einfach zu beliebig und beiläufig. In Close To Me wird zwischenzeitlich punkig Gas gegeben und dann versandet auch das wieder...
Mir ist klar wie diese Musik funktioniert: Mit dem entsprechenden Video auf VIVA oder MTV! Oder als Titelsong der entsprechenden "privaten" Sendungen. Wer die Bilder zu den Songs im Kopf hat, sieht/hört diese Songs anders und genau für die Fans der entsprechenden Kanäle ist diese CD hier gemacht. Wer, wie ich, dann doch lieber eine Rockpalast-DVD einlegt, wird mit dieser Musik hier nicht konfrontiert und verpasst damit auch nichts.
Note: 4
Ein Bekannter sagte zu mir nach Abschluß der zweiten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar", als die Gewinnerin Elli in der Zeitung bekannt gegeben wurde (nee, gekuckt habe ich das nie): "Schau mal, Kübelböck ist jetzt eine Frau und hat gewonnen."
Aber da tut man Elli wirklich Unrecht: Im Gegensatz zu dem Eggenfeldener Einzeller kann sie schon singen. Aber das muss in bezug auf ihre Platte nix heißen. Also will ich mir das Werk mal anhören.
Song Nr. 1: War da was?
Song Nr. 2: Klingt so aufregend wie eine Tasse Kamillentee.
Song Nr. 3: Puh, ich sollte die Heizung ein wenig höher drehen. Ist doch ganz schön kalt geworden.
Song Nr. 4: lalalalalalalalalalalala
Song Nr. 5: Erinnert sich noch jemand daran, wer nach Rolf Schafstall Trainer beim VfL Bochum war? Heinz Höher?
Song Nr. 6: Wissenschaftler haben festgestellt, dass eine Henne in ihrem Leben bis zu 320 Eier legen kann.
Song Nr. 7: Huch, der ist ja länger als 4 Minuten. Ist aber auch der einzige Unterschied.
Song Nr. 8: Man sollte auch mal wieder ins Kino gehen.
Song Nr. 9: Ich finde es bedenklich, dass in der Toskana der Wein bereits nach 24 Monaten Riserva genannt werden darf.
Song Nr. 10: Huch, die CD läuft ja immer noch.
Song Nr. 11: Dostojewskij ist der Pickel auf der Nase der russischen Literatur (Zitat von Iwan Turgenjew).
Song Nr. 12: To be is to do (Kant). To do is to be (Sartre). Dobedobedo (Sinatra).
Eine Scheibe, so glatt wie ein nasser Hering, den man eingeseift hat. Nicht mal Kuschelrock-tauglich. Wer um Himmels Willen braucht so etwas?
Note 6, setzen.
Elli? ELLI?? ELLLLLIIIIII!!!! Geht's noch? Da hab ich mich so gefreut, dass bei "Deutschland sucht den Superstar" kein Bohlen-Gezücht gewinnt, dazu noch eine, der ich schon vor 2 Jahren
eine feine Stimme unterstellte und dann kommt so was. Ne Elli, hast Du Deine Eier auf dem Weg vom "Superstar" zur ersten eigenen Platte
verloren? Wer hat Dich denn so verbogen?
Das Ding heißt auch noch "Shout It Out", aber leider shoutet die Gute nicht. Herausgekommen ist ein "kreativer" Bastard zwischen Sarah Connor, Whitney Houston, Anastacia und ähnlichen Seicht-R&B Weibchen. Zu allem Überfluss ist die CD auch noch von Frank Bornemann (ja, der von ELOY) produziert. Wer ist da nun verzweifelter? Die BMG, die Elli, der Frank?
Logisch, es klingt alles perfekt poliert und geschliffen, allerhöchstes Niveau. Aber die Musik... oh Mann, Elefantensülze in Aspik. Ich stehe auf Popmusik, aber hier hat man bei der Songauswahl so dermaßen daneben gegriffen, dass der kommerzielle GAU vermutlich nicht zu vermeiden ist. Einzig bei Not My Type und In My Dream kommt die satte Stimme dieser Frau zur Geltung bzw. geht die Post wenigstens ein klein bisschen ab.
Wenn Elli sich mit diesem Machwerk wirklich identifiziert, dann stellt sich die Frage, ob sie mit ihrer alten Band PANTA REI ihre Fans belogen hat.
Das ist schlecht und gemäß unserer Notenskala ein gepflegtes EGAL = Note 5.
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