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| Rebel Road, Evangeline Records, 2008 |
| Edgar Winter |
Organ, Synthesizer, Percussion, Piano, Saxophone, Vocals |
| Matt Bissonette, Mark Meadows |
Bass |
| Dave Carpenter |
Acoustic Bass |
| Curt Coumo |
Organ, Percussion, Drums, Vocals, Synthesizer Banjo |
| Ross Hogarth |
Percussion |
| Abe Laboriel Jr., Matt Laug, Pete Maloney, Gary Novak, Jimmy Paxson |
Drums |
| Dean Parks |
Acoustic Guitar |
| Erik Ron |
Background Vocals |
| Cameron Stone |
Cello |
| Johnny Winter |
Guitar |
| Produziert von: Edgar Winter & Curt Cuomo |
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Medium: CD |
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| 1. Rebel Road | 7. I'd Do It Again |
| 2. Eye On You | 8. Texas Tornado |
| 3. The Power Of Positive Thinking | 9. Peace And Love |
| 4. Freedom | 10. On The Horns Of A Dilemma |
| 5. Rockin' The Blues | 11. Oh No No |
| 6. The Closer I Get | |
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Edgar Winter ist wieder da. War er denn jemals weg? Ist das der kleine Bruder von Johnny? Hat der nicht in der 70ern seine große Zeit gehabt, mit Frankenstein, Free Ride, Keep Playin' That Rock'n'Roll, und - der Übernummer - Tobacco Road mit Wolfman Growl.
Ja, hat er, und es ist wohl sein Schicksal - zumindest in meiner Wahrnehmung -, dass er nicht wirklich profiliert genug war, aus der zweiten Reihe herauszutreten und die Mannschaft zu führen - Management-Speak. Aber, damit kann man auch sein Geld machen und außerdem ganz gut überleben. Und das hat er wohl, wenn man ihn mit seinem Bruder Johnny vergleicht, der zwar noch lebt, aber wie…
Edgar wird in einschlägigen Werken der Rockpresse gerne als 'Multi-Instrumentalist' gewürdigt und gelobt; das ist so ein bisschen wie: "Prima, Junge, wie Du schon mit Messer und Gabel umgehen kannst!" Kann er, aber - zuerst kommt doch immer der Song! Auch bei Edgar Winter war das immer mehr der Blues, und das kommt dem neuen Album zu Gute.
"Rebel Road" als Titel weist ja schon so ein bisschen und mehr in USA's Süden: Boogie, y'all; oder doch zumindest Skynyrdscher Country-Bluesrock, und wenn dann noch die DOOBIE BROTHERS excluding Michael MacDonald Pate stehen, kann das auch nicht schaden.
Und, Freunde, genau da sind wir, und daher haben wir hier in der Mehrzahl wunderbare Up- und Midtempo Bluesrock-Stampfer.
Das heißt zwar: absolut kein bisschen Innovation, alles wie gehabt, aber auch: sau-gut. Mit Freude und Verstand und Könnerschaft gespielt. Man kennt die Songs bevor man sie hört, und genießt, wie das gespielt ist.
Rebel Road erinnert an Charlie Daniels Road Dogs. Los und ab geht die Post, bis knapp vor der Explosion am Ende. Eye On You ist ein Shuffle, und beklagt sich über die ständige Überwachung allerorten, komplett mit BEATLES-Harmonien im Mittelteil und Yellow Submarine-Background-Voice-Effekten im Chorus.
"Hello happiness, so long loneliness, say goodbye to negative thinking, here's to all my friends, everybody raise your glass to the power of positive drinkin'" - wer eine solche Zeile in seinem Song hat (Power Of Positve Thinking), kann nicht ganz verkehrt liegen, zumal wenn er sich auf Jesus beruft, der Wein ja schließlich in Wein verwandelt hat. Und wenn dann noch so ein scharfes Harp-Solo von Clint Black dabei ist, ist die Ernte eingefahren.
Freedom ist ein typischer Road Song, mit mehrstimmigem Chorus, und mit klassisch angehauchter Piano/Synth Bridge verziert und würde sich absolut gut auf jeder DOOBIEs CD machen. Edgar tut uns den Gefallen und growlt uns "Rolling down the highway", und da stehen die Härchen.
Rockin' The Blues gibt Johnny Zeit für einige Takte in zwei Soli, und wenn er auch nicht mehr den '3rd Degree' erreicht, freut man sich trotzdem.
The Closer I Get - akustische Ballade, Ruhepunkt; vor christlichem Background "Looking back there were times I thought I would never make it through … the further I get, the closer I go, the closer I get to you", und hier kommt die Geige. Ganz, ganz hart an der Grenze zum Kitsch, aber noch auf dieser Seite. "I am on my way back home, the journey is almost through..." - man kann das auch als ganz normales Liebeslied sehen.
I'd Do It Again packt dann wieder zu. "Next stop, big show, it's a wild frontier, we ready to go."
Mann, aber Eddie war doch bekannt fürs Saxophon Spiel. Wo bleibt denn das? Texas Tornado (on a saxophone) - und da ist es. Und er kann es noch. Hätte er öfters machen können.
Peace And Love ist BEATLES pur - er vergöttert wohl seit seiner Zeit in der All-Star Band Ringo Starr. Nicht mein Geschmack, aber trotzdem gut geschrieben. Trotz alledem bekommt der CD generell die Mischung zwischen beatleesken Harmonien und Blues Power sehr gut.
Oh No No dann ist Moon Martin in Overdrive, mit scharfer Slide und mit Hornsection im Hintergrund.
Eine ganz, ganz solide CD, unspektakulär, der Schuster blieb bei seinen Leisten, aber - diese Schuhe trägt man auch in 10 Jahren noch.
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