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Edgar Winter

Jazzin' The Blues

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Jazzin' The Blues
Jazzin' The Blues, SPV, 2004
Edgar WinterVocals, Keyboards, Organ, Sax
Steve LukatherGuitar
Hiram BullockGuitar
Will LeeBass
Gregg BissonetteDrums
Rick LathamDrums
Lee ThornburgTrumpet
Produziert von: Edgar Winter Länge: 61 Min 44 Sek Medium: CD
1. Jazzin' The Blues (6:07)7. Hunk O'da Funk (3:25)
2. Free Ride (smooth) (5:03)8. Big Bad Bottom (4:50)
3. God Did It (4:47)9. Here's 2 Guitars (5:54)
4. New Man (5:41)10. Key's To The Kingdom (8:20)
5. More Than Enough (Alien Blues) (3:55)11. Frankenstein (Frankie Swings) (9:42)
6. Brother Luke (3:57)

Weia, meinten einige meiner Redaktionskollegen, als diese CD angekündigt wurde.
EDGAR WINTER und Jazz! Ich gestehe, mir ging es fast ähnlich, kannte ich Edgar doch auch eher durch seine Blues- bzw. Rocknummen. Frankenstein etwa oder das fast genauso bekannte Free Ride.

Beide Titel sind auf "Jazzin' The Blues", total neu arrangiert und umgeschrieben. Im Falle von Free Ride ist dies auch sehr gelungen, denn herausgekommen ist eine leichte, angenehme Jazzversion.
Im Falle von Frankenstein sehe ich es etwas anders. Mag daran liegen, dass sich gerade diese Nummer wegen ihres enormen Drives und den genialen Hooklines, als Ohrwurm in meinen Gehörgängen eingenistet hat. In der jazzigen Version ist sie eigentlich kaum wiederzuerkennen und das stört mich schon etwas.
Subjektiv natürlich, denn Mr. Winter (übrigens der jüngere Bruder von Johnny Winter) (Echt? Wir sind überrascht. Red.) ist nicht nur ein Blueser - seine Wurzeln liegen ja auch im Jazz und so ist es ihm selbstverständlich gegönnt, die Grenzen zwischen beiden Stilen aufzulösen. Ja, mehr noch: Bebop, Swing und Funk werden nicht nur tangiert.

Edgar erklärt dies folgendermassen: "I believe jazz and blues are the two uniquely American art forms that will stand and endure as truly great contributions to the world of music. To me blues is like the old granddaddy with that world of whisdom and experience who's seen and done it all; while jazz is like the rebelious young man who's learned a few new tricks of his own and thinks he can show the old man a thing or two. (...) Jazz evolved and was literally born from the blues."

So "verändert" verliert der Blues zwangsläufig auch die ihm anhaftende Traurigkeit und groovt jazzig und erfrischend daher. Wie der Titelsong zum Beispiel. Eine sehr schöne, erfrischende Nummer - ins Ohr gehend.

"Ich lasse meine Musik für sich selbst sprechen" meint der Maestro und das tut sie. Mal mehr bluesig (More Than Enough), dann funky (Hunk O'da Funk, Big Bad Bottom), rockig (Brother Luke) oder aber "kämpfend" wie das geniale Here's 2 Guitars. Hier nämlich fighten zwei Themen um die Gunst des Hörers: Einmal dieses spanische, akustische Motiv, welches langsam jazzig und elektrisch und schließlich mit Rock-Jazz-Gitarrenläufen richtig fetzend wird.

Man könnte denken, der Stilmix der CD ist dazu geeignet zu verwirren, aber dem ist nicht so. Jeder Track geht ins Ohr. "Jazzin' The Blues" ist nach dem 99er "Winter Blues" Teil zwei einer Trilogie. Gespannt darf man auf Part drei sein, denn nach Blues und Jazz wird es eine Rockscheibe mit dem Titel "Rockin' The Blues" geben.

SPV haben eine Promo-CD für unsere Leser zur Verfügung gestellt.
Ihr musstet nur folgende Frage beantworten und die Lösung:
Auf welcher LP von Edgar Winter wurde Frankenstein erstmals veröffentlicht?
Das war natürlich "They Only Come Out At Night" von 1972 und die CD geht an Konrad nach Mühlhausen in Thüringen. Viel Spaß!

Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste), 05.05.2004

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