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Good Time Music

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Good Time Music
Good Time Music, MTM Music/SPV, 2003
Bruce Brookshire Vocals, Lead Guitar, Slide Guitar, Acoustic Guitar, Dobro
Daniel Bud Ford Bass
Danny 'Cadillac' Lastinger Drums
John Turner Samuelson Lead Guitar
Eddie Stone Keyboards
Gäste:
Christoph Berner, Wolfgang Rosner & Rowf Brookshire auf Magnolia
Produziert von: Bruce Brookshire Länge: 52 Min 36 Sek Medium: CD
1. Black Cat6. Good Time Music
2. Highway Call7. I Can't See You
3. Farmer's Tan8. Simple Man
4. Magnolia9. It Suits Me Too
5. Trudy10. Messiah

He's back! Einer der größten Live-Performer, Sänger und Gitarristen aller Southern Rock-Zeiten hat nach vielen Jahren endlich wieder mit einer (wirklich) neuen und vor allem geilen Scheibe zugeschlagen.

Hatte Martin "Drachentöter" Schneider vor gut 2 Jahren noch über "A Better Road" lamentiert, dass ihm darauf zu wenig Innovation in Form von frischen Songs vorkäme, nehme ich ihm diese Rolle hiermit aus der Hand und behaupte: Für alle Zeiten wird, wo Bruce Brookshire und DOC HOLLIDAY draufsteht, immer Bruce Brookshire und DOC HOLLIDAY drin sein. Bruce ist nunmal die zweite Generation nach den großen ALLMAN BROTHERS und nach SKYNYRD. Eine gute DOC HOLLIDAY-CD kann sich entsprechend nicht über Innovation und Andersartigkeit definieren. Dazu ist der Mann viel zu sehr verwurzelt. Gut, weniger gut oder schlecht entscheidet sich bei dieser Band immer nur anhand des Songmaterials, der Produktion und der momentanen Lust unseres Lieblingspredigers an der Studioarbeit. Und diesmal hatte er a.) Lust und b.) genügend Material (wobei es von mir aus gerne noch ein halbes Stündchen mehr sein könnte). Außerdem ist c.) die Produktion ausgesprochen druckvoll und gelungen.

Ein klein wenig leicht hat es sich Mr. Brookshire aber doch gemacht. Immerhin finden sich gleich 3 Coverversionen auf "Good Time Music". Das traumschöne Magnolia von J.J. Cale (wetten, dass Dickey Betts sich bei Bougainvillea 1978 davon beeinflussen ließ?!?). Eine grandiose Version von Charlie Daniels' Trudy - das Original weit hinter sich lassend. Und einen Song, der mich zuerst geärgert hat: Simple Man. Warum das? Das macht doch jede Kirmeskapelle. Aber ich habe verstanden. Brookshire MUSSTE es tun. Und zwar um zu beweisen, dass er einer der besten Sänger unter der Sonne ist. Beweis erbracht, Angeklagter freigesprochen. Wunderbare Coversongs auf "Good Time Music".

Der Rest ist schnell erzählt. Am Anfang und Ende sind zwei De-Luxe Rocker, wobei vor allem der Schlusssong Messiah gradezu modern und aufregend kommt. Mit Highway Call verbeugen sich D.H. vor den ALLMANS - und das mit bisher nie erreichter Qualität. Bei Farmer's Tan lässt Bruce seinem Hang zum rockigen Ohrwurm mit Zaubergitarren freien Lauf und beweist, dass er vor 20 Jahren locker zum Single-Millionär hätte werden können, wenn nicht... ja, wenn nicht die Zeiten sich geändert hätten.
Einzig der Titelsong ist mir etwas zu "banal". Na klar, Rock & Roll ist nunmal Good Time Music, aber ein bisschen mehr Einfallsreichtum anstatt uralte Chuck Berry-Riffs wären schick gewesen.

DOC HOLLIDAY 2003 sind in einer Form wie seit Jahren nicht mehr auf einer Studioproduktion.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 20.10.2003

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