| Viagra, Eigenproduktion, 2001 |
| Ralph Bachofner |
Xang'N'Gegrisch |
| Peter "Little" Lang |
Giddaa'N'Xang'N'Taschde |
| "Dokter" Paul Erlewein |
Giddaa'N'Xang |
| Jürgen "Doze" Weber |
Bass'N'Manchmol sogar besser |
| Jürgen "französisches Aufbackbrötchen" Croissant |
Getrommel |
| Gast: |
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| Marcüs "Jean-Jaques" Rütz |
Gesang, Keyboards |
| Produziert von: Marcus Rutz |
Länge: 19 Min 59 Sek |
Medium: MCD |
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| 1. Flänn'et (3:32) | 4. SMS (3:50) |
| 2. Isch brauch' disch so (2:48) | 5. Mausklick (6:03) |
| 3. Viagra (3:46) | |
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Ich mag keinen Deutschrock (ist mir zu klug).
Ich mag keine Mini-CD's (sind mir zu kurz).
Ich mag keinen Dance-Funk (ist mir zu seicht).
Ich bin Bayer (stellt mich also automatisch über jeden anderen Dialekt).
Wunderbare Voraussetzungen also für eine pfälzische Funk Band, die mit einer Mini-CD daherkommt und Dialekt singt.
Na, hören wir es uns halt mal an.
Mir kommt ein tonnenschwerer Bass aus den Boxen entgegen und ich muß sofort den Tanzzeh schwingen. Oh, wow. Das kommt geil.
Ein perfekter Funk-Groove. Ich will es mal mit den alten Chaka Khan vergleichen. Oder mit Mother's Finest zu "Mother Factor"-Zeiten. OK, natürlich singt ein Mann, der aber saugut. Von wegen Dance-Funk (ala Boygroups, hihi). Hammond, astreine Funk-Klickgitarre (wenn es sowas geben sollte), ein richtiger Power-Drummer und eben dieser Bass.
Oh ja, das gefällt mir. Nebenbei heißt das Lied auch noch Flänn'et (Flenn nicht). Lässig.
Isch brauch' disch so ist ähnlich gestrickt, aber etwas "kommerzieller". Im positiven Sinn.
Und dann der Höhepunkt: Viagra.
Erstmals achte ich auf die Texte. Klar, für Nichtpfälzer etwas schwer zu verstehen. Im zweiten, dritten Durchlauf geht's dann aber.
Was heißt zweiter, dritter Durchlauf. Ralph Bachofner singt von einem Typen, der die Wundertablette eingeworfen hat und deswegen "des Riesending" seit 24 Stunden hat.
Wie sag ich's meiner Frau, daß ich mit dem Lied "no net fertisch bin" und es mindestens noch 12x laufen muß? Bis der Player platzt...
Witzige Nummer, oberwitziger Text und cool umgesetzt.
Ah was, Höhepunkt. Dicht'N'Durch haben nach der Überdosis Stehpille noch einen draufgelegt.
Hei Leser! Schon mal Mickey's Monkey gehört?
Gut. Eben das schießt mir durch den Kopf als ich SMS höre. Jungs von D'n'D, gebt's zu, Ihr mögt Mickey's Monkey auch!
Mannmannmann. Das rollt, rockt und groovt wieder wie der Teufel. Mein rechter Tanzzeh weckt den linken. Der gibt den Befehl und schon zuckt, ruckt und wippt der Rest von mir. Geht nicht anders bei diesem dreckigen Gesang und einer solchen Gitarre.
Ganz besonders nett ist, daß Dicht'N'Durch mir mit Mausklick ein Lied widmen. Oder all den anderen Computertrotteln dieser Welt.
Eine 6 minütige Powernummer. Direkt heavy Gitarren und ein unwiderstehlicher Groove. Dazu ein wirkliches abwechslungsreiches Arrangement und ein witziger Text (mal wieder).
Clever sind sie, die Pfälzer. Machen, höchst ökonomisch, aus einem 20 minütigem 5-Tracker einen zweistündigen Dauerläufer. Weil man dieses Ding immer und immer wieder anhört. Die Returntaste ist im Dauereinsatz.
Noch ein Wort zum Cover. Das ist kurz'n'bündig und sehr amüsant.
Überhaupt, der pfälzische "Slang" kommt gut für solche Musik. Man muß halt mal zuhören und bei einem solchen Sänger macht jede Sprache Spaß.
Und jetzt meine Herren: Flott'n'hurtig ins Studio und einen Longplayer eingespielt!
Wenn der so klingt und produziert wird, wie VIAGRA, kann nix schiefgehen.
Um es bayrisch zu sagen: Diese Platte ist Groove'n'Lustig!
Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste) 18.08.2001
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