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CD-Review:
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Liebe Kinder! Später dann, immer noch weit vor der Zeit von Handy, Laptop und Internet, verdiente Herr Stewart viel Geld mit Schmusepop. Allerdings hatte er immer noch seine geile Stimme (und geile Weiber zuhauf). Herr Wood heuerte bei den ROLLING STONES an und versucht bis heute, seinem Vorbild Keith Richards immer ähnlicher zu werden. Mr. Jones trommelte sich durch die Welt, unter anderem bei den WHO. McLagan war's zufrieden und spielte und trank sich durch die Pubs und Bars. Und Ronnie wurde krank und arm und starb. Heute sagen die älteren Damen über Rod "The Mod" (haha) Stewart, dass er immer noch knackig aussehen würde und sie freuen sich über ein geseiertes Sailing vom ehemaligen Bürgerschreck. Und damit, liebe Kinder, ist die Geschichte vom giftigen, dreckigen, gemeinen und schwitzigen Rock & Roll vorbei. Oder? Nicht ganz, Ihr kleinen Rotzgören! Ich brauche alle paar Tage meine Rock & Roll Infusion. Ein Griff ins Regal und einer in den Kühlschrank reicht dafür. Sister Weißbier und Dr. Boogie erledigen den Rest and I'm ready for a good time. Ein klimperndes Boogie-Piano, fette Bläsersätze und Sulo, die Frontkrähe der DOGS, lassen von Anfang an keinen Zweifel, wo in den kommenden 38 Minuten der Aschenbecher steht und das Tanzbein schwingt. Diese alten Schweden klauen derart dreist, dass es eine wahre Freude ist. Wer nicht bis heute beim Rhythmuswechsel nach 3 Minuten von Miss Judy's Farm (für die Nonnen: Der Opener von "A Nod Is As Good As A Wink... To A Blind Horse" von 1971) feuchte Finger kriegt ist entweder Papst oder tot. Nun ratet mal, wo der Übergang in Sad To Say I'm Sorry auf der neuen FACES, äh, DIAMOND DOGS Scheibe herkommt. Dieser Sulo hat es aber auch wirklich drauf, genau so wie Rod früher die Töne zu quetschen. Und so geht das weiter. Barroom-Boogie, Shuffle, rüder Rhythm & Blues, Sauflieder und ab und an mal eine Ballade (beim Blues-Schieber Desperate Poetry leg ich dich flach Nonne!) geben sich das Bierglas in die Hand. Dass die Jungs auch wirklich spielen können, beweisen sie beim akustischen This One's For My Lady. Mandoline, Bodhrán und Percussion zaubern einen schönen Song. Schmutzige Lieder machen Spaß. Und was die Jungs so ablassen SIND schmutzige Lieder. Wenn die Dogs "She lost her stardom" schmachten, glaubt man eher an einen anderen Verlust in der Blondine. Und nun Ihr Rock & Roll-Schlampen, weg mit der Kutte, ab in den Minirock, die Hochhackigen raus und let's party! Ich kenne übrigens mindestens einen in unserer Redaktion, der jetzt zitternd auf den Release der CD am 30.09.2002 wartet. Unser Epi. Der macht mit seiner Band nämlich die gleiche Musik. Denn es gibt ein Leben nach dem Bandscheibenvorfall... Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 25.08.2002
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