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| Molecular Heinosity, InsideOut Music/SPV, 2009 |
| Derek Sherinian |
Keybaords |
| Virgil Donati |
Drums |
| Zakk Wylde |
Guitars, Vocals |
| Tony Franklin |
Bass |
| Brian Tichy |
Drums, Guitars |
| Brett Garsed |
Guitars |
| Rusty Cooley |
Guitars |
| Produziert von: Derek Sherinian |
Länge: 39 Min 44 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Antarctica | 7. The Lone Spaniard |
| 2. Ascension | 8. Molecular Intro |
| 3. Primal Eleven | 9. Molecular Heinosity |
| 4. Wings Of Insanity | 10. So Far Gone |
| 5. Frozen By Fire | |
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Derek Sherinian ist jemand, bei dem Kenner der Frickelrockszene mit der Zunge schnalzen und andere nur den Kopf schütteln "Ey, Alter, nie gehört!" Dann würde ich behaupten, dass jeder, der irgendwie sich für Rockmusik interessiert, auch diesem Tastenwizzard schon akustisch über den Weg gelaufen ist. Nicht nur, dass er bei den Proggöttern DREAM THEATER für kurze Zeit (genau für 2 Live-Alben und das Studiowerk "Falling Into Infinity") an den Tasten diente, er veredelte u. a. auch Studioscheiben von Alice Cooper, Billy Idol, AYREON und Yngwie Malmsteen mit seinen Kenntnissen an den schwarzen und weißen Tasten und sogar KISS griffen bei "Alive III" auf seine Künste zurück. Das sind schon Referenzen, bei denen das Wasser im Mund zusammenläuft. Nebenbei hat er dann noch die Fusion-Metal-Instrumentalband PLANET X gegründet und in loser Reihenfolge werden noch Soloscheiben von Mr. Tastenmann auf den Ladentisch gewuchtet. Langeweile scheint da keine aufzukommen und scheinbar auch keine kompositorischen Hängepartien, denn alles, was der Mann aufs Notenpapier komponiert, ist Musik vom Feinsten.
So auch auf "Molecular Heinosity" dem neusten Output, bei dessen Namen ich schon schmunzeln musste. Ob er weiß, was er für Assoziation in Deutschland damit hervorruft? Egal, hier geht es in erster Linie um die Musik und da gehört Derek mit zu den ganz schnellen und guten im Frickelbusiness. Schon das Openertrio Antarctica, Ascension, Primal Eleven hätte gut auch auf einem DREAM THEATER-Output seinen Platz gefunden. Die Welten zwischen Mr. Rudess (dem Tastendrücker bei DREAM THEATER) und Mr. Sherinian sind da nicht weit auseinander. Bei dem folgenden Wings Of Insanity lässt zwar plötzlich die Soundqualität nach, aber man wartet trotzdem darauf, dass jeden Moment James Hetfield das Mikro an sich reißt, was aber leider unerfüllt bleibt. Ist halt ein Instrumentalalbum (meint man!!!). Weiter geht's mit Frozen By Fire, das mit seinen durchgeknallten Läufen und einem irrsinnigen Tempo zu gefallen weiß. So kennt man das auch von PLANET X.
The Lone Spaniard ist ein Durchschnaufer, der allerdings vergeblich auf spanisches Flair hoffen lässt, stattdessen treffen hier schon fast klassische Läufe auf schnelle Umsetzung an der Gitarre. Dann kommt die Einleitung zum Titelthema: Molecular Heinosity hoppelt mit seinen abgehackten Breaks und Riffs durch die Boxen, dass die Frage erlaubt ist, ob dieses Stück wirklich von einem Keyboarder geschrieben ist oder ob Derek über mehr als nur Erfahrung an den Tasten verfügt. Sein ehemaliger Weggefährte von DREAM THEATER, John Petrucci, drückte es mal so aus: "Derek steht total auf Gitarristen und Rockmusik, seine eigene Geschichte, und auf die Bandbreite aller großartigen Gitarristen, mit denen er gearbeitet hat. Er spielt mit einem inneren Feuer, wie man es bei den meisten Keyboardern vergeblich sucht." Womit erklärt wäre, warum manches Lied nach einer Gitarristenkomposition klingt.
Mit So Far Gone verabschiedet sich Derek und lässt Zakk Wylde neben der Gitarre noch die Stimme (!!!) erheben. Damit klingt ein Genreoutput aus, das zumindest bei mir den Mund mal wieder offen stehen lässt.
Sei abschließend noch zu erwähnen, dass dies das wohl härteste Album des Kaliforniers ist, was daran liegen könnte, dass sein etatmäßiger Schlagzeuger Simon Philipps diesmal nicht hinter den Kesseln Platz nehmen konnte und er von daher auf seinen PLANET X-Trommler Virgil Donati sowie Brian Tichy, den man auch von Ozzy oder FOREIGNER her kennt, zurückgreifen musste.
Wer die PLANET X-Alben mag, wer DREAM THEATER nicht abgeneigt ist, wer ab und an auch mal instrumentale Highspeed-Musik mag, sollte hier auf alle Fälle zugreifen.
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