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| Sharp Dressed Men - A Tribute To ZZ Top, RCA Records, 2002 |
| Produziert von: Joe Galante & Bill Ham |
Länge: 66 Min 52 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Lonestar - Gimme All Your Lovin' (4:17) | 9. The Warren Brothers - Cheap Sunglasses (6:03) |
| 2. Brad Paisley - Sharp Dressed Man (3:46) | 10. Trace Adkins - Legs (4:17) |
| 3. Hank Williams Jr. - Jesus Just Left Chicago / Waitin' For The Bus (8:14) | 11. Kenny Chesney - Tush (3:28) |
| 4. Tracy Byrd - La Grange (3:49) | 12. Montgomery Gentry - Just Got Paid (3:53) |
| 5. Brooks & Dunn - Rough Boy (4:51) | 13. Phil Vassar - I Thank You (3:04) |
| 6. Dwight Yoakam - I'm Bad, I'm Nationwide (4:14) | 14. Hank Williams 3 - Fearless Boogie (3:59) |
| 7. Willie Nelson - She Loves My Automobile (2:24) | 15. Alan Jackson - Sure Got Cold After The Rain Fell (6:14) |
| 8. Andy Griggs - I Need You Tonight (4:16) | |
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| Musiker (u.a.) |
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| Dann Huff, Pat Buchanan, Kenny Greenberg, Tom Keifer, Brent Rowan, Brent Mason |
Electric Guitar |
| Biff Watson, Bruce Watkins |
Acoustic Guitar |
| Mike Brignardello, Glenn Worf, Michael Rhodes, Gary Lunn |
Bass |
| Steve Nathan, Rob Stoney, Randy McCormick |
Keyboards |
| Greg Morrow, Kenny Aronoff, Eddie Bayers |
Drums |
| Stuart Duncan, Jason Roberts, Matt Thomas |
Fiddle |
| Paul Franklin |
Steel Guitar |
| Jimmy Hall |
Harmonica |
| Jonathan Clark, Joe Scaife, John Wesley Ryles |
Background Vocals |
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Mein Gott, wie schnell die Zeit vergeht! Allzu gerne erinnert man sich an das Rockpalastkonzert, mit dem der Stern von ZZ Top in Europa zu leuchten begann.
Es war die Zeit, als das Musikbusiness noch halbwegs überschaubar war und nicht allen Stümpern dieser Erde Tür und Tor geöffnet war, jeglichen Mist zu verbreiten.
Ich sah die drei Texaner zum ersten Mal live in der Düsseldorfer Philipshalle im Rahmen ihrer "El Loco"-Tour. Damals noch ohne viel Schnickschnack drum herum.
Es folgten einige LP-Käufe, die heute in meinem Arbeitszimmer vor sich hinstauben.
Ihren Zenit erreichte die Band zweifelsohne mit der "Eliminator"-Scheibe, immerhin schon vor fast zwanzig Jahren, begleitet von, für die Zeit, toll und attraktiv anzuschauenden Videoclips.
Zur "Afterburner"-Tour fand mein Weg noch mal in die Kölner Sporthalle, bei der eine futuristische Bühnenbebauung und einige Effekte für Furore sorgten.
Meine Frau brachte glücklicherweise ihre aus meiner Sicht vier wichtigsten CDs mit in die Ehe, aber mit "Recycler" erlosch mein Interesse, eigentlich bis zum heutigen Tage.
Trotzdem sind die langbärtigen Männer eine respektierte Größe in meinem Rockmusik-Verständnis geblieben, auch wenn ich mich in den letzten Jahren immer mehr der New-Country-Szene zugewendet habe.
Ähnlich wie bei Lynyrd Skynyrd mit der "Frynds"-CD zollen meine neu gewonnenen Lieblinge nun auch Gibbons & Co. Tribut, und das nicht von schlechten Eltern.
ZZ Top-Urgestein Bill Ham und der Countryproduzent Joe Galante teilten sich ihre Arbeit, und die auftrumpfenden Bands holten an Musikern alles ins Studio, was in diesen Kreisen Rang und Namen hat.
Herausgekommen ist eine Zusammenstellung, die wirklich Freude macht.
Die CD beginnt mit Gimme All Your Lovin', und wie es sich für einen Megahit gehört, wird er auch von Megastars präsentiert.
Die auch schon mal als Warmduscher verschrienen LONESTAR geben diesmal Gas bis zum Anschlag und stehen dem Original in nichts nach.
Danach reiht sich Klassiker an Klassiker ohne größere Ausfälle, was aber angesichts der Eingespieltheit und dem Können der Nashville-Musiker auch nicht anders zu erwarten war.
Herausheben möchte ich neben dem bereits erwähnten Auftaktstück I Need You Tonight, von dem mir bisher nicht bekannten ANDY GRIGGS, unter starker Mithilfe von CINDERELLA-Chef TOM KEIFER an der Gitarre, Cheap Sunglasses von den von mir so geliebten WARREN BROTHERS, die wieder einmal bewiesen, dass sie nicht nur gute Songwriter sind, sondern auch ihre Instrumente exzellent beherrschen und natürlich die swampige Just Got Paid-Nummer vom Duo MONTGOMERY GENTRY, die die Südstaatenrockfans ins Schwärmen bringen wird.
Mein sehr geschätzter Kollege Martin Schneider sagte mal über Coverversionen, dass man sie entweder besser spielen oder total zerpflücken muss.
Erster Punkt ist natürlich wie immer Geschmackssache des einzelnen, letzteren auf DWIGHT YOAKAM und WILLIE NELSON zu übertragen auch vielleicht etwas übertrieben, aber beide haben die Urversionen doch recht verändert. Zumindest bei der cool-funkigen Nummer I'm Bad, I'm Nationwide muss man ein Weilchen überlegen, bis der Groschen fällt.
WILLIE NELSON interpretiert She Loves My Automobile als swingend-jazzigen Song mit dem Flair der fünfziger Jahre.
Der Kreis schließt sich bei ALAN JACKSON, der beide Stile, sowohl Texas-Blues, als auch traditionelle Countryelemente in seinem Stück vereint.
Welcher Klientel ist diese Scheibe nun zu empfehlen?
Ich meine sie ist ein Muss für den ZZ Top-Sammler zur puren Vervollständigung, wobei er ein hochwertiges Produkt erhält.
Zweitens für den New-Country-Fan, der Klassiker von diversen Stars des Genres in einer erfrischend modernen und abwechslungsreichen Form dargeboten bekommt.
Und letztendlich für den Freund ehrlicher Rockmusik, der dies zum Anlass nehmen könnte, die alten ZZ Top-Scheiben mal wieder zum Vergleich rauszukramen oder sich den einen oder anderen New-Country-Interpreten mal näher vorzuknöpfen und diese tolle Musik für sich zu entdecken.
In diesem Sinne, viel Spaß!
Euer
Sharp Dressed Dan, (Impressum, Artikelliste), 02.06.2002
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