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Global Drama

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Global Drama
Global Drama, Goldencore Records/ZYX Music, 2008
Mike Andersson Vocals
Björn Eliasson Guitars, Keyboards
Patrik Svärd Guitars
Haynes Pherson Bass
Roger Landin Drums
Länge: 67 Min 04 Sek Medium: CD
1. Mind Diary7. Alagoas
2. Darkest Legacy8. Static
3. Cloak & Daggers9. Fragile
4. Paid In Blood10. Eyes Of Jealousy
5. The Silence Within11. Ritual Of The Blade
6. One Silent Moment12. Justice

Obwohl sich CLOUDSCAPE gerne im Genre des Progressive Metal sehen und wieder finden, war ich schon beim Vorgänger "Crimson Skies" eindeutig der Meinung, dass deren musikalische Darbietung ohne Zweifel anspruchsvoller Metal ist, das Merkmal "Progressive" jedoch nur bedingt zutrifft. Zwar betten sich die Sounds mehrfach in symphonischen Klängen ähnlich PAGAN'S MIND oder auch SYMPHONY X, doch weicht man in den entscheidenden Momenten zu gerne auf die einfachere und nachvollziehbare Schiene aus.
Das hat sich auch auf "Global Drama" nicht wesentlich verändert. Die beiden Beginner Mind Diary und Darkest Legacy drücken kraftvoll, so dass es einen schnell aus den Schuhen hebt, man wagt sogar den einen oder anderen Drift in die orientalische Ecke, doch bleibt schließlich kaum etwas hängen. Zu abgegriffen erklingen die düsteren und von den Tasten untermalten Riffs in Cloak & Daggers, gleichwohl geht es ab hier ins Ohr und lädt zum wohlwollenden Abnicken ein.
Richtig gut wird es mit The Silence Within. Auch diese Komposition strotzt nicht gerade vor Neuem, doch haben sich CLOUDSCAPE mit dieser Nummer absolut und treffsicher dazu durchgerungen, den melodiefreundlichen Metalfreak auf ihre Seite zu ziehen. Glatt und ohne Schnörkel geht es nach vorne los. Da kann man die Suche nach dem ultimativen und verqueren Song einstellen, denn es groovt und macht richtig Spaß. Männer, bitte bekennt Euch zum symphonischen Metal und gut ist. Denn über jeden Zweifel erhaben zeigt die Band im folgenden One Silent Moment ihr Talent für die gute Melodie. Fast schon sensationell empfiehlt sich Leadsänger Mike Andersson für noch größere Aufgaben und erhebt sich in zahlreichen Momenten zu heroischer Größe.

Wirklich Schlechtes findet man auf "Global Drama" erwartungsgemäß nicht. Selbst die 8 Minuten in Alagoas vergehen schmerzlos und recht angenehm. Melodic Metal pur, nicht mehr und nicht weniger. Verzeihung, der Weichspüler und an jeder Ecke abgekupferte Track Fragile entzürnt so ein bisschen, doch Schwamm drüber, denn Eyes Of Jealousy entpuppt sich danach als stärkster und auch, man höre und staune, progressivster auf dieser Scheibe. Da sollte man dann doch schon mehrmals hinhören, um alle eindrucksvollen Momente zu entdecken.
Letztlich bleibt aber ein nüchternes Fazit: Der dritte Longplayer von CLOUDSCAPE hat ähnlich wie seine beiden Vorgänger durchaus Qualität. Da kann man gefahrlos hinlangen und sich ein gutes Scheibchen ins Regal stellen. Die Schweden enttäuschen jedoch ein wenig, weil man eigentlich eine deutliche Steigerung erwartet hatte. "Global Drama" reiht sich nahtlos ein, sticht aber leider in keiner einzigen Sekunde innerhalb der Diskographie deutlich heraus. Schade, denn CLOUDSCAPE haben nach wie vor erhebliches Potenzial für weitaus mehr.

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 26.10.2008

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