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DVD-Review:
Cat StevensMajikat : Earth Tour 1976 |
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Live habe ich Cat Stevens nie gesehen, kein Wunder ich war knapp 13 Jahre alt, als er sich im Juni 1978 aus dem Musikbusiness zurückzog, nachdem er 6 Monate zuvor dem Islam beitrat. Während Cat Stevens seine größten Erfolge feierte, spielte ich mit meinen Kumpels Cowboy und Indianer. Und trotzdem ist mir, als ob ich die Karriere dieses Musikers aktiv mitverfolgt hätte. Wahrscheinlich liegt es an seinen zeitlosen Hits, die mich von den späten 60ern über die 70er Jahre bis zur heutigen Zeit begleitet haben. Wer kennt nicht Morning Has Broken, Father and Son oder Lady D'Arbanville (letzteres übrigens der Schauspielerin Patti D'Arbanville gewidmet)? Um so mehr freut es mich, dass nun endlich eines seiner legendären Konzerte der 76er "Majikat - Earth Tour" auf DVD erscheint. Dieses Konzert lag seit knapp 30 Jahren in irgendwelchen Kellern der Record Company, und wurde erst jetzt veröffentlicht. Und das in einer, wie ich meine, recht schönen Edition. Zuerst fällt das Digi-Pack Klappcover auf, welches noch in einem Hochglanzschuber steckt. Als Bonus steckt auch noch ein Miniaturnachdruck des Original "Majikat" Tourprogramms mit in der Verpackung. Fantastisch, die Zeitreise in das Jahr 1976 kann beginnen. Die Bildqualität ist überraschend gut. Die 30 Jahre Schmacht im Keller haben den Originalfilmen wohl nichts anhaben können. Aufgrund der Körnigkeit des Filmmaterials, lassen sich bei ganz genauem Hinsehen ab und zu einige Artefakte feststellen, allerdings treten diese extrem selten auf, und wenn man nicht (wie ich) danach sucht, fallen sie auch nicht unangenehm auf. Mit einer höheren Datenrate wie die im Schnitt vorhandenen 6.5 Mbit/s hätte man das allerdings auch noch vermeiden können. Schmälern tut das den Funfaktor in keinster Weise. Der Ton liegt in Dolby Digital 2.0 (Stereo), Dolby Digital 5.1 sowie DTS vor. Wo bei den letzten DVDs die ich mir angeschaut habe es immer ein Unentschieden zwischen DD5.1 und DTS gab, ist auf dieser DVD der DTS Sound unbedingt zu empfehlen. Weitaus luftiger, dynamischer und präziser schallt es, im vergleich zu DD, aus den Boxen. Man fühlt sich tatsächlich wie in der Arena in Williamsburg, Virginia. Das Konzert ist im Vergleich zu heutigen Extravaganzen eher schlicht gehalten. Es wurde damals mit einer speziell konstruierten Bühne geworben (Metallica eat your heart out). Es gab - oh staune - Film und Dia Projektionen! Weitere Special Effects, wenn man das so nennen möchte, sind einige Zaubertricks, die vor und während der Show vorgetragen wurden! Mehr ist aber auch nicht nötig gewesen, denn hier ging es allein um Musik und den Mann der diese vortrug. Vollkommen auf Cat Stevens ausgelegt, ist die Band eher als Statist zu bezeichnen. Sie legt den Soundteppich, gibt Akzente, aber mehr auch nicht. Nicht zu verachtendes Bonusmaterial gibt es auch: Ein 3-teiliges Interview mit Yussuf Islam (wie sich Cat Stevens jetzt nennt). Er erzählt von den Anfängen im Londoner Westend, seinen Erfolgen, und dem Grund seine Karriere hinzuschmeißen. Er wirkt dabei erstaunlich frisch für seine inzwischen 58, und sehr aufgeräumt und besonnen, fast schüchtern teilweise. Weitere Extras sind: Wild World als Outtake, sowie einige seltene TV Auftritte: When I Laugh & Maybe You're Right BBC '71 und Tuesday's Dead von Grenada TV '71. Alles in allem eine perfekte Edition, die ich jedem - auch Nichtnostalgikern - nur ans Herz legen kann. Bild 9/10 Punkte Jörg Litges, (Impressum, Artikelliste), 21.05.2004
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