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| Seizin' The Day, Kamikaze Records, 2003 |
| Ugge |
Drums |
| Poni |
Guitar |
| Marv |
Guitar |
| Tim |
Bass |
| Mäk |
Vocals |
| Produziert von: Sascha Kramski |
Länge: 40 Min 54 Sek |
Medium: CD |
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| 1. You Gotta Go | 6. Burning Down |
| 2. All Day | 7. Always Knocked Out |
| 3. Goodbye | 8. Real Bad Mood |
| 4. Gun Boy | 9. Wash It Away |
| 5. Pavement Party | 10. Drunk'n'Dangerous |
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Hurra, es ist ein Bastard!
Wirklich stolz werden Mami und Papi nicht auf die kleinen Schmutzfinken sein, aber das ist halb so wild, mir wurde schließlich auch immer eine Karriere als Straßenfeger vorausgesagt. Und? Nicht mal das hab ich geschafft. Deshalb werden es die Rabauken von BOOZED auch ganz weit bringen, immerhin fangen sie recht früh an mit ihrem Treiben. Die Buben sind nämlich im Schnitt 19 Jahre alt. Aua. Noch kein Hemd überm Arsch und schon rocken wollen. Habt Ihr überhaupt eine vernünftige Ausbildung? Ich meine, welcher Lehrmeister hat Euch denn die uralten Scheiben von AC/DC, MOTÖRHEAD, den RAMONES und ROSE TATTOO vorgespielt? Oder doch heimlich unter der Bettdecke am Kassettenrekorder vom großen Bruder rumgespielt?
Mir kann es egal sein, sind ja nicht meine Blagen.
Die musikalische Ausrichtung ist also schon mal klar. Für die jüngeren Leser: Die HELLACOPTERS und die V8 WANKERS und all die anderen Krach'n'Roll-Kapellen kann man auch noch als Maßstab heranziehen.
Und jetzt kommt's. BOOZED rocken schweinegeil! Aber so was von schweinegeil. Das ganze Dreiviertelstündchen kommt keine Langeweile auf und das unterscheidet diese Kids von vielen ihrer Krawallgenossen.
Bevor die Herrschaften aber jetzt ob des Lobes abheben, sei doch noch gesagt, dass der Gesang definitiv nicht nach 35 Jahren Whiskey klingt, dass ein Löwenanteil am fetten Sound ganz sicher dem Soundkutscher Sascha Kramski gebührt, dass an den Ausfallschritt-Boogie-Sequenzen noch gearbeitet werden kann, dass Euer Punk Spaß macht, aber die Rock & Roll-Anteile in etwas gemäßigterem Tempo langfristig erfolgversprechender sein werden und dass ich Euch erst live sehen will, bevor ich Euch zur ultimativen deutschen Hoffnung erkläre.
Eines ist aber klar: "Seizin' The Day" ist durch und durch überzeugend. Haut rein, macht tierisch Spaß und hat einen ganzen Arsch voller Widerhaken, die sich so richtig im Wipp-Fuß festsetzen. Ganz selten hat man ein Debut einer jungen Band gehört, das insgesamt so hervorragend gelungen ist. Drunk'n'Dangerous, Pavement Party und Goodbye sind so richtig weltklasse! Hab ich mir kopiert und ist auf meiner Headbang-Boogie-CDR gelandet.
Und das Cover ist ebenfalls völlig in Ordnung. Ich stand früher nämlich auch auf die etwas reiferen Mädels... Wie heißt denn die Schöne?
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