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| Long Hard Road, Grooveyard Records, 2005 |
| Mike Onesko |
Guitar & Vocals |
| Scott Johnson |
Guitar |
| Bill Gressock |
Guitar |
| Michael Barrick |
Bass |
| Enery Coe |
Drums |
| Gast: |
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| Dave Felton |
Guitar (Pack It Up And Go) |
| Produziert von: Mike Onesko |
Länge: 69 Min 18 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Electric Woman | 7. Pack It Up And Go |
| 2. Mercury Man | 8. Sacred Son |
| 3. Outside Woman Blues | 9. Gypsy Blood |
| 4. I Should've Loved You | 10. Wall Of Illusion |
| 5. The Power | 11. Hot Shot |
| 6. Time Before The Sun | |
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Noch gar nicht lange her, dass ich den neuesten Erguss von Pat Travers und Carmine Appice aufgrund jeglicher fehlender Inspiration tadeln musste. Prompt kommt schon wieder so ein Heavy Rock'n'Blues Geschoss daher und wartet auf Ohrfeigen.
Die BLINDSIDE BLUES BAND... hm, irgendwie hat man das schon mal gehört. Alte Kassetten gesucht und gehört, olle Zeitungen aus dem Keller geholt und stundenlang geblättert, genau, diese Kapelle gibt es schon länger. Warum im Keller nach Info suchen? Weil diese Band um Chef Mike Onesko keine Homepage hat! Beinahe unfassbar heutzutage. Tja, liebe Printer, deswegen kann man auch heute nicht auf Euch verzichten (ganz zu schweigen von all den Situationen im Zug, auf dem Klo oder beim gemütlichen Kuscheln auf dem Sofa - da geht halt nix mit dem PC).
[Im Jahr 2009 hat Michael Onesko eine Homepage]
Die BLINDSIDE BLUES BAND also. Drei Platten von 1993 bis '95 bei Mike Varneys Blues Bureau, einem Ableger des berüchtigten Gitarrenwürger-Labels Shrapnel Records, 1996 noch eine als MIKE ONESKO'S BLINDSIDE BLUES BAND und danach die MIKE ONESKO BLUES BAND. Meine einzigen drei Songs auf einem Tape stammen vom 93er Debut und sind guter, wenngleich relativ unspektakulärer Bluesrock, dem trotz jeder Menge Gitarren irgendwie der letzte Dampf fehlt. Jetzt ein neuer Versuch mit abgestandenem Blues und Rock?
Herr Onesko schreibt im Covertext "... 'Long Hard Road' moves in a heavier direction...". Ja, so kann man das unterschreiben. 3 Gitarristen sind am Start und mit irgendwelchem Slow-Blues gibt sich die Kapelle anno 2005 nicht mehr ab; wenn es mal etwas gemütlicher wird, tönt es eher leicht orientalisch (Time Before The Sun), ansonsten dominiert mächtiger Vorwärtsdrang. Nicht besonders subtil, unterm Strich auch nicht sonderlich einfallsreich, aber um so druckvoller.
Auffallend sind die vielen, vielen Gitarrensoli, manchmal wird es dem Puristen fast zu viel. Da passt der anfängliche Vergleich mit Pat Travers durchaus. Aber auch Namen wie Leslie West, Robin Trower, Frank Marino, Michael Schenker oder ein heftiger als gewohnt rockender Walter Trout kommen einem in den Sinn. Schenker nicht zuletzt wegen dem gelungenen Cover von Pack It Up And Go vom überragenden 78er UFO-Werk "Obsession". Natürlich kommt Onesko nicht an den großen Phil Mogg heran, dennoch eine wirklich gute Neuauflage.
Guitars all over, Powerdrumming, trockene Produktion ohne Firlefanz, ein kurzes Gastspiel von Dave Felton von den obskuren, Masken tragenden Alternative-Metallern MUSHROOMHEAD, die ebenfalls aus Ohio stammen, ein ewiglanger Jam als Hidden Track mitsamt Spoonful-Intension, wesentlich mehr gibt es zu dieser guten und zeitgeistlosen CD nicht zu sagen. Wer auf die genannten Namen, natürlich exklusive MUSHROOMHEAD, steht, darf bedenkenlos zuschlagen.
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