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| Numb, Red Farm Records, 2009 |
| Kalle Wallner |
Guitar |
| Paul Wrightson |
Vocals |
| John Jowitt |
Bass |
| Sebastian Harnack |
Bass |
| Michael Schwager |
Drums |
| Iggor Cavalera |
Drums |
| Yogi Lang |
Backing Vocals |
| Produziert von: Yogi Lang |
Länge: 68 Min 45 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Lost | 7. Seek |
| 2. Guilt | 8. Risk |
| 3. Numb | 9. Torn |
| 4. Leave | 10. Vow |
| 5. Death | 11. Change Reprise |
| 6. Change | |
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Er hat es wieder getan, das W (Kalle Wallner) von RPWL hat mit BLIND EGO seit guten 2 Monaten die zweite CD auf dem Markt. Titel: "Numb". Mich freut es natürlich ungemein, da ich schon sehr vom Debüt "Mirror" angetan war. Noch größer ist meine Freude, dass Paul Wrightson wieder mit von der Partie ist und dieses mal die kompletten Vocalparts übernommen hat. Ich bin schon seit dem "Visitor" Album von ARENA ein Liebhaber seiner Stimme. Yogi Lang hat den Hintergrundgesang übernommen und "Numb" produziert. Für die dicken Saiten ist wieder John Jowitt (IQ, JADIS) zuständig. Neu dagegen ist, dass man sich für einen 2. Bassisten entschieden hat und keinen geringeren als Sebastian Harnack von SYLVAN dafür gewählt hat. Des Weiteren sind im Line-Up zwei Schlagzeuger vermerkt, Michael Schwager (ehemals DREAMSCAPE) und Iggor Cavalera (SEPULTURA, MIXHELL). Demnach sind wieder tolle Musiker am Start; und wie wirkt sich dies nun auf die Musik aus?
Nun, im Waschzettel ist zu lesen, dass der Fahrthebel bis zum Anschlag durchgedrückt wurde und dieser Satz lies mich erst einmal die CD etwas ängstlich in das Abspielgerät legen. Doch schon nach dem ersten Durchlauf kann ich Entwarnung geben, denn trotz einer gewissen Härte steht die Melodie immer noch im Vordergrund. Dies wird einem schon beim Opener Lost deutlich vor Augen geführt, denn dieser Song - im Prinzip hardrockig - wird durch den Einsatz von akustischen Gitarren aufgelockert. Mit Guilt bekommt man ein Wechselbad der Gefühle auf die Ohren, mal sind die Melodien sehr feinfühlig und mal mit anklagender Power geladen. Noch besser als auf dem Erstlingswerk ertönen Bass und Schlagzeug, was mich beim zuletzt erwähnten Instrument nicht verwundert, da Michael Schwager ja zuvor bei einer Prog Metal Band trommelte. Ganz beeindruckend bekommt man dies auf dem Stück Numb zu hören.
Mit Leave und Risk hat man tolle Balladen eingebaut und spätesten jetzt muss man Paul Wrightson Anerkennung zusprechen, denn er meistert gefühlvolle, sowie rockige Nummern mit Links.
Das Prog-Herz schlägt einem höher mit dem Longtrack Death, der mit vielen Tempiwechseln und tollem Rhythmusgerüst aufwartet. Psychedelische Töne wirbeln bei Change um die Ohren, bei dem zu Beginn der Bass fasziniert, aber auch Drums und E-Gitarre setzten besondere Akzente. Tolle variable Gitarren sind auf dem rein instrumentalen Stück Torn zu hören. Nun zum 2. Schlagzeuger Iggor Calavera, der bei Change Reprise hinter den dicken Fellen saß. Da ich ihn niemals zuvor trommeln gehört habe, kann ich eigentlich über ihn nichts sagen, außer dass es gefällt.
Mit "Numb" hat Kalle Wallner auch bewiesen, dass er ein sensibler Songschreiber ist. Denn thematisch geht es bei diesem Werk um extreme Gefühle, die einen für kurze Zeit vollständig überfluten, vereinnahmen und nichts anderes neben sich zulassen, so der Gitarist, und deswegen habe er auch die kurzen Titel gewählt. Die Emotionen, wie sich verlassen, schuldig und betäubt zu fühlen, hat er hervorragend in den Texten und Melodien veranschaulicht. So zeigen abschließend alle Daumen nach oben für ein Album, das von Anfang bis Ende ungeheuren Spaß macht.
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