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Bering Strait

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Bering Strait
Bering Strait, Universal South Records, 2003
Natasha Borzilova Lead Vocals, Acoustic Guitar
Ilya Toshinsky Electric Guitar, Acoustic Guitar, Banjo, Background Vocals
Lydia Salnikova Keyboards, Background Vocals
Sergei 'Spooky' Olkhovsky Bass
Alexander Arzamastsev Drums
Alexander 'Sasha' Ostrovsky Dobro, Steel Guitar, Lap Steel
Sergei Passov Mandolin, Fiddle
Spencer Campbel Bass Overdubs
Vince Gill Background Vocals
Eddie Bayers Drum Programming
Produziert von: Brent Maher Länge: 47 Min 11 Sek Medium: CD
1. What Is It About You (3:53)7. The Trouble With Love (3:44)
2. Tell Me Tonight (3:53)8. Jagged Of A Broken Heart (3:58)
3. I Could Be Persuaded (2:50)9. Only This Love (3:33)
4. When Going Home (4:07)10. Bearing Strait (5:52)
5. I'm Not Missing You (4:26)11. Porushka-Paranya (2:42)
6. I Could Use A Hero (4:22)12. Like A Child (Live) (3:46)

Die Beringstraße wurde ursprünglich benannt nach dem dänischen Seefahrer Vitus Jonassen Bering (1680 - 1741), der im Auftrag des russischen Zaren Peter dem Großen durch eine Expedition den Beweis erbrachte, dass die Kontinente Asien und Nordamerika nicht miteinander verbunden sind. (Spielend lernen mit Daniel!)
Ob die russischen Musiker der Gruppe BERING STRAIT die gleichnamige Meeresstraße benutzt haben, um nach Nashville zu gelangen und die dortige Countryszene zu erforschen, kann ich leider nur spekulieren.

Russen und New-Country frage ich mich spontan. Geht das überhaupt?
Dschingis Khan mit Honky-Tonk-Piano und Steelgitarren, oder was?
Mit Überraschung nehme ich bei meinen Recherchen zur Kenntnis, dass in Russland in zunehmendem Maße eine Fangemeinde für das von mir geliebte Genre heranwächst.

Um es vorwegzunehmen, die Mädels und Jungs der Band sind bereits alle im mittleren Schüleralter ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten übergesiedelt und sind bestens musikalisch ausgebildet.
Herausgekommen ist ein recht interessantes und hörenswertes Album. Spätestens nach dem vierten Song wird die Handschrift der beiden Führungspersönlichkeiten Natasha Borzilowa und Ilya Toshinsky deutlich. Erstgenannte liebt Tori Amos und Patsy Cline und der junge Gitarrist besitzt eine Schwäche für Mark Knopfler.
Betrachtet man das komplette Paket, würde ich sagen, dass es so ähnlich klingen könnte, wenn The Corrs und Dire Straits sich zu einer Country-Folk-Jam-Session treffen würden.

Zu meinen persönlichen Favoriten des Werkes zählen die herrlich flockigen Nummern Tell Me Tonight und When Going Home, mit diesen unnachahmlichen Gitarrenparts, die Sultans Of Swing damals auszeichneten.
(Diebes-Russen also? Steckt die usbekische Halbton-Mafia dahinter? Die Red., Abt. Interpol)

Dass auch der Rest der Musiker ihr Handwerk beherrschen, beweist der Song Bearing Straight mit seinen Breaks und Tempowechseln, wo es eine Soloeinlage nach der anderen mit den genrespezifischen Instrumenten gibt. Toll gemacht.

Die einzigen kleineren Schwächen vielleicht Porushka-Paranya, bei dem man ein russisches Volkslied polkamäßig zum Besten gibt. Passt irgendwie nicht zu den restlichen englisch gesungenen Liedern.
Relativ blass und harmlos, trotz netter Melodie, das abschließende Livestück Like A Child. Ansonsten aber ein durchaus gelungenes Debüt. Die Songs enthalten eigentlich alles, was das Countryherz begehrt: Piano, Electric- und Slidegitarren, Dobros, Mandolinen und Steelgitarren in Hülle und Fülle. Zudem wird es auch demnächst einen Dokumentarfilm mit dem Titel "The Ballad Of Bearing Strait" geben, der in den Kinos der Staaten bereits im Januar angelaufen ist.
Also New-Countryfans aufgepasst! Die Russen kommen.

Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 26.05.2003

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