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| Circles, Bridge Records, 2006 |
| Joey Vera |
All Basses, Keyboards, Dumbek, Piano, Vocals & Guitar |
| Greg Studgio |
Drums & Percussion |
| Produziert von: Joey Vera |
Länge: 45 Min 57 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Circles | 5. Never Say Never |
| 2. Automatic Fantasy | 6. Grass And Stone (Etheral) |
| 3. Insane | 7. Rock, Paper, Scissors |
| 4. Siucra | |
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Es gibt Musiker, denen würde man wirklich mal eine Woche Urlaub gönnen.
Neben Steven Wilson, der rund ein halbes Dutzend Bands und Musik-Projekte
betreibt, gehört auch Joey Vera zu diesem illusteren Kreise.
Nachdem seine ANTHRAX-Kollegen es vorzogen, auf den Reunion-Zug
aufzuspringen und Joey vorerst "beurlaubten" und bei ARMOURED SAINT,
FATES WARNING, O.S.I.,
CHROMA KEY, ENGINE, usw. derzeit jeweils
Pause/Timeout/Siesta angesagt ist, wäre es nur nachvollziehbar gewesen,
wenn Joey sich auch einmal eine musikalische Auszeit genommen hätte.
Doch statt Sonne an der Copacabana entschied sich der alte Haudegen
für das dunkle Kellerstudio und beglückt uns nach so vielen Jahren mit
seiner ersten Solo-Scheibe.
Wer Joey Vera dabei immer lediglich als bandorientieren Bassisten
erlebt hat, der wird erst einmal überrascht sein, dass er dieses Album in
PRINCE-Manier fast im Alleingang eingespielt hat. Lediglich bei den Drum-
und Percussion-Parts hat er sich mit Greg Studgio Unterstützung geholt.
Die zweite Überraschung folgt gleich nach dem Einlegen der CD, denn
entgegen meiner Erwartung dröhnen nicht fette Metal-Sounds aus den
Lautsprecher-Boxen. Vielmehr zeigt sich Joey bei seinem Solo-Projekt eher
von den ruhigeren Seite. Neben den üblichen E-Gitarren beherrschen
auch Akustik-Instrumente und fette Keyboard-Teppiche die Grundstimmung
dieser Platte.
Der dritte Aspekt, der mich an dieser CD überrascht hat, ist, dass
Joey nicht nur ein excellenter Bassist ist, sondern auch noch als Sänger,
Gitarrist und Keyboarder eine mehr als gute Figur abgibt. Über allem
thront aber seine Fähigkeit als Songschreiber. Zugegeben: zwischen
Siucra und Grass and Stone gibt es immer mal wieder
Passagen, die ein bisschen dahindümpeln. Der Rest der Scheibe ist aber
Musik aller erster Güte und man fragt sich, warum Joey eigentlich bei
seinen anderen Bands/Projekte so wenig als Komponist in Erscheinung tritt
. Insbesondere Circles und Rock, Paper, Scissors hätten
auch locker auf FATES WARNINGS letzter Scheibe "X" , Siucra
hingegen auf CHROMA KEY oder O.S.I.-Platten veröffentlicht werden
können.
Wer sich die Wartezeit bis zum nächsten FATES WARNING-, O.S.I.-,
CHROMA KEY oder PORCUPINE TREE-Album verkürzen und dabei nur auf
adäquate Ersatzdrogen schwört, der sollte hier beherzt zugreifen. Alle
anderen sollten sich das Album auch kaufen, da es einfach gute Musik
beinhaltet.
Trotz kleiner punktueller Wermutstropfen bei ein oder zwei Songs
schreit dieses Album förmlich nach einer Fortsetzung. Mehr davon, Joey !
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