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CD-Review:
1880Ride |
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Joachim sei Dank! In seinem großartigen Artikel über Bands auf www.MP3.com waren auch 1880 erwähnt. So mancher Fetischist wird jetzt aufjaulen und kreischen, dass es sich hier mal wieder um KEINE echte Südstaaten Band handelt. Recht hat er, der Fetischist. Und keine Ahnung gleichzeitig. Erstens kommen die vier cowboybehüteten Männer aus Kalifornien (der Drummer hat auch noch offensichtlich italienische Vorfahren) und zweitens hören wir auf "Ride" eine heftige Mixtur aus purem Southern Rock, Country, Rock & Roll und krachendem Hard Rock/Heavy Metal. Nur so nebenbei sei erwähnt, dass die ur-amerikanische Legende Ronnie Van Zant die Engländer FREE als einen Haupteinfluss benannte. Leute, hört mal den ersten Song an! Gold ist mit der beste Southern Song des letzten Jahres. Double-Leads bis zur Extase und ein zweiminütiges Finale furioso, das man wirklich mit den OUTLAWS vergleichen kann. Absolut mörderisch. Eine interessante Betrachtungsweise, warum man Bluessänger wird, zeigt Don't Dial The Devil. In dem ganz böse und hart rockenden Song erklärt Sänger Scott McCoy, dass er besser wieder aufgelegt hätte, als diese Stimme ihm erklärt hat, dass er gefälligst singen sollte. Well done devil! Wir hätten was verpasst. Auffallend sind etliche christliche/humanistische Botschaften in den Texten und eine Hommage an Martin Luther King in Blind Justice. Rocker können halt nicht nur grölen, saufen und marodieren. Noch eine Hommage. The Jailbait Bop geht an the one and only real Killer. Jerry Lee Lewis ist natürlich gemeint. 1880 rocken und rollen sich geschmeidig, traditionsbewusst und kernig durch diese Eigenkomposition, die aber natürlich von vorne bis hinten geklaut ist. Wieder Metal, southern Metal, gibt es bei Hell Highway. Marschiert brutal und lässt dem Boogie auch noch Platz. Wir senken die Köpfe und schütteln sie im Takt. Uihuihuih, das möchte ich live in der extended version hören. Als Rausschmeißer dann die versprochene Infusion Country. Lonesome Whistle könnte der Feder von Travis Tritt entsprungen sein. In einer Nacht, in der er sich mehr an Hank Sr., als an die Charts erinnert hat. "Ride" ist ein reifes Werk. Gut produziert, erstklassig eingespielt, mit allen nötigen Zutaten eines hervorragenden Rock-Albums, traditionell und gleichzeitig modern. Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 16.01.2003
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