High Voltage (1974, Australien)
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T.N.T. (1975, Australien)
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High Voltage (1976)
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Dirty Deeds Done Dirt Cheap (1976, Australien)
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Dirty Deeds Done Dirt Cheap (1976)
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Let There Be Rock (1977, Australien)
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Let There Be Rock (1977)
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Powerage (1978)
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If You Want Blood - You've Got It (1978)
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Highway To Hell (1979, Australien)
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Highway To Hell (1979)
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'74 Jailbreak (1984)
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Bonfire (1997, 4-CD Box)
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Let There Be Rock (1985, Video)
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Family_Jewels (2005, DVD)
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Die rockgeschichtliche Bedeutung von AC/DC an dieser Stelle noch einmal aufzurollen, ist im Grunde genommen überflüssig. Unzählige Stories, Biographien oder Dokumentationen haben dazu geführt, daß man als rockinteressierter Musikfan an dieser Band nicht vorüber kam bzw. bis heute kommt.
In diesem Jahr jährte sich der Todestag ihres ehemaligen Sängers Ronald Belfrod (genannt "Bon") Scott zum 25. Mal. Als man ihn am 19. Februar 1980 tot im Wagen eines Freundes fand, ging eine steile Karriere abrupt zu Ende. Spätestens seit diesem Zeitpunkt umgibt Scott ein nahezu legendärer Ruf. Betrachtet man einmal den Zeitraum seiner Plattenveröffentlichungen mit AC/DC genauer, läßt sich feststellen, daß dieser beinahe nur so lange andauerte wie der Zeitraum der zwischen den heutigen Album-Releases der Aussie-Rocker liegt. Eine unglaublich kreative Phase endete abrupt mit Bon's Tod. Zwar erschien der Mulitimillionen-Seller "Back In Black" bereits einige Monate nach seinem Ableben, jedoch ist umstritten, wie weit sein Einfluß auf die bereits eingeleiteten Arbeiten an jenem Album noch reichte.
Die vorliegende Story soll nicht dazu dienen, vieles Bekannte zum x-ten Male aufzuwärmen und die/den werte(n) Leser(in) mit Wiedergekäutem zu langweilen. Sie ist lediglich eine persönliche Erinnerung an lang vergangene Tage, als es noch so vieles in der Musikwelt zu entdecken gab und man selber eine bis heute festgehaltene musikalische Richtung einschlug. Eingeflochten sind Fakten, die man im Laufe der Jahre irgendwann las, hörte oder erzählt bekam und die sich mit den eigenen Gedanken verschmolzen haben.
In den frühen Siebzigern erstmals mit Glamrock-Acts wie SLADE, T. REX oder THE SWEET begeistert konfrontiert und spätestens nach dem erstmaligen Sehen des BEATLES-Film "Yeah Yeah Yeah" auch auf deren Scheiben wie denen der STONES, KINKS oder CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL stehend (... ähm, nicht im eigentlichen Sinne. Wurden und werden bis heute wie rohe Eier behandelt...) suchte meinereiner stets nach einer Art von Musik die einen regelrecht wegfegen sollte. Klar taten das bereits auch STATUS QUO oder einige KISS-Songs, doch irgendwie fehlte noch etwas. Die alten Dinosaurier des Hardrocks wie DEEP PURPLE, BLACK SABBATH oder LED ZEPPELIN klangen mir zu abgehoben oder schlichtweg lahm, doch so recht konnte ich das was ich suchte einfach nicht finden. Zumal, wenn Klassenkameraden eher SUPERTRAMP, PINK FLOYD oder EMERSON, LAKE & PALMER hörten und man in der ländlichen Kleinstadt nicht so recht Kontakt zu anderen Kreisen als den wenigen einem bekannten fand.
Es kam der Punk, doch so begeistern konnte mich das immer noch nicht. Blicke ich heute zurück, sage ich, daß mir schlicht und einfach eine geradeaus spielende Hardrock-Band fehlte, bei der die Gitarren ohne Firlefanz losrockten und der Sänger sich nicht an Arien versuchte, sondern seine ganzen Emotionen herausbrüllte.
Kirmes in der Kleinstadt in den späten Siebzigern. Man steht gelangweilt am Autoscooter herum und flieht vor BONEY M. zur Raupe. Da klingts auch nicht vielversprechender und mangels Kohle begibt man sich allmählich auf den Heimweg. Einem ehemaligen Klassenkameraden, der mich dazu überredete noch mit ihm in eine Kneipe zu gehen vor die einen die Eltern immer gewarnt hatten, sei Dank. "Paß bloß auf Jung...", aber irgendwann landete man halt doch dort. Heute wäre wohl nicht nur ich froh, wenn es sie noch geben täte [Yau, dann täten wir da ein paar Bier trinken tun, gell; Red]. Vorne die eigentliche Kneipe und weiter hinten ein dunkler Saal (mit "Rot Händle" Tapete) und der üblichen Joint-rauchenden African Woman und einem SCORPIONS-Poster zur "Tokyo Tapes"-LP an der Wand.
In jetzigen Tagen denke ich schon beinahe wehmütig an die Musik, welche damals mittels zweier Plattenspieler durch die großen Boxen gejagt wurde. DEEP PURPLE, ROLLING STONES, Rory Gallagher, LYNYRD SKYNYRD, LED ZEPPELIN, BLACK SABBATH, Ted Nugent, CCR, STATUS QUO, aber auch Sachen wie BLONDIE oder 10 CC. Und das alles bei wohltemperierter Gerstensaftkaltschale zu verbraucherfreundlichen Kursen.
Irgendwann an diesem Abend hörte ich dann erstmals einen Song, der wie der sprichwörtliche Blitz einschlug: Whole Lotta Rosie!! Der Song lief an besagtem Abend immer wieder, und ich konnte kaum glauben was ich da zu hören bekam, nämlich ganz genau das wonach ich seit Jahren suchte.
Schon beim Intro war ich weggetreten. Dieses aggressiv beginnende Riff, der heisere dagegen haltende Gesang, bevor die zwei schier explodierenden Gitarren folgen, die alles bis dato Bekannte und Erlebte vergessen ließen. Der Sound haute mich glatt um und ich fühlte mich wie in Trance sobald der Song wieder lief. Und er lief und lief und auch genau so oft am folgenden Abend, als ich am gleichen Ort wieder auftauchte.
Leider konnte ich nicht erkennen, wie der Titel hieß. Da stand also ein schüchternes Jüngelchen mit viel zu großer Pilotenbrille und traute sich nicht zu fragen. Irgendwann fragte ich dann doch mal den Klassenkameraden und der gab zur Antwort: "Das ist das Letzte, das sind AC/DC!!".
Nun, ehrlich gesagt hatte ich von denen bis dato nur einmal etwas gehört. Ort des Geschehens war eine Scheunenfete in irgendeinem umliegenden Kuhdorf. TNT hieß der Song wohl und die Leute welche darauf abfuhren waren damals in meinen Augen irgendwelche Mofarocker die den großen Max markierten. Hatte mich das zu jenem Zeitpunkt nicht sonderlich beeindruckt (ich mag den Track bis heute nicht...), sollte sich dieser Zustand abrupt ändern. AC/DC mit DEM SONG!! Ich war hin und weg.
Was also tun? Tags darauf mit dem Fahrrad in die nächstgrößere Stadt gefahren, in der es damals einen gut sortierten Plattenladen gab. Auf meine Frage nach AC/DC meinte der Verkäufer, es gäbe fünf Alben. Schluck, da hatte ich doch vor lauter Aufregung vergessen zu fragen, wie DER SONG überhaupt hieß. Der gute Mann drückte mir die Alben in die Hände, gab mir ein Paar Kopfhörer und ließ mich suchen. Irgendwo mittendrin fand ich besagtes Stück wieder. Langspielplatte gekauft und die ganzen Kilometer schnellstens nach Hause geradelt. Anlage eingeschaltet und Whole Lotta Rosie durch die heimischen Boxen gejagt. Immer und immer wieder (die armen Nachbarn)...
Schließlich hörte ich mir das ganze Album an, welches mir geradezu phänomenal erschien. Einen solchen Sound, eine solche Wuchtbrumme hatte ich noch nie gehört. Mir eröffneten sich zuvor nie erlebte musikalische Welten. Die Songs schienen mir recht einfach gestrickt, wurden jedoch mit einer solchen Power rübergebracht wie ich es bis zu diesem Zeitpunkt nie gehört hatte. Bad Boy Boogie, Overdose, Go Down oder der Titelsong selber... ein Klassiker folgte dem anderen. "Let There Be Rock" hieß das Album und sollte mich fortan durchs Leben begleiten.
Ein Jahrhundertalbum, wie man es besser nicht schreiben kann. Alles was danach kam, konnte in meinen Augen bzw. Ohren dieser LP in vielerlei Hinsicht nicht das Wasser reichen. Welches Album klingt denn wirklich wie aus einem Guß, weißt gleichzeitig so viele Höhepunkte an Songs, Sound und Power auf? Für mich in jeglicher Hinsicht ein absoluter Klassiker. Die Platte klingt herrlich aggressiv, aber nicht brutal. Der Groove, welcher bis heute für mich eine riesengroße Rolle spielt, geht hier nie verloren. Man kann sich der Power von "Let There Be Rock" von der allerersten Sekunde an nicht entziehen, die Magie dieses Rock-Meilensteins wirkt bis in die heutige Zeit.
Wenn von der Wirkung dieses Albums die Rede ist, kann man nicht umhin den Stellenwert Bon Scotts hervorzuheben. Nicht nur Einsatz und Sound des Musikinstrumentariums gilt es hochzuhalten, die Vollkommenheit beruht eben auch auf dem Gesang sprich dem Stil und Klang der Vocals.
Die Texte ihres Frontmanns trugen ganz erheblich zum Image der Band bei und man tut Scott unrecht, wenn man sie lediglich als zotig oder provokant bezeichnet.
In den Frühzeiten ihrer Albumveröffentlichungen eilte AC/DC der Ruf eines Haufens lasterhafter Sittenstrolche voraus. Als man anfangs u.a. auch in den Aulen diverser britischer Universitäten spielte, wurden Auftrittsverbote in Erwägung gezogen, da die Verantwortlichen der altehrwürdigen Stätten höherer Bildung ihre Häuser nicht von einem Haufen angeblich verkommener Unterschichtler besudelt sehen wollten. Die Ablehnung begründete sich in den Texten der Band, sprich Bon Scotts, mit denen angeblich "Sexismus, billige Witze und abstoßende Anspielungen auf beide Geschlechter" verbreitet würde. Bons eigene Erlebnisse, kleine Geschichten oder Beobachtungen waren es jedoch, die AC/DC quasi den letzten Schliff verliehen. Die Texte vorgetragen in seiner unnachahmlichen Art, bildeten mit den bodenständigen Songs der Band eine perfekte und nach seinem Tod nicht mehr erreichte Einheit. So erzählt Scott in Whole Lotta Rosie von einer seiner zahlreichen Eroberungen, einem tasmanischen Mädchen mit den Maßen 107-99-142 und 120 Kilogramm Lebendgewicht.
Crabsody In Blue, der ruhigste Song des Albums, ist nichts anderes als eine Ode in Bons eigener urkomischer Weise an seine Filzläuse. Beim Titelsong Let There Be Rock wiederum handelt es sich um eine Kurzfassung der Entstehung der Rockmusik, wobei Scott Tschaikowski als Schöpfer einsetzt.
AC/DC wurden mit Bon Scotts Einstieg im Herbst 1974 endgültig zu dem was sie heute (teilweise nur...) noch sind. Die Kombination Young (Angus), Young (Malcolm) & Scott stand fortan für Garanten erstklassiger Songs in zuvor nicht erlebter Art & Weise. Die Kombination von Musik und Texten und das Charisma des Frontmanns machten neben dem Bühnenderwisch Angus Young den unglaublichen Reiz der Band aus.
(Anfang 1977 trafen AC/DC bei ihren damaligen Produzenten George Young und Harry Vanda ein. In den Albert Studios im australischen Sydney wurde "Let There Be Rock" in relativer Eile eingespielt, da bereits wieder eine Europatournee bevorstand.
Das Album stützt sich nicht mehr nur auf die alten Rock'n'Roll Riffs der vorangegangenen Platten. Zum ersten Mal kann man davon reden, daß sich Angus und Malcolm mit ihren Rhythmen gegenseitig ergänzen anstatt nur synchron zu spielen. Der Klang der beiden Gitarren ist angenehm verschieden wie nie zuvor und auch auf den Alben danach nicht mehr)
Nachdem "Let There Be Rock" mich also regelrecht überrannt hatte, traf es auch meinen jüngeren Bruder, der einige Tage später mit dem nächsten Album angeradelt kam. "High Voltage" hieß das Teil und verursachte zuerst eine kleine Enttäuschung. Die Songs an sich waren nicht schlecht, aber wo war dieser phantastische Sound des erstgekauften Werkes? Nach und nach legte sich die kleine Unzufriedenheit allerdings, denn dafür waren die einzelnen Songs viel zu gut.
It's A Long Way To The Top, mit seiner Dudelsackeinlage, begeistert mich stets aufs Neue, Bon Scott hätte damit ruhig noch den einen oder anderen Track auf weiteren Alben "veredeln" können. Der einfache geradeaus stampfende Rhythmus kommt hier, trotz nicht vollkommener Produktion, phantastisch.
Besonders die erste Albumseite hat es in sich; Rock'n'Roll Singer rockt ohne Umschweife weiter und wieder setzt Bon dem Song durch seinen unnachahmlichen Gesang die Krone auf. The Jack ist nicht umsonst bis heute ein Standard ihrer Live-Show, wenn auch dort mit einem leicht veränderten Text. Der Bluestrack ist eigentlich wie Whole Lotta Rosie einer DER AC/DC-Songs.
Live Wire mit seinem gemächlichen Bassintro ist der nächste Klassiker welcher jahrelang fester Bestandteil der Auftritte war und leider der Masse hervorragendem Livematerials zum Opfer fiel. Spätestens, wenn man einmal eine AC/DC-Show erlebt hat, lernt man die Qualität von "High Voltage" zu schätzen. Der Titelsong selbst ist ein heftiger Boogie, der von der Nadel des Plattenspielers so oft malträtiert wurde, daß die Vinylscheibe bestimmt aufgeatmet hat, als der kleine runde Silberling sie entlastete.
T.N.T. mochte ich nie, daran änderte sich bis heute nichts. Dagegen Can I Sit Next To You Girl um so mehr. Leider ist der Song ziemlich in der Versenkung verschwunden, der "kleine" Boogie ist längst nicht so unspektakulär wie er anfangs erscheinen mag.
Das erste (**) AC/DC-Album weist bereits alle Trademarks auf, die die Band zu einer riesigen Popularität führten. Malcolms mächtige Gitarrenakkorde, das Bluesspiel seines Bruders Angus, der Rhythmusteppich aus Bass und Drums und obendrauf natürlich der markante Reibeisengesang von Bon Scott.
Als ich einige Zeit darauf im grenznahen niederländischen Venlo ein Exemplar des Albums "T.N.T." in den Händen hielt, war erst mal Konfusion angesagt. Die sich stellende Frage "wat'n dat" sollte sich bald beantworten...
** (1974 unterschrieben AC/DC einen Plattenvertrag in Sydney/Australien, welcher sie verpflichtete alle Plattenaufnahmen bei Albert Productions/J. Albert & Son Pty Ltd. herauszugeben. So erschien dann auch schon 1974 die erste LP von AC/DC mit dem Titel "High Voltage" auf Albert Prod. Diese unterscheidet sich von der gleichnamigen europäischen in vielen Punkten. So ist z.B. das LP-Cover anders, und auf der Platte befinden sich 6 Songs, die in Europa später oder gar nicht veröffentlicht wurden: "Baby Please Don't Go", "Stick Around", "Soul Stripper", "You Ain't Got A Hold On Me", "Love Song", "Show Busines".
Bei dieser ersten LP von AC/DC kommt Bon Scotts Stimme ziemlich stark zum Ausdruck, da die meisten Songs sehr bluesorientiert sind.
1975 erschien in Australien das zweite AC/DC-Album "TNT". Mit dieser LP hatten AC/DC nun ihre Stilrichtung gefunden. Harter, dreckiger und schnell gespielter Rock'n'Roll war von nun an bis in die heutigen Tage angesagt. Die Songs auf "TNT" sind mit der europäischen Ausgabe von "High Voltage" identisch. Die Ausnahme bildet die Chuck Berry Nummer School Days die auf der europäischen Pressung nicht vorhanden ist. Der Song Rocker von "TNT" wurde auf "Dirty Deeds Done Dirt Cheap" verwendet und die beiden Songs von '74, Kittle4 Lover und She's Got Balls, plazierte man auf der europäischen Version von "High Voltage", das 1976 auf den Markt kam.
Im gleichen Jahr erschien in Australien bereits das dritte Album, "Dirty Deeds Done Dirt Cheap", was übersetzt in etwa so viel wie "dieser Mist ist spottbillig" heißt. Auch auf dieser LP befanden sich mit Jailbreak und R.I.P. zwei Songs, die hierzulande nicht veröffentlicht wurden. Mit Love At First Feel nahmen AC/DC einen anderen Song für die europäische Ausgabe auf.
Die 1977 erschienene LP "Let There Be Rock" auf Albert Productions ist mit der europäischen Platte identisch. Die Songs wurden lediglich anders abgemischt. Auch bei diesem Album wurden von Alb. Prod. für Australien und Europa unterschiedliche LP-Cover verwendet.)
Einmal im AC/DC-Fieber durfte der nächste Longplayer nicht lange auf sich warten lassen. Wieder wurde das Fahrrad aus dem Keller ans Tageslicht geschleppt und in die Pedale getreten, um in besagten Plattenladen mit all den noch zu entdeckenden Alben zu gelangen.
"Powerage" sollte die nächste Scheibe werden, die es käuflich zu erwerben galt. Das Frontcover mit einem "Angus unter Strom" starrte mich bereits aus dem Regal an, aber auch das Foto auf der Rückseite war nicht von schlechten Eltern. Ein schlichtes Gruppenbild eigentlich, aber irgendwie guckten die Kerle so richtig schön unterschwellig böse drein.
Daheim kam es erneut nicht zum Blitzeinschlag wie bei "Let There Be Rock", jedoch gewann das Album mit jedem Durchlauf an Anziehungskraft und übertraf für meinen Geschmack das gewiß nicht schlechte "High Voltage" um einiges.
"Powerage" klang ruhiger als sein Vorgänger und es war deutlich bemerkbar, daß die Wurzeln von AC/DC und ihrer Musik im Blues lagen. Gegenüber dem teilweise schon "metallisch" klingenden "Let There Be Rock" hatte man sich jedoch keineswegs zurückentwickelt. Die Klasse der Kompositionen gibt dem Album bis heute einen Ausnahmestatus. Nach Bon Scotts Tod tauchte lange Zeit nur Sin City im Live-Set der Band auf, der Rest schien im gigantischen Repertoire an Klassikern untergegangen zu sein.
"Powerage" ist heute als ein Album zu bezeichnen, das man vom ersten bis zum letzten Ton genießt und das über die Jahre hinweg immer unwiderstehlicher wird. Das sollte ich bereits schnell nach dem erstmaligen Anhören feststellen...
Durch den Umstand, daß die Instrumente nicht ohne Ende hämmerten sondern mit weniger Einsatz ein Mehr an Wirkung erzielten, kam auch dem Gesang Bons ein enormer Stellenwert zu. Man mag sich darüber streiten können, aber vielleicht brachte er auf diesem Album seine beste Leistung dar. Ohne seinen Einsatz wäre "Powerage" sicherlich nie zu dem geworden zu dem es letztendlich geriet.
Rock'n'Roll Damnation, der erste Song, wirkt beim anfänglichen Reinhören ein wenig simpel, doch der Eindruck täuscht. Mit zunehmender Dauer läßt der Track dich nicht mehr los. Ein "Losgeh"-Song allererster Güte, leider schon ewig (so weit mir bekannt) nicht mehr im Live-Repertoire.
Gimme A Bullet ist wohl tatsächlich nur Durchschnitt, allerdings für AC/DC-Verhältnisse. Mittelschnell vor sich hin stampfend, schaltet die Band einen Gang gegenüber dem Eröffnungssong zurück.
Auch die Nummer drei, das recht melodische Down Payment Blues, drückt das Gaspedal nicht voll durch. Nach meinem Eindruck ein völlig unterschätztes Werk der Aussies.
Gone Shootin' behält das verhaltene Tempo bei. Der Track mag wiederum eher simpel klingen, aber eben "herrlich" simpel. So, wie es eben nur eine Band beherrscht: AC/DC!
Der nun folgende Song gibt bereits im Titel wieder. wo es jetzt langgeht - Riff Raff, ein Riffgewitter. Nach den ersten zwanzig Sekunden scheint der Track zu explodieren, nichts hält die Jungs mehr auf. Bon Scott schreit sich die Seele aus dem Leib und die beiden Gitarristen "braten" los, daß es eine wahre Pracht ist. Man beachte das "Gebolze" nach dem Solo im Mittelteil... ein Ohrenschmaus par excellence.
Die Seite zwei (ja ja, ich lebe immer noch im LP-Zeitalter) beginnt mit Sin City. Was kann ich dazu noch sagen? Ein Klassiker, bis heute ein Bestandteil nahezu jeder Show. Kennt jeder, muß jeder kennen. Auch eher mittelschnell, aber alles aus dem Weg räumend.
Up To My Neck In You ist eine Losgeh-Nummer wie es besser nimmer geht. Boogie, heavy as shit, sofort in die Beine gehend. Und in die Birne natürlich auch, weil den Song wirste nicht mehr los. Die Band rockt in höchster Vollendung.
What's Next To The Moon schaltet in Sachen Geschwindigkeit erneut einen Gang herunter. Ein sich ständig wiederholendes Riff durchzieht den Song von Anfang bis Ende. Nicht schlecht, aber keine Sternstunde in der Bandhistorie.
Cold Hearted Man schlägt in die gleiche Kerbe wie Down Payment Blues. Stellenweise würde ich gar behaupten, daß man es hier mit einer Portion Melancholie zu tun hat. Aber um eins klar zu stellen: This is not a love song!
Damit der Hörer nicht auf dumme Gedanken kommt, haut der Abschlusssong wiederum voll in die Fresse. Der Titel besagt eigentlich alles: Kicked In The Teeth! AC/DC bolzen erneut in absoluter Höchstform los. Nach Bon Scotts einleitendem Gebrüll wird das Tempo schlagmäßig erhöht, die Jungs scheint nichts mehr aufhalten zu können. Die Band rockt in einer Form los, wie es kaum noch zu toppen geht. Atze/Detze at their best.
(Eine Neuerung in der Arbeitsweise bei den Aufnahmen war, daß Angus bei sechs der zehn Stücke seine sämtlichen Gitarrenparts auf seine Rhythmusspur einspielte. Somit mischte man also seine Soli nicht mehr nachträglich hinzu. Zum ersten Mal hörten die Leute AC/DC in ihren Wohnzimmern "in gleicher Besetzung" spielen wie in der Konzerthalle, sprich zwei Gitarren, Baß, Schlagzeug und Gesang. Sonst nichts! Bei diesen Stücken wurden lt. Angus Young keinerlei Overdubs gespielt, so daß man mit Teilen von "Powerage" tatsächlich Livemusik im Studio zu hören bekommt)
Das fehlende vierte (europäische) Album ließ nicht lange auf sich warten. Was scherten einen Busse (& Bahnen), wenn man eh kaum Kohle für Schallplatten besaß und Schwarzfahren auf dem Lande verdammt schnell auffällt? Es reichte mit den Radfahrkünsten zwar bei weitem nicht zur Tour de France, aber bis in besagte nächstgrößere Stadt allemal. Ich weiß schon gar nicht mehr, ob's jetzt der kleinere Bruder oder ich höchstpersönlich war, der "Dirty Deeds Done Dirt Cheap" anschleppte bzw. ankarrte. Es lag jedenfalls binnen kürzester Zeit auf dem Plattenteller. Das bekloppte Cover konnte nicht abschrecken...
Hatten die vorherigen drei Alben sofort bzw. binnen kürzester Zeit für Endlosschleifen auf dem Schallplattenspieler gesorgt, konnte mich "Dirty Deeds..." nicht recht überzeugen. Und kann es bis heute nicht. Mein absoluter Favorit wurde Rocker, ein Kracher erster Güte und für mich bis heute eins ihrer besten Stücke. Rock'n'Roll vom Feinsten.
Ain't No Fun (Waiting Round To Be A Millionaire) mag für viele langweilig klingen, da es zum Ende hin doch reichlich monoton zugeht. Wer diese Art von Songs jedoch mag, hat hier eine weitere Sternstunde erwischt.
Problem Child und There's Gonna Be Some Rockin' sind mehr oder weniger klasse Rocker, die einen besseren, sprich druckvolleren, Sound verdient gehabt hätten. Der Titelsong kommt live auch erheblich powervoller als auf dem Album, und das dramatische Squealer lebt von der guten Leistung Bon Scotts. Seine dichterischen Leistungen gehören sicherlich zu den Höhepunkten dieses Longplayers und sein kehliger Gesang gibt der LP noch eine gewisse Frische.
Der Rest des Albums kann mich bis heute nicht so recht überzeugen und es ist im Nachhinein nicht verwunderlich, daß die US-Plattenfirma AC/DCs arge Zweifel an der Platte hatte.
(Im Anschluß an die Veröffentlichung von "Back In Black" im Jahre 1980, konnte die amerikanische Plattenfirma eine solch immense Nachfrage auch nach älteren Alben der Band verzeichnen, daß sie sich nun auch entschloß "Dirty Deeds Done Dirt Cheap" zu veröffentlichen. Ursprünglich in den USA aufgrund der verhältnismäßig schwachen Produktion und vergleichsweise einfallslosen Arrangements nicht erschienen, kam es im Mai 1981, fünf Jahre nach seinem eigentlichen Release, auf den nordamerikanischen Plattenmarkt. Auf Wunsch der Band wurde es verbilligt verkauft und wegen der seinerzeit deutlich unterlegenen Studiotechnik mit einem Sticker versehen: "Alle Titel 1976 aufgenommen von Bon Scott, Angus Young, Malcolm Young, Phil Rudd und Mark Evans."
"Dirty Deeds..." schnellte bis auf Platz 3 der amerikanischen Charts und übertraf damit seinerzeit sogar "Back In Black", welches sich in den Jahren danach bis zum heutigen Tag zu einem der meistverkauften Rockalben aller Zeiten entwickelt hat)
Das Live-Album "If You Want Blood (You've Got It)" kaufte ich mir anschließend nicht. Vielleicht hatte es mit dem eher enttäuschenden Abschneiden von "Dirty Deeds..." zu tun, vielleicht mit der permanenten Ebbe in der Kasse eines Schülers. "If You Want Blood" landete auf der Liste für Geburtstags- & Weihnachtswünsche.
Mittlerweile war es Herbst 1979 geworden und "Highway To Hell" wurde veröffentlicht. Der Titelsong als erste Single schlug bei mir ein wie die sprichwörtliche Bombe. Als ich ihn erstmals im Radio hörte, versetzte mich besonders der "anders" klingende Sound in Begeisterung. So als hätte man den Brachialsound auf Hochglanz poliert, ohne ihm seine charakteristischen Ecken und Kanten zu nehmen, kam Highway To Hell aus einem kleinen Kofferradio daher. Wie sollte das dann erst auf einer Stereoanlage klingen?
Ein freier Tag in der Schule und mit einem Kumpel in die Landeshauptstadt Düsseldorf gefahren. Das lange Gesparte mußte in Vinyl investiert werden, und anders als in heutigen Tagen hatte die Stadt eine Menge an Geschäften zu bieten wo man dieses ausreichend bekam. Längst vergangene Zeiten, die Städte kommen auch in dieser Hinsicht mehr als herunter.
STATUS QUOs Album "Whatever You Want" kam mir als erstes in die Hände, und eine knappe Minute später hatte ich die nächste: "Highway To Hell. Was scherte einen noch die Altstadt, Dosenbier war eh die günstigere Alternative und die heimische Anlage wartete.
Kaum durch die Zimmertüre gerannt, lief das Album bereits. Auffallend war sofort der Sound der LP. Klar und transparent, mit einer unglaublichen Power. Frei von jedem Staub, bis heute "modern" klingend. Der Produzentenwechsel von Vanda & Young zu Mutt Lange machte sich sofort bemerkbar. Ob unbedingt besser, sei dahingestellt, mir gefiel der Sound von "Let There Be Rock" und nach kurzem Eingewöhnen jener des Nachfolgers "Powerage" nach wie vor prächtigst. Die Songs kamen unglaublich eingängig, aber keineswegs kommerziell klingend, herüber. Der typische AC/DC-Sound blieb trotz aller Neuerungen unverkennbar erhalten.
Highway To Hell ist sicherlich einer der berühmtesten Songs der Hard'n'Heavy-Historie geworden. Es gibt wohl keinen Fan (nicht nur) dieser Musikrichtung, der ihn nicht kennt. Eine absolute Mitgröhlhymne.
Girls Got Rhythm folgt straight rockend und kompromißlos voll auf die Zwölf, fast schon rock'n'rollig.
Walk All Over You ist so ein Song, der erst leicht verhalten beginnt, ehe das Tempo sich steigert und enorm loslegt.
Touch Too Much, der wohl kommerziellste Track des Albums, folgte als nächste Single . Mittelschnell und unglaublich eingängig. Die Gitarren stampfen durch den Song, daß es eine wahre Pracht ist. Und über dem allen thront der schon beinahe melodische Gesang Bon Scotts.
Beating Around The Bush ist ähnlich wie Walk All Over You angelegt, quasi das gleiche Kaliber, aber was für eins.
Seite zwei beginnt mit Shot Down In Flames, einem relativ kurzem und heftigem Rocker. Stampft daher wie eine Büffelherde, alles niedermachend.
Der das überstanden hat, wird anschließend von Get It Hot niedergewalzt, einem noch kürzerem aber qualitativ ebenbürtigem Track gegenüber dem Erstling dieser Seite.
Wer jetzt glaubt, alles hinter sich zu haben, dem sei gesagt: Das Powerinferno setzt sich fort!
If You Want Blood (You've Got It) beginnt eher gemäßigt, mit einem Riff das den kompletten Song durchzieht, um Sekunden später loszulegen und von da an gnadenlos loszurocken. Ein absoluter Knaller.
Love Hungry Man klingt mir ein wenig zu monoton, auch das Ende des Songs ist zu lang ausgewalzt. Schlecht ist der Titel deswegen jedoch nicht, immer noch hart & heftig und eben einzigartig AC/DC.
Das bluesige Night Prowler, mit einem Bon Scott in Höchstform und mächtigen Chören (eine Spezialität von Producer Mutt Lange, später bei DEF LEPPARD und Bryan Adams mega-erfolgreich fortgesetzt), bildet den krönenden Abschluß.
"Highway To Hell" enthielt keine langen Songs in dem Maße wie "Let There Be Rock" und wurde live nach dem Tode von Bon Scott für lange Zeit ein wenig vernachlässigt. Relativ kurze und heftige Songs, immer geradeaus und äußerst eingängig, brachten der Band schließlich den kommerziellen Durchbruch. Das Album wurde sofort zu einem meiner absoluten Favoriten und ist es bis heute neben "Let There Be Rock" geblieben. Selbst nach über 25 Jahren klingt die LP (und später CD) wie am ersten Tag, nämlich frisch und unverbraucht.
(Hatten AC/DC bis dato in den Albert Studios im australischen Sydney nie länger als drei Wochen an einer Platte gearbeitet, sollten sie unter dem neuem Produzenten John Mutt Lange in den Londoner Roundhouse Studios fast drei Monate täglich fünfzehn Stunden mit den Aufnahmen zu "Highway To Hell" beschäftigt sein.
Lange's konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten bildete das Gegenteil der eher lässigen Herangehensweise der bisherigen Stammproduzenten George Young, dem älteren Bruder, und seinem ehemaligen EASYBEATS-Kollegen Harry Vanda. Mit seiner Arbeitsweise gelang es ihm, den Klang der Gruppe zu schleifen und zu verfeinern, ohne ihm die Ecken und Kanten zu nehmen, die der Musik von AC/DC ihren Charakter gaben.
Die Dopplung von Tonspuren war dabei die hauptsächliche Veränderung in der Mischtechnik. Auch die hier und da hinzugemischte dritte Rhythmusgitarre bildete eine Neuerung und sollte auf den beiden folgenden Platten noch viel umfangreicher eingesetzt werden. Für die Hörer waren vielleicht die stereophon abgemischten Hintergrundgesänge ein mehr oder weniger auffälliges Merkmal des neuen Klanges)
Presseberichten/Interviews war zu entnehmen, daß besonders Bon große Fortschritte gemacht hatte. Lange's Arbeit mit ihm brachte ihn dazu, nicht nur zu schreien sondern auch "richtig" zu singen, teilweise regelrecht melodisch. Die Songs enthielten Harmonien, wie man sie bis dato von AC/DC und im Besonderen von Scott nicht gekannt hatte. Lange brachte ihm bei richtig zu atmen und aus der Brust zu singen.
Bon Scott, der eine Reihe von Jahren älter als Malcolm und Angus war, galt als verrückt und lustig. Eine weitere Charaktereigenschaft war allerdings auch Depressivität und sein großes Laster, die ausgeprägte Neigung zu alkoholischen Getränken, machten ihn in den Augen besonders von Atlantic Records in Amerika zu einem unsicheren Kandidaten. Bevor 1978 der altersmäßig besser zu ihm passende Bassist Cliff Williams zur Band stieß, stand er einigen Gerüchten zufolge ebenfalls zur Disposition, weil man an seiner Zuverlässigkeit zweifelte. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit Mutt Lange festigte Scotts Position innerhalb der Band und ließ seine Zukunft in einem positiven Licht erscheinen...
Von diesen Hintergründen nichts wissend, erfuhr ich später im Jahr 1979 von einer Tour mit JUDAS PRIEST im Vorprogramm. Ohne Auto und/oder ohne gleichgesinnte Kumpels verlief der geplante Konzertbesuch im Sande und ich vertröstete mich selber auf eine spätere Tour. Das für mich ausgefallene Konzert brachte mich dazu, schnellstens neben der Schule einen Job anzunehmen und möglichst kurzfristig die nötige Kohle für ein Auto anzusparen. Ein Jahr später hatte ich die heiß ersehnte Karre und war unabhängig...
Als ich von Bon Scotts Tod aus der Tageszeitung erfuhr, war ich regelrecht geschockt. Es hatte doch gerade alles erst angefangen. AC/DCs Alben liefen täglich auf dem heimischen Plattenspieler, und in der Diskothek, wo alles seinen Anfang nahm, weiterhin ebenfalls. Mit einem Mal schien alles zu Ende, und ich war untröstlich, Bon Scott nicht wenigstens einmal erlebt haben zu dürfen. Tagelang rührte ich keine Platte mehr an.
Schnell stellte es sich heraus, daß AC/DC weitermachen würden. Brian Johnson folgte und "Back In Black" erschien. Ich tat mich lange schwer mit seinem Gesang, nach all den Jahren und vielen guten Konzerten ist das anders geworden. Mein erstes AC/DC-Konzert 1980 behalte ich trotzdem in keiner so guten Erinnerung. Zu schwer lastete damals der Schatten des verstorbenen Sängers auf der ganzen Sache.
Vielleicht hätte ich mir "If You Want Blood (You've Got It)", ihr Live-Album von 1978, noch zu Lebzeiten von Bon Scott kaufen sollen. Ich tat es nach der 80er Tour mit dem neuen Frontmann Brian Johnson und obwohl es eigentlich ein gutes Album ist, läuft es im Vergleich zur 92er Veröffentlichung mit dem "Neuen" eher selten in meinen vier Wänden. Und das liegt nicht nur daran, daß es mir zuweilen als beinahe schon "zu gut" klingend erscheint.
Das Minialbum "'74 Jailbreak" stellte für mich nie viel mehr als pure Geldmacherei mit dem Andenken von Bon Scott dar. Vier Jahre nach seinem tragischen Tod veröffentlicht, fragte wohl nicht nur ich mich, warum nicht ein vollständiges Album statt dieser halbgaren Geschichte herausgebracht wurde.
"Was hätte sein können wenn...", diese Frage wird wohl immer bestehen bleiben. Fakt ist, daß Bon Scott uns in Zusammenarbeit mit den Young-Brüdern einige der besten Rockalben aller Zeiten geschenkt hat. Und bis heute für unvergleichliche Momente sorgt, wenn die Songs von "Let There Be Rock", "Powerage", "Highway To Hell" und den anderen Alben ertönen...
(Als Quellen dienten, neben den eigenen Erinnerungen, die AC/DC-Bio "Hammerhart & Felsenfest" von Martin Huxley, ein Sonderheft Jahrgang 1981 aus dem Hause Drei Sterne Verlagsanstalt und das Rock Hard Special Vol. 1 zur Tour von 2001)
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